Der Mega-Test zu einem Mega-Spiel: Wir verschaffen euch Klarheit über die Höhen und Tiefen von Final Fantasy XIV!
Die Sache mit den Aufträgen
Final Fantasy 14 Online
Wie schon erwähnt, werdet ihr als Spieler viel alleine gelassen. Ständig werdet ihr auf der Suche nach dem passenden Quest-Geber sein, da nur diese einen in der Geschichte weiter voran bringen. Da leider keinerlei Markierungen vorhanden sind, müsst ihr zwangsläufig mit jedem NPC reden, dessen Weg ihr kreuzt. Dies kann richtiggehend in ein Geduldsspiel ausarten, denn in Final Fantasy XIV treiben wirklich viele NPC's ihr Unwesen. Einfacher ist dagegen das Erhalten der Gildenfreibriefe. Diese stehen Pate für eine Reihe von Nebenquests, welche ihr für das Aufleveln des eigenen Charakters benötigt. Allerdings erschließt sich das Handling dieser Freibriefe zu Beginn leider nicht so ganz und schon gar nicht eindeutig. So müsst ihr euch nach Annahme des Quests erst einmal zum entsprechenden "Ätheryt" begeben. Dieser schwebende Kristall ist Dreh- und Angelpunkt der verschiedenen Aufträge. Sobald ihr dort einen Gildenfreibrief aktiviert, beginnt die Uhr gegen euch zu laufen. Die auf diese Weise gestartete Aufgabe muss abgeschlossen werden, bevor das Zeitlimit abgelaufen ist, da sonst der aktivierte Quest als gescheitert gilt und nur sehr umständlich wieder aufgenommen werden kann. Aber der "Ätheryt" besitzt noch andere Funktionen: So dient er außerdem als wahrlich heiß begehrter Checkpoint, sollte man mal das Zeitliche segnen, was im Übrigen und leider, leider sehr schnell geschehen kann. Und zum anderen dient der "Ätheryt" auch zur Auffrischung der eigenen Lebensenergie, was das ein oder andere Mal mehr als nur hilfreich sein kann.
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Einerseits ein Segen für Solo-Spieler, zumindest für diejenigen mit wenig Zeit zum Spielen, andererseits ein Fluch, vor allem für diejenigen, die die Option haben länger in Eorzea zu verweilen, ist die Begrenzung der Aufträge die man in einer Woche erledigen darf. Die Grund-Idee dahinter war die Kluft zwischen den Hardcore-Spielern und den Gelegenheits-Spielern in Bezug auf das Vorankommen im Spiel (u.a. Charakter-Aufbau bzw. übermäßiges Crafting, usw.) zu verringern. Nur leider demotiviert diese Funktion, so ehrenvoll der Gedanken an sich eigentlich war, schon nach kurzer Zeit, da man selbst mit "gelegentlichem/normalem Spielen" schneller als erwartet den Hinweis bekommt, dass man keine weiteren Aufträge erledigen kann. Okay, mögen sich einige von euch denken, dann nutzt man einfach die Option des Grindens (= Monster töten), um Erfahrungspunkte zu bekommen. Tja, da heißt es schlicht Fehlanzeige, ist nicht drin! Auch hier greift eine integrierte Begrenzung, die stundenlanges Gegner metzeln verhindert bzw. allenfalls nur in gewissem Masse zulässt. Bei näherer Betrachtung durchaus ein zweischneidiges Schwert! Auf der einen Seite wird so für etwas mehr Gleichheit in einem Online-RPG gesorgt, auf der anderen Seite, schlägt man vor allem Hardcore-Spieler doch erheblich vor den Kopf. Selbst die zur Verfügung stehenden Alternativen, die man zwangsläufig wegen der Begrenzungen in Angriff nimmt, sind alles andere als eine willkommene Abwechslung, gleichwohl das Nachgehen seiner verschiedenen Berufe eigentlich eine wichtiges Standbein darstellt. Aber auch hier offenbaren sich z.T. nervige, unnötige Schwächen! So ist es z.B. absolut unabhängig davon, wie weit man seine eigenen Fähigkeiten ausgebaut hat, der Erfolg beim Handwerkern, Sammeln, usw. in jedem Fall immer zufallsabhängig. Manchmal habt ihr Glück, manchmal halt nicht. So artet das solide Handwerkerleben in eine Art Glückspiel aus, das nicht nur ein wahrer Zeitfresser ist, sondern auch mit selbiger extrem nervig wird, denn wenn beim Versuch seinen Beruf auszuüben in 9 von 10 Fällen das Ergebnis lautet "hat nicht geklappt", wird der Gedanke "ich geb auf" im Oberstübchen durchaus sehr präsent. Als Tipp für Naturen mit einem etwas dünnen Nervenkostüm: Stellt euch eine große Kanne Beruhigungstee bereit - das soll angeblich helfen können.
