Wäre es nicht cool, reich zu sein und den ganzen Tag damit verbringen zu können sich in teuren Superschlitten unter der Sonne Colorados mit den anderen reichen Jungs und Mädchen Rennen zu liefern, während man coole Musik hört und es sich einfach gut gehen lässt? Klar, wäre das cool, aber da keiner von uns 50 Supercars in der Garage stehen hat und wir auf ganz konventionelle Art und Weise unser täglich Brot verdienen müssen, gibt es Forza Horizon! Wir haben die schwere Aufgabe übernommen und uns in die teuersten Autos der Welt gesetzt, um zu checken wie cool die Welt voller Luxusschlitten und ausschließlich junger Menschen wirklich ist.
Die Autos, die Clubs, die Musik und die KI
Quelle: Microsoft
Forza Horizon (23)
Die Autoauswahl in Forza Horizon hält viele bereits aus FM4 bekannte Schlitten bereit, allerdings mit dem Fokus auf die edleren und teureren Sportwagen. Familienkutschen und Alltagsfahrzeuge findet man eher weniger, es sei denn die mit Kultstatus, wie den alten VW Käfer oder den Mini Cooper. Richtig klassische Oldtimer gibt es ebenfalls, die findet man aber weniger im Autohaus als viel mehr in den Scheunen. Ab und zu nämlich bekommt man im Radio den Hinweis, wo in der Nähe ein sogenannter Scheunenfund gesichtet wurde. Auf der Map wird sodann ein großer Kreis eingezeichnet, innerhalb dessen sich dieser finden lässt. Doch erst einmal aufgestöbert, kann man diese geschichtsträchtigen Autos nicht gleich benutzen, sie müssen erst in der Werkstatt restauriert werden und stehen uns dann zur Verfügung. Spieler der Forza Motorsport-Titel auf der Xbox 360 wird es zudem freuen, dass sie bis zu acht Fahrzeuge als Treuebelohnung erhalten, je nachdem wie viele Spielstände Forza Horizon auf der Festplatte findet. Und weil die Frage nach Forza Motorsport 4 unweigerlich aufkommen muss: Nein, es gibt keinen Porsche in Forza Horizon, lediglich RUF ist wieder mit einer Auswahl vertreten.
Quelle: Microsoft
Forza Horizon (17)
Unbedingt noch erwähnen muss man die drei Radiosender im Spiel. Jeder wartet mit einer Tracklist von 22 und mehr Songs auf und bietet natürlich einen eigenen Sprecher. Neben belanglosen aber durchaus auch witzigen Sprüchen und Berichten zu aktuellen Ereignissen bezüglich des Festivals bieten die Radiosender auch interaktive Elemente. So gibt es Interviews mit den aktuellen Rivalen und auch der Spieler selbst wird im Radio erwähnt, und zwar immer als "der Namenlose", worüber sogar Witze gerissen werden. Bleibt man zu lange auf einem Sender, kann es auch schon mal passieren, dass der Moderator meint, dass er nun mal ein Lied aus der Playlist der anderen spielt. In diesem Zusammenhang bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ein Bug oder Absicht ist, dass die Sender zu Beginn eines Rennens manchmal von alleine wechseln. Eben war man noch auf "Horizon Bass", zum Start des Rennens ist man dann bei "Horizon Rocks". Es kann nämlich durchaus sein, dass die Entwickler für bestimmte Rennen bestimmte Sender bevorzugten, wobei ich mir aber nicht sicher bin.
Quelle: Microsoft
Forza Horizon (15)
Worüber wir noch gar nicht gesprochen haben, was aber sehr wichtig ist, ist die Fahrphysik und die Gegner KI. So viel Forza DNA auch in Horizon steckt, so unterschiedlich ist doch die Fahrphysik ausgefallen. Die Autos, selbst die superstarken Boliden, lassen sich deutlich leichter unter Kontrolle halten als in Forza Motorsport. Es ist auch viel leichter möglich sie kontrolliert durch die Kurven driften zu lassen, so wie es auch viel schneller geschieht, dass man sie aufs Dach legt, da sie deutlich sprungfreudiger sind. Das macht auch durchaus Sinn, denn Horizon legt es ja auf eine riskante Fahrweise an, da hätte man mit der Forza Motorsport Physik ernsthafte Probleme. Einfach ausgedrückt, das Fahrgefühl tendiert deutlich in Richtung Arcade, trotzdem aber fährt sich ein F50 nicht wie eine Dodge Viper. Die Gegner KI ist recht Spieler-freundlich ausgefallen und "leidet" auch unter einem ausgeprägten Gummibandeffekt. Besonders bis zum mittleren der vier Schwierigkeitsgrade sollte man keine Probleme haben fast jedes Rennen auf Anhieb zu gewinnen, insofern man nicht im komplett falschen Auto sitzt. Erst auf "Schwer" oder "Wahnsinnig" muss man sich anstrengen um gegen die KI-Fahrer bestehen zu können und der Gummibandeffekt beginnt sich zu relativieren, insofern, als es dann durchaus auch mal einen Fahrer gibt, der es schafft sich vorne abzusetzen.
