Ein sehr monotoner Twin-Stick-Shooter, der die starke Lizenz so gut wie gar nicht ausnutzt.
Nach dem letzten großen Ghostbusters-Spiel für Konsolen und den PC hat sich Atari gedacht, auch ein etwas "kleineres" Download-Spiel zu veröffentlichen. Ob es sich dabei nur um ein harmloses Lizenz-Spiel, ein Totalausfall oder einen Blockbuster handelt, lest ihr in unserem Test.
Ein Spiel über Praktikanten
Ghostbusters: Sanctum of Slime
Es ist wieder soweit, ein uralter, böser Geist erwacht und bedroht New York City. Da die alte Riege total überarbeitet ist und keine Zeit hat, schickt man vier Azubis oder Praktikanten los, um der Geisterbedrohung entgegen zu treten. Erzählt wird die Geschichte in eigentlich ganz gut gezeichneten Comic-Strips. Die Sprechblasen sind allerdings viel zu winzig und nicht vertont. Die Story ist ohnehin nicht viel wert, also lassen wir das einfach.
Ghostbusters: Sanctum of Slime
Ghostbusters: Sanctum of Slime ist ein klassischer Twin-Stick-Shooter aus der Vogelperspektive, in dem pure Action angesagt ist. Und nein, die Protonenstrahlen lassen sich dummerweise nicht kreuzen, doch dafür kann man schön Geister mit ihnen brutzeln. Neben den bekannten Energiestrahlern steht noch eine Waffe zu Verfügung, die grüne Wellen verschießt, während der dritte Kandidat blaue Energiebälle in Richtung des gemeinen Geistes abgibt. Farblich gekennzeichnete Spukgestalten müssen dann mit der jeweiligen Knarre erledigt werden, keine all zu große Herausforderung. Leider werden die Geister nicht wie gewohnt mit dem Energiestrahl in die Falle befördert. Man muss nur ihre Energieleiste ganz einfach niederballern, das wars. Nur der Bossgegener am Ende eines Levels, der durchaus herausfordernd sein kann, wird in die Geisterfalle befördert. Als Spieler muss jedoch nur einen Knopf drücken, nachdem der Energiebalken abgearbeitet wurde.
Vereinfachte Geisterjagd
Ghostbusters: Sanctum of Slime
Da Ghostbusters als Koop-Spiel für bis zu vier Teilnehmer gedacht ist (off- und online), ist es eigentlich schade, dass man Energie strahlen nicht bündeln muss, um die Geister zu schwächen und sie in Fallen zu befördern, man ballert sich nur stupide durch die Gegnerhorden. Abwechslung ist bei dem Spiel leider nicht gegeben. Man geht in einen Raum, die Türen schließen sich, man ballert fünf Minuten lang auf Geister, danach öffnen sich die Türen, man geht in den nächsten Raum, die Türen schließen sich... Irgendwann ist das Ganze sehr, sehr ermüdend, vor allem weil die Areale extrem nach Baukasten aussehen und fast immer rechteckig aufgebaut sind.
Ghostbusters: Sanctum of Slime
Technisch sieht Ghostbusters: Sanctum of Slime für ein Download-Spiel eigentlich ganz ordentlich aus, da abwechslungsreiche Gebiete vorliegen und die Effekte ebenfalls eine gute Figur machen. Es sieht leider nur oft so aus, also ob die Welten nach dem Copy & Paste-Verfahren entstanden sind. Schlimm sind allerdings die Animationen sämtlicher Charaktere Beim Sound wäre ebenfalls mehr drin gewesen. Im Hauptmenü hört man noch den originalen Ghostbusters-Song, der Rest der Soundkulisse ist minimal. Zudem wurden die Texte nicht vertont. Nichtsdestotrotz, mit anderen Spielern macht der Shooter durchaus Spaß. Alleine sollte man Ghostbusters Sanctum of Slime vergessen, denn die KI ist einfach unterirdisch schlecht. Normalerweise heilen sich die drei Ghostbusters gegenseitig, denn nur wenn alle vier Geisterjäger tot sind, muss man vom Checkpoint neu starten. Gerade das klappt bei der KI leider nicht immer. Vor allem bei Bossfights gilt es, sich die Angriffe einzuprägen, was die KI natürlich überhaupt nicht drauf hat. Und alleine ist es äußerst schwierig, gegen einen Obermotz anzutreten, da man dann meistens beim Wiederbeleben der KI erledigt wird. Der Umfang stimmt allerdings, sechs Stunden müssen eingeplant werden.
