Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest im Gamezone-Test

Der Ausflug in die DS-Karibik ist optisch reizvoll, leider mangelt es aber an spielerischer Abwechslung.
Alexander Winkel
Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest

Abschließende technische Worte

Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest Eines muss man den Entwicklern aber definitiv gestehen, die Karibik haben sie auf dem Nintendo DS sehr schön ausgearbeitet. Am Strand rauschen die Wellen über den Sand, in den Kerkern sorgt schummriges Licht für eine beängstigende Stimmung und die Städte wie auch der Dschungel wurde mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt. Auch wenn zum Teil der Nebel und einige Wolken sehr pixellastig wirken, gefallen die unterschiedlichen Welten. Eher weniger lobenswert sind die Charaktermodelle ausgefallen. Mit Mühen kann man evtl. Johnny Depp als Jack Sparrow noch erkennen, bei Will Turner gespielt von Orlando Bloom gehört schon eine gewisse Portion Fantasie hinzu. Gelungen ist immerhin die Haltung von Jack und seine eher betrunkenen Gangart. Die Feinde dagegen wirken sehr unbeholfen und dank magerer Animationen gleichen sie eher einem Robotter, als dass sie lebendig wirken. Musikalisch bekommt man orchestralen Sountrack auf die Ohren, welcher dem Film entnommen scheint - dabei wechseln sich bekannte Melodien mit stimmigen Kompositionen ab. Nervtötend dagegen schallt das Kreischen und Gurgeln besiegter Gegner aus den kleinen Boxen und man muss sich auch sonst mit eher schwachen Soundeffekten zufrieden geben. Völlig verzichten müsst ihr aber definitiv auf eine Sprachausgabe, diese schaffte es nicht auf das kleine Modul, während die PSP zumindest in schlechter Qualität damit noch dienen kann.

Meinung
  • Avatar Alexander Winkel Autor Karibisches Flair und Piratenabenteuer - das verspricht zwar eine durchaus interessante Geschichte zu werden, umgesetzt auf dem Nintendo DS verliert "Fluch der Karibik 2" aber seinen Reiz. Der exzentrische Käpt'n Jack Sparrow ist zwar nach wie vor für einen guten Spruch zu haben, aber auch ihm geht alsbald die Puste aus. Die Entwickler scheinen leider vom Kurs abgekommen zu sein, da sich schon nach wenigen Spielminuten ein recht eintöniges Spielvergnügen einstellt. Das Gameplay erinnert stark an Klassiker wie Final Fight, Double Dragon oder Street of Rage - sieht man vom karibischen Flair, den Waffen und der Piratenkluft mal ab. Dank eines schwachen Kampfsystems, dem ständigen Zwang auf Prügeleinlagen und kaum einer Abwechslung in Form von Rätseln verliert der Titel aber sehr schnell an Tiefgang. Eigentlich schade, denn die Ambiente kann durchaus überzeugen und bietet ein optisch ansprechendes Spiel.

    Im Vergleich mit der PSP-Version sorgen mehrere Charaktere und Minispiele, sowie ein netter Mehrspielermodus für Abwechslung, spielerisch bietet aber der Ableger auf Sonys Handheld dank eines "Prince of Persia" ähnlichem Gameplays und damit verbundenen Rätseln wie auch Klettereinlagen deutlich mehr. Im Gegenzug belächelt die DS-Version aber die Umsetzung der Sony-Variante, welche durch viele kritische Probleme den Spielspaß deutlich mindert! Beide Spiele können aber nicht wirklich überzeugen, von daher können wir auch keine direkte Empfehlung aussprechen - wer aber dennoch nicht auf den Fluch verzichten möchte, sollte die Spielinhalte vergleichen und abwägen, welches Gameplay im eher zusagen wird.

Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest (NDS)

Wertung:

6.2/10
Pro & Contra
Die karibische Welt wurde recht ansprechend modelliertabwechslungsreiche Weltennette Minispieleschöner Soundtrack
Eintöniges Gameplayschwaches Kampfsystemschlechte Animationen der CharaktereMehrspielermodus nur mit zwei Modulen

Artikel teilen

Reddit

Facebook

WhatsApp

e_gz_ArticlePage_Default