Game of Thrones: Episode 5 - A Nest of Vipers im Test: Kurz vor dem Höhepunkt
Test
Während HBO Fans mittlerweile wieder am Hungertuch nagen und bereits das kommende Jahr mit der neuen Staffel zu Game of Thrones kaum abwarten können, liefert Telltale Games die mittlerweile fünfte und vorletzte Episode ihrer Erfolgsreihe ab. Nach dieser Episode folgt der Showdown und doch vermittelt uns A Nest of Vipers nur an einigen bestimmten Fronten wirkliche Hochspannung.
Das Überleben des Hauses Forrester wird in A Nest of Vipers gnadenlos auf die Probe gestellt. Mit Rodrik, seiner Schwester und der hohen Mutter halten nur noch wenige die Ehre der Familie in den heimischen Gefilden aufrecht und versuchen vor Ort das traute Heim zu schützen. Die Tage könnten aber nicht düsterer sein, mit Ramsy Snow und seinen Verbündeten, den Whitehills, die dem Hause Forester mehr denn je zusetzen. Telltale Games setzt wieder auf bewährte Muster und liefert tragische, schockierende Moment und spaltet endlich auch mal wieder die Spielergemeinde. Entscheidungen, die weitreichend sind, die Konsequenzen haben und die zumindest auf dem ersten Blick besehen das Geschehen der finalen Episode beeinflussen werden. So kennt man die Entwickler und ihre Geschichtsschreiber und genau das lieben wir an ihren Spielen. Auch Asher in der Fremde hat seinen großen Auftritt. Die Action-Szenen sind grandios umgesetzt, die Dialoge dabei witzig und geistreich und die Kommentare, die man als Spieler seinen Kontrahenten an den Kopf werfen kann, lassen uns schmunzeln.
Quelle: Telltale Games
Game of Thrones: Episode 5 im Test (3)
Derartige Freuden und Spannung lassen aber nicht alle Fronten zu. Mira Forrester blüht in Königsmund nach wie vor nicht auf. Bereits in der letzten Episode mussten wir dies bemängeln. Wie eine Billiard-Kugel lässt sie sich im Spiel um den eisernen Thron zwischen Margaery Tyrell, Tyrion Lannister und Königin Mutter Cersei Lannister hin und her bugsieren und verspielt immer mehr ihre Freundschaft mit der Kammerdame Sara. Mira ist durchaus ein interessanter Charakter, doch entweder haben die vielen Fäden am Königshof zu all den großen Hauptdarsteller ihren Tribut gefordert und lassen einen festen Willen nicht mehr zu, oder aber die Geschichtsschreiber von Telltale Games haben sich gnadenlos verirrt. Es werden keine Akzente gesetzt und nur wenig Fortschritt gemacht, ähnlich wie mit der flüchtigen Krähe Gared Tuttle, der mehr oder weniger erfolglos hinter der Mauer durch den Schnee stapft. Die Begegnung mit der großen Gefahr aus dem Norden stellt einer der Höhepunkt dar, lässt aber wie bei Mira viel, viel Spielraum für die kommende Episode zu. Es wird nur noch eine Episode geben und es fühlt sich nicht so an, als ob die Geschichte diese beiden Charaktere ein Ende findet und diese wirklich eine Rolle im Kampf um das überleben der ehrbaren Forrester spielen.
Quelle: Telltale Games
Game of Thrones: Episode 5 im Test (5)
Manch einer fragt sich, ob die Storyzweige von Mira und Gared nur als Lückenfüller dienen, um den Stars der TV-Serie eine Bühne zu geben. Ob dem so ist, werden wir in der letzten Episode sicherlich noch erfahren. Telltale Games muss aber gewaltig was auf die Beine stellen, um hier ein zufriedenstellendes Finale zu offenbaren. Technisch wird dies sicherlich nicht mehr der Fall werden. Die Optik bleibt auf gewohnten Niveau und liefert zusammen mit den Synchronsprechern ein stimmiges Bild. Die Dialoge mit Roderik und Asher machen auch wirklich viel Spaß, während einGespräch mit Cersei nicht mehr so pfiffig daher kommt wie einst in den ersten Episoden. Die Technik hat aber auch gerne wieder Aussetzer. Sogar in Quick-Time-Events kam es zu Problemen mit Ladehemmungen und somit unverdienten Fehlern. Das ist ärgerlich, wobei die Rücksetzpunkte wie gewohnt human ausfallen und die Tastenfolge bei derartigen Auseinandersetzungen auswendig gelernt werden kann.
