Game of Thrones: Episode 4 - Sons of Winter im Test: Es nimmt Fahrt auf

Test Alexander Winkel
Game of Thrones: Episode 4 - Sons of Winter im Test: Es nimmt Fahrt auf
Quelle: Telltale Games

Das gefährliche Spiel um den eisernen Thron, durchzogen von Habgier und Intrigen, geht im TV weiter. Millionen Zuschauer sind begeistert aber auch Telltale Games liefert wieder Nachschub für Fans. Sons of Winter zieht den Spannungsbogen wieder etwas an und bereitet langsam, aber sicher den finalen Showdown vor. Die Serie wird auf jeden Fall wieder besser!

Auch die vierte Episode von Game of Thrones ist wieder gesplittet in zahlreiche Schauplätze und Charaktere, die zumeist aus dem Hause Forrester kommen oder eine innige Beziehung zu der Familie hält. Wir springen von Königmund zum Sitz der Forresters, besuchen erstmals die Burg der Whitehills und begeben uns ins Ungewisse hinter der Mauer, den fremden, verschneiten Landen des Nordens, in denen die Wildlinge hausen.

Aber auch Meereen spielt nun zunehmend eine Rolle. Asher Forester, die wohl farbloseste Figur bisher, setzt seinen kühnen Plan tatsächlich um und erbittet von der Mutter der Drachen Hilfe für seine Familie. Daenerys Targaryen ist aber zunächst mit der Eroberung der Sklavenstadt beschäftigt. Somit lässt sich die Geschichte zeitlich recht gut einordnen und all diejenigen, die bereits die vierte Staffel des HBO Hits gesehen haben, müssen sich nicht vor Spoilern fürchten, wenn sie sich an dieses Spiel wagen.

Dieser Weg wird kein leichter sein
Ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Quelle: Telltale Games Ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Die schwierigste Person scheint nach und nach die zierliche Mirra Forrester zu werden. Mittlerweile ist es extrem schwierig, zwischen der Freundschaft mit Kammerdienerin Sara und dem Verhältnis zu Lady Margaery einen Weg zu finden, sein Gewissen mit den Entscheidungen in Einklang zu bringen und dabei der eigenen Familie einen Vorteil zu verschaffen. Wie man auch das Problem anpackt und mit den hohen Lords verhandelt, immer scheint die gute Dame in ein Fettnäpfchen zu treten und den einen oder anderen schlichtweg zu enttäuschen. In Königmund werden Intrigen gesponnen und ausgetragen, das bekommt man in dieser Episode wahrlich deutlich zu spüren und selbst eine langweilige Feier kann einen unerwarteten Disput bereit halten.

Ihr Bruder Rodrik dagegen stemmt sich mehr schlecht als recht gegen die Übermacht der Feinde, die sich tief das Anwesen der Forresters eingenistet haben. Auf wackeligen Beinen fällt ihm der Schwertkampf nicht leicht, doch sein Mundwerk nimmt an Fahrt auf. Je nach Spielart kann der geschundene Charakter ziemlich bissig werden und bisweilen gut austeilen. Ihm obliegt die schaurigste, aber beste Szene von Sons of Winter. Wir wollen hier nicht zu viel verraten, um euch die Freude am Durchspielen nicht zu nehmen. Nur soviel sei gesagt, dass der zweite Teil der Episode stark an Fahrt aufnimmt und sowohl die Spannung, als auch das Gameplay deutlich prickelnder werden, als in den Episoden davor. Es kommt teils eine extrem beklemmende Stimmung auf und man erkennt frappierende Parallelen zur TV Serie, die ja bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt und seine Zuschauer jederzeit zu schockieren weiß – so auch Telltale Games.

Auf den Spuren von Metal Gear
Die Einnahme der Sklavenstadt kennen Seriengucker aus der vierten Staffel. Quelle: Telltale Games Die Einnahme der Sklavenstadt kennen Seriengucker aus der vierten Staffel. Den Action-Anteil nimmt Gared Tuttle als auch zum Schluss Asher mit Begleiterin Breska ein. Diese unscheinbare Frau aus den fernen Landen offenbart im Gegensatz zu ihrem Partner tiefgründige Facetten. In Meereen frohlocken einige Schleichpassagen, die wirklich gut umgesetzt sind, die Spannung hoch halten und auch eine gewisse Abwechslung zum Spielalltag liefern. Dank der Geschehnisse aus der letzten Episode bleibt dem jungen Gared dagegen nichts anderes übrig, als hinter die Mauer zu fliehen und dem Willen seines Lords nachzugehen. Es gilt den mysteriösen Schauplatz im Norden zu entdecken, was auch immer dort verborgen ist. Doch die Wälder und das ewige Eis bergen Gefahren und so kommt eines zum anderen und wir lösen kämpferisch einige Auseinandersetzung, natürlich mittels bekannter Quick-Time-Events.

Wie gewohnt baut Telltale Games auf Dialoge auf. Diese sind aber zum Glück wieder etwas knackiger geworden. Gerade Rodrik in all seinen Kummer kann sich durchaus gekonnt verbal zur Wehr setzen. Aber auch in Königsmund wird wieder einiges geboten sein. Die Darsteller der TV Serie treten, bis auf die Mutter der Drachen, stark in den Hintergrund und auch der Cliffhanger zum Schluss bietet uns wieder Überraschendes. Die Technik bleibt leider dieselbe und birgt die bekannten Schwächen: Die Grafik ist etwas angestaubt, Lippensynchronität nicht immer gegeben und bisweilen hat das Spiel seine Ladehemmungen.

Meinung

Wertung zu Game of Thrones (PS4)

Wertung:

7.8 /10

Wertung zu Game of Thrones (XBO)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
Der Spannungsbogen steigt endlich wieder an und die Serie wird besser.Hervorragend gesprochene Dialoge.Vor allem für Game of Thrones Fans ein gefundenes Fressen. Alles wirkt wie aus einem Guss und aus der Hand von George R.R. Martin geschaffen.Fügt sich nahtlos und grandios in die Geschehnisse mittlerweile der Staffel 4 von Game of Thrones ein.Wieder mit einem kurzem, aber gutem Cliffhanger.
Wenig Interaktionsmöglichkeiten da Telltale Games nach wie vor auf Dialoge aufbaut.Technische Probleme führen zu Einbrüchen der Framerate, die mitunter sogar QTEs verhindern und Soundprobleme nach sich ziehen.Bis jetzt nur Englische Sprachausgabe und Bildschirmtexte.Wer ein Spiel erwartet, sollte die Finger von lassen. Dies ist eine interaktive Geschichte, mehr aber auch nicht.
Fazit

Durch neue und frische Elemente bekommt die vierte Episode ordentlich Wind in die Segel - weiter so!

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