Obscure in der Hands-On-Vorschau: Exklusive Einblicke in das Spaß-Spin-Off des PS2-Survival-Horrors
SpecialGamezone hat als einiziges Magazin Deutschlands einen exklusiven Blick auf das Spin-Off Obscure werfen können und zeigt die ersten 12 Minuten im Gameplay-Video. Was hat der Comic-Brawler von heute mit dem Horror-Schwergewicht von 2004 noch gemein? Wir klären das und vieles mehr in unserer Hands-On-Vorschau!
Ihr erinnert euch noch an Obscure? Das 3D-Horror-Adventure ließ 2004 auf der Playstation 2 einigen die Haare zu Berge stehen. Nach einem Sequel 2009 ist es still geworden um die Leafmore High School. Die fiktive Schule war der Handlungsort von Obscure. Einige Schüler sind dort auf mysteriöse Weise verschwunden und als Spieler ist man auf der Suche nach ihnen. 2013 haben die Macher der alten Obscure-Spiele sich zu einem neuen Studio zusammengeschlossen und entschieden: Ein neues Spiel muss her! Und jetzt wird's obskur: Herausgekommen ist ein spaßiger Comic-Brawler, der mit dem Horror-Setting von damals nichts mehr gemein hat.
Look and Feel wurden komplett verändert, aber im Kern finden sich viele Gemeinsamkeiten
Quelle: Gamezone
Die vier Charaktere von Obscure: Brutal Joe war Football-Star und haut Monster ganz einfach mit einer fiesen Keule weg.
Die schreckliche 3D-Adventure-Steuerung mit Kamerawinkeln aus der Hölle weicht einer retrolastigen 2,5D-Perspektive. Realistisch animierte Spielfiguren müssen Platz machen für Comic-Helden. Und genau so wirken die vier zur Verfügung stehenden Figuren auch, wie aus einem B-Horrorschinken ausgeschnitten. Ein Nerd, ein Pausenhof-Rowdy, eine Cheerleaderin und der Footballstar der High School tun sich im Kampf gegen fiese Monster und dunkle Gestalten zusammen und müssen, große Überraschung, in den acht Levels immer wieder verschollene Kinder suchen und Rätsel lösen. Trotz der komplett veränderten Optik und dem Spielgenre finden sich immer wieder Anspielungen und offensichtliche Parallelen zwischen dem Spin-Off und der traditionellen Serie.
Ein wenig gruslige Stimmung verbreiten kann der Comic-Brawler sogar auch. Die zur Seite scrolleden Levels sind atmosphärisch zusammengesetzt und zweigen sich immer wieder ab. Weil auch die Munitionsarmut und der ständige Mangel an Medi-Kits aus dem Originalspiel übernommen wurde, stellt man sich immer wieder die Frage: Erkunde ich oder geh ich direkt zum nächsten Spielziel? Ärgerlich ist, dass man die Level immer wieder kreuz und quer laufen muss. In unseren Demolevels müssen wir meist zuerst eine Schar Gegner bekämpfen, bevor es ein kleines Rätsel zu lösen gilt. Die sind recht simpel und bestehen aus Aufgabenstellungen wie "Finde Benzin, um das Aggregat zu starten". Die Zutaten dafür verstecken die Macher an verschiedenen Orten, zu denen man nun zurückreisen muss. Das fühlt sich stellenweise gestreckt und in die Länge gezogen an.
Kleine Herausforderungen, die Obscure für uns bereithält, machen dennoch Spaß. Ein dicker Junge will sich beispielsweise nicht einfach so von uns retten lassen und uns folgen. Wir klauen ihm daher einen Süßigkeiten Automat und tragen diesen zum Sammelpunkt, einem Schulbus. Der Kleine folgt einfach dem Süßkram. Zwischendrin greifen aber immer wieder Monster an, dann heißt es: Automat ablegen, die Viecher in die Knie zwingen und den dicken Jungen verteidigen.
Alle Horror-Klischees auf ein Mal
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Obscure in der Vorschau (4)
Wenn man sich Obscure anschaut, merkt man direkt, dass alles eine Verballhornung des Popcorn-Horrorfilms ist. Die Spielfiguren tauchen vermutlich in jedem Teenie-Horrorfilm auf. Die Waffen, die sie benutzen, könnten nicht klischeebehafteter sein: Baseballschläger, Kettensägen, Macheten oder Flammenwerfer gehören zu dem Repertoire, das man an jedem Horror-Set findet.
Ein solches Horror-Feeling wollen die Entwickler auch durch den Einsatz von atmosphärischer Beleuchtung erreichen. Die 3D-Figuren im Vordergrund heben sich deutlich vom 2D-Hintergrund ab, der an vielen Stellen nur schummrig oder gar nicht beleuchtet ist. Besonders gut gefallen uns auch Stellen, an denen Lichtquellen in Bewegung sind. Manche Glühbirnen hängen beispielsweise aus ihren Fassungen und baumeln nur am Stromdraht. Das erzeugt einen netten Effekt wie Dynamic Lighting und sorgt für Stimmung.
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Obscure in der Vorschau (10)
Fans sollten sich aber nicht zu sehr auf den Horroraspekt von Obscure konzentrieren. Es sind zwar sicherlich viele Anspielungen und Karikaturen des B-Movie-Horrors vorhanden, im Kern von Obscure steckt aber ein recht unkomplizierter Brawler. Monster springen einem aus dem 2D-Hintergrund entgegen und müssen, am besten mit hübschen Kombo-Angriffen, plattgemacht werden. Ergänzt man im Kopf nun noch ein bisschen übertriebene Comic-Gewalt und die reichlich ironische Art, wie die Macher die Geschichte erzählen, ergibt das einen witzigen Action-Trip – aber sicherlich keine Gruselpartie.
Obscure erscheint diesen Sommer für Xbox 360, Playstation 3 und PC als digitaler Download. Die acht Levels sollen laut Entwicklerangaben für vier bis fünf Stunden Spielspaß sorgen – bei einem Preis von schätzungsweise zehn bis 15 Euro.
