Der Mega-Test zu einem Mega-Spiel: Wir verschaffen euch Klarheit über die Höhen und Tiefen von Final Fantasy XIV!
Final Fantasy 14 Online
Zur Auswahl stehen gesamt fünf verschiedene Völker: die Hyar, welche dem Menschen am ähnlichsten sind; Die Migo'te, welche sich am ehesten als Katzenmenschen beschreiben lassen. Als nächstes stehen die Lalafell auf dem Programm, welche als scheinbar niedliche Zwerge in Erscheinung treten. Ebenfalls zur Auswahl stehen die Elezen, welche, wie sollte es auch anders sein, die Gattung der Elfen im Spiel verkörpern. Was fehlt noch? Ganz klar, die Gattung des Kriegers und diese hört auf den Namen Roegadyn. Wer all diese Namen dreimal hintereinander fehlerfrei aussprechen kann, darf sich als Sprech-Akrobat titulieren. Die grundlegenden Rassen allein sind noch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn sozusagen klassisch teilen sich sämtliche Sippschaften nochmals in zwei Unterarten auf, was die Qual der Wahl noch weiter erschweren kann - sofern man nicht im Vorfeld seine klaren Vorstellungen davon hat, welcher Art in welcher Form man sich Online präsentieren will. Weniger schwer ist die Entscheidung der gewünschten Charakter-Klasse, denn diese lässt sich jederzeit im Spiel ändern und kommt somit den weniger bewanderten Spieler zu Hilfe. Das simple Austauschen der ausgerüsteten Werkzeuge oder Waffen genügt um z.B. aus einem Angler einen Kräutersammler zu machen.
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Aber zurück zur eigentlichen Charakter-Erstellung, denn nicht nur die oben genannten Kriterien müssen ausgewählt werden, sondern es stehen auch noch das Aussehen (beginnt am Kopf und endet an den Füßen) als auch die Wahl der Gottheit aus, welche das gewählte Alter Ego komplettieren. Ist diese Hürde überwunden, wird der Spieler mit einem bombastischen Intro beglückt, in dem auch der von euch erstellte Charakter in all den von euch gewählten Einzelheiten in Erscheinung tritt. Anders als in vielen, ggf. vergleichbaren MMO's legt Square Enix sehr viel Wert auf opulente Sequenzen, die - das können wir zweifelsfrei sagen - wirklich ausgezeichnet präsentiert werden und dem Spieler eher das Gefühl vermitteln ein Offline Rollenspiel zu spielen - mehr noch, sie besitzen partiell die Qualität eines Films, bei dem man fast vergessen könnte, dass man nur wenig später wieder Teil des Gezeigten wird und mit seinem Alter Ego durch diese Welten streifen kann. Nur leider haben diese vielen Sequenzen auch ihre Schattenseite, denn die wenigsten dieser zahlreichen Filmchen besitzen eine Sprachausgabe und das kann in manchen Situationen doch ganz gehörig am vermittelten Empfinden kratzen; Es wirkt gesamt einfach weniger intensiv und es fehlt das Gefühl mittedrin zu sein statt nur dabei. Überdies sind, wenn vorhanden, die Sprachesamples in Englisch gehalten, was der eine oder andere durchaus als störend empfinden kann. Aber immerhin sind die Texte vollständig lokalisiert in Deutsch verfügbar. Da aber generell Sprachausgaben nicht vorhanden sind, sondern, wie erwähnt nur sporadisch in Erscheinung treten, bleibt nichts anderes übrig als gesamt fleißig zu lesen. Und seid euch dessen sicher: Ihr bekommt wahrlich genug an Wort und Schrift präsentiert, viel Sinniges, Wichtiges und auch mal Nebensächliches. Meistens fehlt aber genau das, wenn ihr mal dringend Hilfe benötigen würdet.
Viel, viel Spiel mit sehr wenig Hilfe
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Da wir schon beim Thema der - sozusagen unterlassenen - Hilfeleistung sind: Vor allem Neueinsteiger werden sich zu Beginn sehr schnell alleine gelassen fühlen. Während Anbieter anderer MMO's zumeist peinlich genau darauf achten, dass sie eher zu viel als zu wenig Hilfe anbieten, meistens mit der Option, dass erfahrene Spieler nicht benötigte Anweisungen überspringen können, ist Square Enix genau den entgegengesetzten Weg marschiert. Weniger scheint mehr, war wohl das Gebot der Stunde, denn zahlreiche, vor allem auch essentielle Möglichkeiten des Spiels lassen sich nur durch stetes ausprobieren herausfinden, da, anders als in der Story, sich das Spiel in Sachen Optionen mehr als nur ausschweigt. Beginnend beim Fehlen eines ansatzweise aussagekräftigen Tutorials bis hin zu den fehlenden Markierungen wichtiger bzw. relevanter NPC's (nicht spielbare Charaktere), wurde hier seitens der Entwickler am falschen Ende gespart. Besonders beim Einstieg ins eigentliche Spielgeschehen kann das Trial & Error Prinzip besonders stark an den Nerven zerren und die Motivation gehörig drücken. Habt ihr euch mit diesem Fauxpas arrangiert, kommt ihr soweit erst mal ganz gut klar - zumindest solange da ihr nicht (!) versucht mit Maus und Tastatur zu spielen. Wie es scheint hatte Square Enix bei der Entstehung des Spiels wohl eher die Playstation 3 Gemeinde im Sinn und weniger die PC-Spieler - wenigstens drängt sich dieser Eindruck auf, wenn man die Steuerung näher unter die Lupe nimmt. Denn Fakt ist, dass sich Final Fantasy XIV mit einem Joypad deutlich angenehmer spielen lässt als mit der altbewährten Tastatur- und Maus-Steuerung. Wer sich jedoch rein aus Überzeugung (oder welchen Gründen auch immer) für die klassische Steuerung am PC (Tastatur/Maus) entscheidet, sollte z.B. Geduld mit dem Mauszeiger haben, denn dieser ist alles andere als schnell und weit weg davon präzise zu sein. Im Übrigen war dies schon ein massiver Kritikpunkt während der Betaphase. Es ist daher unverständlich, warum diese Kleinigkeit bisher in keiner Weise behoben wurde.
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Habt ihr euch mit dem widerwilligen Mauszeiger angefreundet, wird es endlich mal Zeit, dass man was vom eigentlichen Spiel zu sehen bekommt. Also ab dafür ... Je nach gewähltem Startpunkt, landet ihr in einer von drei verschiedenen Umgebungen. Zur Auswahl stehen drei Städte, welche sich unterschiedlich, thematisch präsentieren. Während "Limsa Lominsa" ganz klar die Nähe des Meeres wiederspiegelt, wird man sich bei "Ul'dah" in mitten einer Ödnis wiederfinden, welche im Spiel die "Perle der Wüste" genannt wird. Zu guter Letzt sollte auch noch "Gridania" Erwähnung finden, eine Stätte, welche sich ganz klar an Freunde von ausgedehntem Grün in Form von Wäldern richtet. Je nachdem für welches Umfeld man sich entscheidet, bekommt man natürlich etwas andere Film-Sequenzen präsentiert. Auch die ersten Aufträge unterscheiden sich etwas, wobei sich auch hier am Anfang sehr schnell Langeweile einschleichen kann, da alle Quests die zur Verfügung stehen sich irgendwie doch sehr ähneln. Erst im viel späteren Spielverlauf legt sich dieses Manko etwas, so dass es gilt, sich einfach durchzubeißen.
