Der Vorgänger noch grandios bildgewaltig und dennoch umstritten: Der Nachfolger soll nun alles besser machen. Kann er es?
Final Fantasy XIII-2 Gegenwehr spürten wir leider erst nach über 20 Spielstunden und eben erst kurz vor Ende der eigentlichen Haupthandlung. Hin und wieder gab es sicherlich ein einflussreiches Monster, welches sich nicht bezwingen lies, doch oft ist schnell klar, dass dieses Biest einfach noch nicht besiegt werden will und gar nicht teil unserer Mission ist. Nach Abschluss sorgt die Suche nach vermissten Artefakten, raren Items und die Konfrontation mit seltenen Gegnern erst für den richtigen Nervenkitzel. Somit verkommt das Hauptspiel zum Casual-Abenteuer, welches jeder ohne Mühen beendet wird. Der Final Fantasy Fan wird seine Befriedigung erst abseits der Story und nach Beendigung des Abenteuers bekommen!
Final Fantasy XIII-2 Auch die Charakterentwicklung wurde zwar angepasst, kann uns aber keinesfalls überzeugen. Gewonnene Kristogenpunkte werden wie gewohnt im Kristiarium ausgegeben, um das Heldenduo zu formen und ihre Attribute zu schleifen. Anstatt einer festen Vorgabe, müssen auf verschiedenen Ebenen nun die entsprechenden Rollen gewählt werden, welche eine Aufstufung erfahren sollen. Das Kristiarium bietet dadurch mehr Entscheidungseinfluss, ja, aber ist ist nicht wirklich viel besser geworden. Ganz im Gegenteil! Da wir nie genau wissen, was investierte Punkte tatsächlich offenbaren, ist die Verteilung auf Rollen blindes Raten gemixt mit einer Priese gesundem Menschenverstand. Da war uns der Vorgänger mit seiner strikten Vorgabe irgendwie lieber, wo man wenigstens haargenau wusste, für was man sein Erspartes zum Fenster hinaus wirft. So verkommt die Charakterentwicklung und belässt es bei einem ebenso seichten, ja gar substanzlos Ansatz, der nur bedingt durch zusätzliches Inventar bereichert wird. Denn auch wenn es sicherlich zahlreiche seltene Waffen und Accessoires gibt, so ist die Auswahl dennoch eher gering ausgefallen.
Meinung
Wertung zu Final Fantasy 13-2 (X360)
Wertung:
8.3/10
Pro & Contra
atemberaubende Kulisse und detaillierte Charaktereein abermals audiovisuelles Meisterwerkflottes und effektreiches Kampfsystemmit neuen zusätzlichen Monstern als Partnerund einem seichten, gemäßigtem Einsteigofferiert ein modernes Gameplayjede Welt kann frei erkundet werdenund bietet neben Items auch zusätzliche Quests abseits der Haupthandlungoffenes Konzept: man kann fast immer alte Welten besuchen
wirre und überdrehte Storymit blassen, emotionslosen Charakterenein einziges Zweiergespann als HauptfigurenRückbesinnung auf Zufallsgegnerder Kampf fällt noch einfacher als im Vorgänger aus ...… was zu einem extrem passiven Erlebnis führtstark eingeschränkte Charakterentwicklung