Eine fast schon geniale Spielidee, die wegen der technischen Mängel komplett untergeht.
Global Conflicts: Latin America
'Global Conflicts: Latin America' ist, wie man es von einem Adventure gewohnt ist, voll gestopft mit Texten, die es allesamt zu lesen gilt. Synchronisationen sucht man vergeblich, alle Informationen müssen durch Lesen aufgenommen und verarbeitet wird, was auf Dauer wirklich anstrengend sein kann und sich wahrlich schlecht auf die Atmosphäre auswirkt. Auch vermisst man jegliche Art von Musik, die das Spielgeschehen auflockern oder gar noch intensivieren könnte, lediglich ein paar Umgebungsgeräusche sind zu vernehmen. Leider sind jedoch auch diese weder Qualitativ noch Quantitativ gut umgesetzt worden. Vereinzeltes Vogelgezwitscher, stampfende Fußschritte des Protagonisten und ein paar Verkehrs-Samples reichen heute nicht mehr aus, um einen vom Hocker zu reißen.
Dafür ist die Steuerung erstaunlich simpel und eingängig realisiert worden, sodass man sich gleich zu Beginn eingelebt hat. Bedient wird lediglich mit der linken Maustaste, in der Umgebung kann man sich bei doppeltem Klick schneller Bewegen. Apropos Bewegen: Da jegliche Levels auf feste, oft unglücklich gewählte Kameraperspektiven zurückgreifen, sorgt das Umherlaufen des Öfteren für Ärger beim Spieler. So hängt man an manchen Stellen fest, dank fehlender Übersicht übersieht man manchmal sogar ganze Areale.
