Ghostbusters: Sanctum of Slime im Gamezone-Test

Test Goreminister

Ghostbusters gehört definitiv zu den besseren Lizenzspielen dieses Jahres, nicht nur wegen der bekannten Musik.

Wenn der Schleim (auf den Bildschirmen) zu fließen beginnt

Ghostbusters: Sanctum of Slime Ghostbusters: Sanctum of Slime Grafisch erlaubt sich Ghostbusters: The Videogame keine größeren Fauxpas und gerade das Charakterdesign in den Zwischensequenzen weiß zu gefallen. Die Technik ermöglicht es schließlich die Schauspieler aussehen zu lassen, als wären nicht gerade 20 Jahre ins Land gezogen. So bekommen wir die vier Geisterjäger, sowie weitere bekannte Charaktere wie Janine Melnitz oder eben Walter Peck zu Gesicht, wobei die Gesichter der Protagonisten sehr schön und authentisch modelliert wurden. Darüber hinaus wurde das Hauptquartier (samt Feuerwehrstange) bis ins kleinste Detail nachempfunden und es macht Spaß, sich zwischen den verschiedenen Missionen einfach mal in den "heiligen Hallen" herumzutreiben. Lediglich Sigourney Weaver alias Dana Barrett ist nicht mit von der Partie und wird hier von Alyssa Milano ersetzt, welche in die Rolle der Doktorin Ilyssa Selwyn schlüpft, aber eher eine Nebenrolle bekleidet, da man sich ganz auf die vier Geisterjäger konzentriert.
Innerhalb der Missionen wird ebenfalls für grafische Abwechslung gesorgt indem wir durch eine Menge unterschiedlicher Umgebungen geführt werden. Zwar sind manche Innenräume etwas karg ausgefallen, doch dafür wurden die Protonenpacks äußerst liebevoll und detailreich gestaltet. Damit keine lästige HUD das Gesamtbild ruiniert wurde die verbleibende Lebensenergie in das Pack integriert und kann so jederzeit überwacht werden. Leider kommt es bei zuviel "Theater" auf dem Bildschirm zu geringen Slow-Downs und Rucklern, aber auch in diesem Bereich hat man schon wesentlich schlechteres gesehen. Der heilige, grafische Gral ist Ghostbusters: The Videogame sicherlich nicht, gehört aber unterm Strich zu den besseren Spielen die auf einer Lizenz basieren. Man merkt eben, dass man die Hauptanstrengungen auf die Zwischensequenzen, sowie die Protonenstrahlen gelegt hat, um diese so lebensecht wie möglich zu gestalten. Diese Mission ist den Entwicklern auch hervorragend gelungen, während man in den anderen Belangen ruhig noch "eine Schüppe hätte drauflegen können".

