Übertrieben inszenierte Klopporgie für Fans der ersten Stunde, aber ob Neulinge hier noch mitkommen?
Atatatatatatatata ... Wata!
Fist of the North Star: Ken's Rage
...so (oder so ähnlich) klingt der berüchtigte Kampfschrei von Kenshiro, wenn er wieder einmal einen Gegner mit seinen fliegenden Fäusten vermöbelt, womit das grundlegende Spielprinzip damit eigentlich schon erklärt ist. Spieler, die mit der Dynasty Warriors Reihe vertraut sind, bekommen einen weiteren Massenklopper aus dem Hause Omega Force geboten, in dem schneller 100 Gegner das Zeitliche segnen als man "You're already dead" sagen kann. Linear verlaufend prügelt man sich in bester Buttonmashing-Manier durch verschiedene Areale und muss die heranrollenden Feinde zerlegen, bevor man sich durch den nächsten Abschnitt fighten darf. Dabei kommen mitunter diverse Gegenstände wie zufällig in der Gegend herumliegende Raketen oder gigantische Stahlträger um Einsatz, mit denen man einen ordentlichen Ommensalat zubereiten kann. Ab und an steigt Kenshiro auch auf ein Motorrad oder man kann als Raoh zu Pferd durch die Lande ziehen, um für Angst und Schrecken zu sorgen. Am Ende jeden Levels erwartet den Spieler natürlich ein adäquater Endboss, welchen es mittels Kombos, Spezialattacken und übertrieben inszenierten Finisher-Moves zu besiegen gilt. Um im Verlauf der blutigen Prügelarie noch mächtiger zu werden sollte man zudem keinen Kampf scheuen, da die verprügelten Gegner Karmapunkte fallen lassen, mit deren Hilfe der Charakter aufgewertet werden kann. So erlernt man im Nu neue Moves und Kombos oder verbessert die Stärke der eigenen Spielfigur, um noch effektiver gegen die fiesen Zeitgenossen vorzugehen. Durch das Aufwertungsprinzip macht es zudem doppelt Spaß reihenweise Steroid-Punks zur Hölle zu schicken, da man somit weiter aufsteigt und den Horden des Bösen zeigen kann wo der Frosch die Locken hat.
Fist of the North Star: Ken's Rage
Fist of the North Star bietet den Spielern generell eine ordentliche Portion verschiedener Spielmodi. Zum einen wäre da der bereits erwähnte "Legenden"-Modus, welcher uns die Anfänge der Serie neu erleben lässt, gefolgt vom "Dream"-Mode, der eine komplett neue Geschichte erzählt. In diesem zweiten Storymodus treten die vier "Hokuto-Brüder" gegen die Nanto Armee an, wobei die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird - je nachdem welche der Spielfiguren man anfangs auswählt. Schlägt man sich tapfer und beendet diesen Modus mit möglichst vielen Charakteren, so kann man dadurch weitere bekannte Kämpfer frei schalten, um sich mit ihnen durch die Gegnerhorden zu pflügen. Wirklich ausgefallen oder neu ist das Gameplay natürlich nicht, doch Freunde von ordentlichen Kloppereien kommen sicherlich auf ihre Kosten, auch wenn man keine Geschwindigkeitsorgie wie in God of War oder Bayonetta erwarten sollte. Im Vergleich zu ihren Kämpferkollegen bewegen sich Kenshiro & Co. leider äußerst träge und schwerfällig, so dass die Moves manchmal anmuten, als würden sie in Zeitlupe ausgeführt.
Fist of the North Star: Ken's Rage
Abgerundet wird das Angebot durch den "Challenge"- und den "Tutorial"-Modus, wobei letztgenannter selbsterklärend sein dürfte und euch die verschiedenen Techniken von Kenshiro (Hokuto-Kampfstil), Rei (Nanto-Style) und Mamiya (Einzigartiger Stil) näher bringt. Der "Challenge"-Modus hingegen stellt euch Welle um Welle an Gegnern gegenüber, die es zu besiegen gilt, so dass ihr den vier Hokuto-Kandidaten, den sechs Nanto Seiken oder anderen Gegnern gegenübertreten könnt. Eine Art "Survival"-Modus sozusagen. Manche dieser Modi sind jedoch nicht von Beginn an verfügbar und werden im Verlauf der 13 Level des "Legenden"-Modus frei geschaltet. Leider Gottes wurde auf einen kooperativen Online-Modus verzichtet, weswegen man nur lokal mit einem Freund auf der heimischen Couch die Schädel der Gegner zertrümmern kann. Überhaupt bietet Fist of the North Star keinerlei Online-Modi oder Bestenlisten, was zugegebener Weise etwas schade ist.
