Von wegen "beste Serie des Jahres": Hat Staffel 2 hat alles ruiniert?

News Alexander Leitsch
Von wegen "beste Serie des Jahres": Hat Staffel 2 hat alles ruiniert?
Quelle: HBO

The Last Of Us Staffel 2 könnte unterschiedlicher kaum bewertet werden. Von den Kritikern gibt es Lob, von den Fans hagelt es Kritik.

Der Kampf um die beste Serie des Jahres ist schon jetzt ein harter. Ganz oben mit dabei ist Adolescence, die auf Netflix Rekorde gebrochen hat. Auch die neuen Staffeln zur Star Wars-Serie Andor oder Wednesday haben großes Potenzial. Vor dem Start wurde auch die zweite Staffel von The Last of Us sehnsüchtig erwartet. Doch inzwischen ist der Hype bei den Fans umgeschlagen.

Schuld daran sind verschiedene Entscheidungen bezüglich der Art und Weise, wie die Story erzählt wird. Da stimmen viele Zuschauer nicht mit den Showrunnern überein. Während die Staffel bei RottenTomatoes derzeit auf 95 % bei den Kritikern kommt, erreicht sie bei den Fans nur 39 % Zustimmung. Wir erläutern, woran das liegt. Beachtet bitte, dass ihr Story-Spoiler zu allen Folgen von The Last of Us bekommt, wenn ihr von hier an weiterlest.

Warum wurde Joel in The Last of Us 2 getötet?

Die Probleme begannen im Grunde schon mit der ersten Folge der neuen Staffel. Hier wurde der neue Charakter Abby (Kaitlyn Dever) eingeführt. Man lernte ihr Verhalten und ihre Motive kennen, was jedoch einer der großen Plots des eigentlichen Spiels war. Denn dort kam sie aus dem Nichts und der Hass auf sie war ein wichtiger narrativer Aspekt.

Als sie dann in der zweiten Folge der Serie Joel erschlug, war die Fallhöhe viel zu gering. Sie tat es schließlich aus einem nachvollziehbaren Grund, denn Joel hatte in der ersten Staffel ihren Vater getötet. Der wollte als Arzt herausfinden, warum Ellie immun gegen den Pilz ist, wobei sie das umgebracht hätte. Das wollte Joel nicht zulassen und lief deshalb Amok.

Doch auch bei anderen Folgen der Staffel gibt es Kritik.

Was passiert in Folge 6 von The Last of Us Staffel 2?

So ist die neueste Folge 6 mit dem Titel "The Price" ein perfektes Beispiel für die vielen Fehlentscheidungen aus Sicht der Fans. Denn während im Videospiel immer wieder Rückblenden eingestreut wurden, die aber nie zu dominant waren, dreht sich diese komplette Folge um die Ereignisse zwischen Staffel 1 und 2.

Dabei werden viele Dinge vorweggenommen, etwa die bekannte Veranda-Szene, die eigentlich erst zum Ende des Spiels kommt. Und genau solche Vorwegnahmen sind es, die den Fans nicht gefallen. Man habe das Gefühl, die Serienmacher würden ihren Zuschauern nicht zutrauen, mehrere Folgen auf die Auflösung eines Konflikts warten zu können. Aktuell steht die Folge 6, die erst am 18. Mai erschien, übrigens bei 100 % auf dem Tomatometer.

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