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Wahrlich Zeitverschlingend sind auch die teils sehr, sehr langen Laufwege, da eure Helden nicht gerade Aspiranten auf das Erlangen eines 100-Meter-Sprint Weltrekords sind. Es gibt zwar nette Stores im Spiel, die verschiedene Transportmittel anpreisen, nur leider lassen sich diese noch nicht nutzen bzw. es wird nur angezeigt, dass "betreffende Händler fahrbare Untersätze "demnächst verfügbar haben werden". Was bleibt also, wenn der motorisierte, tierische oder sonstige Fortschritt fehlt? Genau, ihr begebt euch zu Fuß an den Ort eurer Wünsche. Doch aufgemerkt und aufgehorcht: In Final Fantasy XIV ist das Entdecken neuer Areale, für die ihr nicht vorgesehen seid (Stichwort Charakterstufe), mehr als nur gefährlich. Nicht selten steht ihr großen Monstern gegenüber, welche das Erfahrungslevel eures Alter-Egos bei Weitem übersteigen und selbst wenn ihr ambitioniert in den Kampf schreitet, habt ihr trotz allem nicht den Hauch einer Chance.
Grafik ist alles ...
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Eines muss man Final Fantasy XIV lassen: Es sieht wirklich bombastisch gut aus! Dabei spielt es absolut keine Rolle ob ihr euch der Umgebungsgrafik vereinnahmen lasst oder euren Charakter sowie die im Spiel befindlichen NPC's, Monster, Händler, usw. betrachtet. Hier wurde dem Detail sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und das saugt das verwöhnte Zocker-Auge auf wie ein trockener Schwamm das Wasser. Klingt nach einer Lobeshymne an die Optik? Auf jeden Fall, wobei wir auch ganz klar sagen: Wer suchet, der findet auch in einem solchen gigantischen Grafikmehr die ein oder andere schwache Textur, ein kleines Clipping, ein vereinzeltes Pop-Up, usw. Die Frage ist immer, in welchem Verhältnis - gemessen der gesamten Darbietung - diese Fehler/Fehlerchen auftreten. Und in diesem Fall können wir bescheinigen, dass im Großen und Ganzen die Optik der größte, wenn nicht gar der gravierendste Pluspunkt des Titels ist, denn das Aussehen ist wirklich fantastisch. Tja ... Wenn, ja wenn da nicht die immense Hardware-Anforderung im krassen Gegensatz stünden. Wer sich von euch blind auf die Packungsangaben verlässt, wird leider nicht die ganze Pracht bzw. auch große Teile dessen nicht wirklich genießen können. Zumindest im Bezug auf die Grafikkarte reicht die - lt. Cover-Rückseite - angegebene NVIDIA GeForce GTX 460 nicht unbedingt aus. So sollte es zumindest eine übertaktete Version sein, denn ansonsten kann es passieren, dass ihr die eine oder andere Einstellung deutlich herunterschrauben müsst oder ihr arrangiert euch mit diversen, scheußlichen Ruckeleinlagen.
