Flower beeindruckt durch einen ganz eigenen Stil, der zur Abwechslung Entspannung statt Spannung und Action bietet.
Flower
In grafischer Hinsicht überzeugt flower primär durch seine schier unendliche Weitsicht, mit der ihr ab einer gewissen Höhe beinahe die kompletten Level überblicken könnt. Doch selbst im Sturzflug sind keinerlei Pop-Ups erkennbar, Bildeinbrüche werdet ihr vergebens suchen. Gut so, denn alles andere hätte dem Spielverlauf unnötig geschadet und flower einen Teil seiner Begeisterung genommen. Ganz im Gegenteil: Nie waren Grünflächen schöner, nie hat Natur so gut ausgesehen! Wenn ihr euch mit bunten Blüten durch die Grashalme bewegt, der untergehenden Sonne entgegen, dann sind auch vereinzelte Kameraprobleme in engeren Passagen schnell vergessen. Auch weil sie das Spielerlebnis nur minimal und sporadisch beeinflussen.
Quelle: Thatgamecompany
Flower
Menschliche Stimmen hört ihr im gesamten Spiel kein einziges Mal, einzig und allein die musikalische Untermalung aus der Feder von Austin Wintory sorgt für die Beschäftigung eurer Lautsprecherboxen. Auch hier hat man sich keinen Fehler geleistet, passen sich die unterschiedlichen Stücke doch immer perfekt ins Geschehen ein, erzeugen bei düsteren Passagen entsprechende Moll-Klänge und gewähren dem eigenen Ohr in rasanteren Abläufen auch schnellere Klavier- und Streicherstücke. Eine Besonderheit stellen zudem die Blumen dar, denn immer wenn ihr diese aufgehen lasst, ertönen einzelne Musiktöne, die - sofern ihr die Blumenbahnen vernünftig absolviert - für ganz eigene musikalische Werke sorgen. Das Highlight bildet allerdings der Bewegungsantrieb des Spiels, der nicht zu sehende aber doch ungemein wichtige Faktor: Der Wind. Bei einem vorhandenen Sound-System könnt ihr förmlich spüren, wie dieser durch eure eigenen vier Wände jagt.
Viele Blüten, nur ein Spieler
Quelle: Thatgamecompany
Flower
Doch was erwartet einen, nachdem er flower in gut drei bis vier Stunden durchgespielt hat? Wenn die Natur wieder die Oberhand gewonnen hat, die Stadt gereinigt ist und ihr die Credits in einer etwas anderen Form als üblich auf dem Bildschirm durch"spielt"? Einen Multiplayer in irgendeiner Form gibt es in flower nicht, außer neuen Levels wird im Verlauf des Spiels auch nichts freigeschaltet. Entdecker werden dennoch befriedigt, denn in jedem einzelnen Level gilt es, drei geheime Blumen zu finden. Diese sind entweder gut versteckt oder müssen erst durch Lösen verschiedener Aufgaben (die ihr allerdings selbst herausfinden müsst) sichtbar gemacht werden. Diese Aufgaben können zum einen die sein, alle Blumen in einem Gebiet aufgehen zu lassen oder aber spezielle Mechanismen zu aktivieren. Bis dahin und auch dank dem Support von PS3-Trophies, die euch ebenfalls verschiedene Aktionen abfordern, dürftet ihr deutlich länger an dem Titel sitzen, auch weil es immer wieder Spaß macht, sich in den Welten von flower zu verlieren.
