Dieser Klassiker gehört zu den 2D Perlen der RPG-Geschichte. Wer FF VI noch nicht kennt, sollte es jetzt nachholen!
Die GBA Umsetzung
Final Fantasy 6 Advance
Auch wenn verwöhnte GBA Spieler nun die Nase etwas rümpfen werden, so muss man zugeben, dass FF VI ein durchwegs gelungenes Rollenspiel geworden ist, das auch bezogen auf die Präsentation. Auf dem Super Nintendo gehörte dieser Titel noch zu den besten Spielen seiner Art. Auffällig wird dies aber erst im Verlauf des Abenteuers, wenn man immer mehr in den Bann der spannenden Geschichte gezogen wird. Immer hübschere Ansiedlungen mit vielen kleinen Details, umfangreichen Inneneinrichtungen und sich teils bewegende Objekte sorgen für einen optischen Augenschmaus. Ganz klar, man merkt dem Leveldesign das Alter an, denn heutige Spiele zeichnen sich durch eine etwas andersartige Gestaltung aus. An ein "Golden Sun" kommt auch dieser wohl letzte "Final Fantasy" Ableger für den GameBoy Advance - zumindest in optischer Hinsicht - daher nicht ran, obwohl man letztendlich auch hier ein wenig Finetuning betrieben hat. Aber die Welt hat ihren eigenen Charme und wird vor allem denjenigen Gefallen, die sich gerne mal ein klassisches Rollenspiel anschauen. Unerreicht und bis heute ein wahres Meisterwerk, ist nach wie vor der umfangreiche und sehr eingängige Soundtrack des weltbekannten Komponisten Nobuo Uematsu. Nur leider verschlucken die kleinen Lautsprecher einiges an Klangqualität, so dass ein Kopfhörer für den vollen Genuss empfehlenswert ist.
Final Fantasy 6 Advance
Ähnlich der Umsetzungen des vierten und fünften Teils auf dem GBA ruhte man sich auch beim sechsten Teil nicht auf den Lorbeeren aus. Mit "Final Fantasy VI Advance" steht eine etwas erweiterte Variante des SNES-Klassiker in den Händlerregalen. Viele Verbesserungen und Erweiterungen müssen aber mit der Lupe gesucht werden und nur hart gesottene Fans werden alle Feinheiten auch wirklich feststellen. Die umfangreiche Monsterfibel wurden schon angesprochen, fand sich aber auch schon im PSX Ableger wieder. Hinzu kommt eine für den GBA durchaus sinnvolle Schnellspeicher-Funktion. Mittels dieser lässt sich das Spiel fast zu jeder Zeit abspeichern und beenden. Nach erneutem Start wird dieser Spielstand aber gelöscht, so dass ein Erreichen eines Speicherpunktes nach wie vor die bessere Variante ist. Besonders auffällig dürfte für Fans die erstmalige Lokalisierung sein. Die Übersetzer haben dabei gute Arbeit geleistet und die deutschen Texte optimal angepasst. Selbst kleine sprachlichen Feinheiten wie unterschiedliche Sprachformen bzw. Dialekte kann man ausmachen, was den Charakteren zusätzlich Persönlichkeit verleiht. Neuerungen zeigen sich, wie auch schon bei den Vorgängern, auch im Gameplay: Neue Sammlerobjekte sowie neue Dungeons sorgen für einen erweiterten Spielumfang. Rundum wurde auch dieser Klassiker sinnvoll ausgebaut, bietet aber sein ureigenes Spielgefühl.
