Zum PS2-Abschied serviert uns SquareEnix einen mehr als würdigen Final Fantasy Ableger, der es in sich hat!
Einfach traumhaft inszeniert
Die aufwändigen Rendersequenzen
"Final Fantasy XII" ist ein fantastischer Traum, welcher sich vor allem dann entfaltet, wenn man die diversen Hürden wie das Kampfsystem, die Gambit-Einstellungen und letztendlich auch das Lizenzbrett gemeistert hat. Spätestens dann lernt man die gegebenen Dinge zu schätzen und arbeitet mit den verschiedenen Möglichkeiten. SquareEnix liefert ein Rollenspiel, welches sowohl spielerisch, als auch in der Charakterentwicklung viel Potenzial mit sich bringt und außerordentlich ausgeglichen wirkt. Im Gegensatz zum Vorgänger X-2 bietet der zwölfte Ableger viel Tiefgang und einen umfangreichen Spielumfang. Wer nicht gerade durch Ivalice hetzt, als säße ihm die Archadianische Armee höchst persönlich im Nacken, wird sicherlich mehr als 50 Stunden Spielspaß vorfinden.
Präsentationstechnisch liefert man eine hervorragende Arbeit ab. Das aufwendig gestaltete Abenteuer mit abwechslungsreichen Ländern, Höhlen und Ruinen weiß zu gefallen und bietet dank der recht hohen Weitsicht einen wunderschönen Ausblick auf Ivalice. Aber auch die zig hundert Gegner und Bewohner überzeugen mit eindrucksvollen Animationen. Die Geschichte selber wird zumeist in Videosequenzen weiter erzählt. Entweder basieren diese auf Spielgrafik, was aber dank der vielen Details immer noch sehr schön anzusehen ist, oder aber liefern uns astreine Rendersequenzen, welche flüssig über den Bildschirm flimmern. Die Sprachausgabe ist dabei in Englisch gehalten, was wohl viele Rollenspiel-Liebhaber begrüßen werden. Übersetzungen findet man aber unter den Videosequenzen in einem schwarzen Balken, so dass die Videos in einem Breitbildformat erscheinen. Grundsätzlich muss man nun nicht mehr auf den Komfort einer NTSC-Version verzichten. Auch wenn das Spiel im 50 Hz Modus läuft, ist es stets flüssig und frei von irgendwelchen Ruckeleinlagen. Zudem verzichtet man auf nervige PAL-Balken und bietet ein volles Bild ohne gequetschte Gesichter. Bei Bedarf könnt ihr dieses auch noch den heutigen Normen eines 16:9 TV-Geräts anpassen. Einzig allein die etwas langen Ladezeiten zwischen den Abschnitten können den Spielspaß ein wenig trüben. Soundtechnisch liefert man ebenfalls eine hervorragende Leistung. Die Synchronsprecher sind gut gewählt und erfreuen mit Dialekten und teils genuschelten Texten. Unterstützt wird die Reise durch Ivalice mit einem traumhaften Soundtrack, dessen Ursprung deutlich erkennbar ist. Der Klang erinnert stark an die Kompositionen von Nobuo Uematsu, hat aber dennoch seinen eigenen Reiz.