Hört nur, ich glaube ich rieche etwas

Ghostbusters: Sanctum of Slime Ghostbusters: Sanctum of Slime Die Dialoge des Spiels gehören unbestritten zu den besten, die man jemals in einem Lizenz-Videospiel gehört hat, zumal es die Autoren geschafft haben, den Wortwitz der Filme wunderbar in das Spiel einzuflechten. Man beruft sich hierbei nicht bloß auf altbekannte One-Liner, sondern definiert diese mitunter komplett neu. Wenn der Marshmellow-Man auftaucht beteuert Ray zum Beispiel, dass er dieses mal völlig unschuldig ist und auch die Wortgefechte zwischen Venkman und Peck erleben eine Renaissance allererster Güte. Das liegt unter anderem daran, dass die Schauspieler ihren virtuellen Abbildern die Stimme geliehen haben und so bekommen wir neben Bill Murray als Dr. Venkman auch Dan Aykroyd als Ray, Harold Ramis als Egon und Ernie Hudson als Winston zu hören. Die Synchronisation ist somit auf höchstem Niveau angesiedelt und passt wie die Faust aufs Auge. Wer sich bereits die US-Fassung zulegen und nicht bis zum Deutschland-Release im September 2009 warten möchte, der bekommt sogar eine deutsche Audiospur geboten (in den Optionen die englische Sprachausgabe auf "AUS" stellen), kann aber auch die englische Fassung einschalten und bekommt die Originalschauspieler zu Ohren. Die deutsche Audiospur beinhaltet zudem die Original-Synchronsprecher der Geisterjäger, so dass dieser Faktor eine runde Sache ist und man als Käufer der US-Version auf nichts verzichten muss. Es sei aber auch erwähnt, dass die deutschen Synchronsprecher weniger engagiert zu Werke schreiten als ihre amerikanischen Schauspielerkollegen.
Der kultige Ghostbusters-Song von Ray Parker Jr. Darf ebenfalls nicht fehlen und wurde extra für das Spiel neu abgemischt und etwas druckvoller produziert wurde. Doch keine Angst, denn das Thema blieb musikalisch unangetastet und lediglich die Produktion wurde etwas wuchtiger umgesetzt, was durchaus zeitgemäß ist. Angereichter mit den typischen Effekt-Sounds gibt es in diesem Bereich rein gar nichts auszusetzen. Einzig und allein den Ghostbuster-Songs werden eventuell einige unter euch nach Beendigung des Spiels nicht mehr hören können, denn dieser dudelt in jeder Ladepause... Sei es drum...

Vier Freunde sollt ihr sein

Ghostbusters: Sanctum of Slime Ghostbusters: Sanctum of Slime Der Multiplayer-Part ist nicht wirklich revolutionär, bietet aber durchaus vergnügliche Stunden für bis zu vier engagierte Geisterjäger. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Modi, wobei der "Survival"-Mode ähnlich wie der Horde-Modus bei Gears of War 2 funktioniert. Eine Welle Geister nach der anderen muss eliminiert werden, wobei das Spektakel nach 10 Runden bereits überstanden ist. Der "Containment"-Mode hingegen stellt euch die Aufgabe, eine möglichst große Anzahl an Geistern innerhalb eines gewissen Zeitlimits zu fangen und verhält sich ähnlich wie der "Slime Dunk" Mode. Hierbei müssen möglichst viele Slimer in große Fallen gelockt werden, wobei alle Spieler gegeneinander antreten und derjenige gewinnt, welcher am meisten "Dunks" hinlegen konnte. Der "Destruction"-Mode verlangt eben solches von euch, denn hierbei gilt es möglichst viele verfluchte Objekte als auch die darin eingeschlossenen Geister zu zerstören, bzw. dingfest zu machen. PKE Disruptoren müsst ihr in "Protection" beschützen, denn während diese errichtet werden, attackieren die Finsterlinge aus der Geisterwelt und wollen verhindern, dass diese gebaut werden. Kann das Team die Geister lange genug aufhalten und insgesamt drei PKE Disruptoren aufstellen gewinnt man. Der letzte Modus im Bunde ist der "Thief"-Mode. Diebische Geister schlagen hierbei zu und wollen magische Artefakte stibitzen. Natürlich muss dies verhindert werden, doch schaffen es die Geisterjäger nicht die Gegenstände über einen gewissen Zeitraum zu verteidigen, dann verlieren sie.
Wie gesagt ist der Multiplayer nicht sonderlich revolutionär, bietet aber die ein oder andere vergnügte Stunde, wobei sich der Spieler nicht über großartige Performance-Probleme beschweren kann.

"Wir kamen, wir sahen, wir traten ihm in den Arsch."

Meinung

Wertung zu Ghostbusters: Sanctum of Slime (X360)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Ghostbusters-Feeling gut getroffenGut animierte Charaktere und liebevoll gestaltete ProtonenpacksAusgezeichnete Synchronisation mit OriginalsprechernKlassischer Soundtrack mit Ghostbusters Sound FXInoffizieller „dritter Film“bzw. gut
Recht linearKurze Spielzeit von max. 8-9 StdSich wiederholendes MissionsdesignLange Ladezeiten (bei einer Installationsgröße von 65 GByte)Kein zwingend umgesetzter Multiplayer
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