Forza 3 ist wie eine kühle Blonde; die schlichte Präsentation steht dem spielerischen Tiefgang gegenüber.
Forza Motorsport 3
Während man bei den gewerteten Rennen grundsätzlich mit aktivierten Kollisionen und frei wählbaren Fahrhilfen an den Start geht, kann man in einer privaten Session wirklich alles haarklein selbst bestimmen. Hier finden wir auch die etwas abgefahreneren Spielvarianten wie das Katz & Maus-Spiel. Insgesamt vier Bildschirme voller Optionen sind es die uns wahrlich alles bestimmen lassen das von Belang ist. So können wir die verwendeten Fahrzeuge nicht nur nach ihrer Klasse bestimmen, es ist auch möglich den Leistungsindex einzugrenzen sowie die Antriebsart festzulegen.
Auch online greift das System aus Fahrer- und Autolevel, wir nutzen unsere offline gewonnene Erfahrung also auch online, und umgekehrt. Trotzdem gibt es nach wie vor das spezielle Online-Ranking, welches uns als Anfänger, Amateur oder Profi ausweist und dem Matchmaking-System dabei hilft möglichst gleichstarke Fahrer zusammen zu führen.
Der Online-Shop
Schon in Forza 2 gab es das Online-Auktionshaus, in dem man andere Autos ersteigern ebenso wie man seine eigenen Gefährte zum Verkauf anbieten konnte. Das gibt's nun wieder, aber in extrem erweiterter Form. Denn nun ist es nicht nur möglich komplette Fahrzeuge online einzustellen, wir können auch unsere Replays, Screenshots, Fahrzeug-Designs oder Tuning-Setups anbieten oder fremde kaufen. Von den Fahrzeugen selbst abgesehen können wir zudem bestimmen ob das Angebotene einmal, mehrfach oder unendlich oft verkauft werden kann, so dass man seinen Designs eine gewisse Exklusivität verpassen kann.
Achievements
Ja, es ist böse, aber derjenige, der für die Vergabe der Achievements von Forza Motorsport 3 zuständig war, soll sich bitte einen anderen Job suchen. Nur selten habe ich eine dermaßen fantasielose Verteilung der Belohnungen in einem Xbox-Spiel gesehen. Die weit überwiegende Mehrheit der Achievements bekommt man für das erreichen der jeweiligen Fahrerlevel von 1 bis 50, was ja noch einen gewissen Sinn macht, sowie für das Erreichen der fünf Autolevel, was überhaupt keinen Sinn macht, da man jedes Auto bis auf 5 leveln kann und man die entsprechenden Achievements bereits beim ersten Auto erhält mit dem man das schafft, was keine Kunst ist. Drei Rennen gefahren schon ist das Auto auf Level 5. Und wem das noch nicht langweilig genug ist, der bekommt alle virtuellen Jahre ein Achievements für das beenden der letzten Saison, gähn. Nur ganz wenige Belohnungen erhält man für sinnvolle Dinge, dann meist aber schon viel zu früh. Das aller erste Achievement kassiert man beispielsweise schon in der ersten Testrunde vor(!) der Karriere, nämlich am Buckel direkt nach dem Start wo man zwangsläufig den ersten Sprung vollführt.
