Frostpunk 2: Die 11 Bit Studios schnappen sich die guten Ideen von Anno 1800
Special
Frostpunk 2 will Aufbauherzen im Eissturm erobern. Wir durften erstmals in die Kampagne des City-Builders spielen und waren überrascht. Hier steckt eine ganze Menge Rollenspiel und Anno 1800 drin!
Stellt den Glühwein heiß und packt die Wintermütze ein, es wird frostig im Juli! Die Menschheit steht schließlich kurz vor einem Whiteout. Also wir meinen natürlich die Menschheit des Jahres 1916 in der Parallelwelt von Frostpunk 2. Die 11 Bit Studios sind in den letzten Zügen für das Sequel eines der beliebtesten Aufbauspiele.
Schon im April durften Vorbesteller bereits in eine erste Beta des Utopia-Spielmodus starten. Der bildet gewissermaßen das Endlosspiel in Frostpunk 2 (jetzt kaufen 58,05 € / 38,24 € ) ab, das dieses Mal schon von Beginn an mit dabei ist. Allerdings fehlten dort noch einige Spielelemente. Wir wurden nun von den 11 Bit Studios nach Warschau eingeladen und durften neben voll beladenen Tellern mit Pierogi einen ersten Blick in die Kampagne des Spiels werfen und waren überrascht: Hier steckt eine ganze Menge Rollenspiel und Anno 1800 drin!
Zurück in New London
Wer Frostpunk kennt, der weiß: Im Gegensatz zu anderen City-Buildern, wie Anno 1800 oder Manor Lords, spielt die Story in der eiskalten Reihe eine sehr wichtige Rolle. Im Vorgänger war es lange Zeit sogar nur der einzige Spielmodus, in dem man in Frostpunk antreten durfte. Dort ging es dann auch knallhart zur Sache und es mussten schwierige Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt getroffen werden.
Der Nachfolger setzt im wahrsten Sinne des Wortes genau dort an, denn wir spielen mit New London die Stadt weiter, mit der wir bereits im ersten Teil ums Überleben gekämpft haben. 30 Jahre sind vergangen und aus der Ansammlung von Baracken, die sich in einem geschützten Krater um einen übergroßen Kohleofen gedrängt haben, ist Jahrzehnte später eine pulsierende Stadt geworden.
Quelle: 11 Bit Studios
Der Krater platzt aus allen Nähten und die Stadt streckt ihre Finger ins Umland. Doch es ist nicht alles so rosig und imposant, wie es aussieht. Im Gegenteil: New London steht kurz vor dem Kollaps. Es leben zu viele Leute in der Stadt. Das hat dazu geführt, dass die Vorräte für Kohle und Nahrung zur Neige gehen. Obendrauf hat der alte Captain (also wir aus Frostpunk 1) den Löffel abgegeben und die Stadt ist führungslos.
Vor seinem Ableben hat er uns zwar zum neuen Captain ernannt, doch sind damit nicht unbedingt alle zufrieden. Die Menschen in New London verlangen mehr Mitspracherecht. Mit eiserner Hand und im Alleingang können wir also in absehbarer Zeit nicht mehr regieren.
Ein Berg an Problemen
Frostpunk 2 stellt uns daher bereits zu Spielbeginn vor einen ganzen Berg an Problemen, die wir schnellstmöglich lösen müssen. Drehen wir nur Däumchen, fangen die Einwohner an zu rebellieren und schmeißen uns irgendwann raus. Also, schnell ans Werk.
Quelle: 11 Bit Studios
Für neue Wohnhäuser treiben wir die Ausbreitung der Stadt voran. Um mehr Bauland freizumachen, müssen wir erst das Eis aufbrechen. Das verlangt Arbeitskraft, eine der wichtigsten Währungen im Spiel. Ähnlich wie in Anno 1800 haben wir nur eine bestimmte Anzahl an Arbeitskräften in der Stadt. Arbeiten wie das Frostbreaking belegen Arbeitskräfte temporär, Arbeitsstätten binden sie dauerhaft.
Wir müssen also immer schauen, genügend Leute in der Stadt zu haben. Fehlen uns nämlich Leute, bleibt uns nichts anderes übrig, als Betriebe stillzulegen und so Arbeiter freizumachen. Ansonsten können wir keine Arbeiten ausführen oder neue Betriebe bauen.
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Für Kohle und Nahrung ist ebenfalls relativ flott gesorgt. Im Umland der Stadt gibt es noch etwas fruchtbares Land und ein paar letzte Kohleflöze. Letztere gehen aber auch bereits bedrohlich zur Neige, also müssen bald Alternativen her. So können wir versuchen, die Kohle so lange wie möglich zu strecken, oder wir treiben die Forschung für dieses ominöse Öl voran, das gerade in aller Munde ist.
Wie auch immer wir uns entscheiden, kommen wir nicht drumherum, das Umland auf der Suche nach neuen Energiequellen zu erkunden. Haben wir eine Stelle gefunden, leiht sich Frostpunk 2 tatsächlich noch eine Mechanik aus dem beliebten Anno. Wir müssen nämlich Außenposten errichten, um die Rohstoffquellen zu erschließen.
