Auch mit dem vierten Teil der GTA-Reihe enttäuscht Rockstar nicht und schreibt erneut Videospielgeschichte.
Nebenjob auf 400€-Basis gefällig?
Grand Theft Auto 4
Neben den Storymissionen gibt es natürlich auch die vielen kleinen Nebentätigkeiten, die immer mal wieder zwischendurch absolviert werden können. Oft werden diese über das Handy oder das Internet aktiviert. So werden Lieferungen bzw. Botengänge erledigt, Wagen für Brucie (einem der witzigsten Charaktere im ganzen Spiel) gestohlen, Checkpoint-Rennen absolviert, Attentate verübt oder Verbrecher gefangen genommen. Letzteres funktioniert übrigens folgendermaßen: In ein Polizeiauto einbrechen, dort den Polizeicomputer hacken und dadurch an Verbrecherinformationen gelangen.
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Noch was zum Thema Polizei: Benehmt ihr euch auffällig und ballert fröhlich umher, werden die Gesetzeshüter schnell auf euch aufmerksam. Abhängig davon, wie hoch euer Fahndungs-Level ist, gehen die Männer in Uniform dementsprechend rabiat zur Sache. Am Ende sind es Spezialeinheiten und Hubschrauber. Ein Entkommen ist äußerst schwierig. Um dies zu bewerkstelligen, müsst ihr zunächst aus dem Suchradius der Polizei entkommen, der auf der Minimap angezeigt wird. Ist dies geschafft, müsst ihr euch eine gewisse Zeit unauffällig verhalten und Polizeistreifen aus dem Weg gehen. Allerdings darf die Karre wieder ins Pay & Spray gefahren werden und dank neuem Lack erkennen euch die Sheriffs nicht mehr. Dennoch kann man beobachten, dass die Polizei insgesamt aggressiver zu Werke geht, jedoch schaut sie bei diversen Delikten auch sehr gerne weg. Ob ihr direkt vor den Augen der Gesetzeshüter eine rote Ampel überfahrt, über den Bürgersteig brettert oder einen Unfall baut, das juckt Freund & Helfer herzlich wenig. Auch wenn ihr einen Streifenwagen mal dezent streift, essen die Polizisten gemütlich ihre Donuts weiter. Wer einen lockeren Abzugsfinger hat und zu viele Leute überfährt, muss jedoch mit einer Verfolgung rechnen, ebenso wenn man an einer Brücke keine die Maut zahlt. Ja, die Welt in Liberty City ist ein klein wenig verkehrt.
Auch das Verbrechen braucht Freizeit
Darüber hinaus könnt ihr mit euren Freunde allerlei Freizeitaktivitäten unternehmen. Entweder ihr geht etwas Essen, besucht einen Strip-Club oder schaut euch eine wirklich witzige Theatervorstellung an. Außerdem könnt ihr selbst Billard, Dart oder Bowling spielen oder an einem Automaten euer Glück versuchen. Die kleinen Minispielchen sind dabei sehr gut umgesetzt und bis man auf die Uhr schaut, hat man schon ein Stündchen beim Billard verbracht.
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Übrigens ist es durchaus wichtig mit Freunden aus zu gehen, denn dadurch steigt eure Sympathie gegenüber den jeweiligen Personen, die euch womöglich neue Nebenverdienste ermöglicht. Und wenn man die Freundin nett ausführt, darf man natürlich auch ran. Bei Prostituierten reicht lediglich etwas Geld und ein stilles Örtchen im Park. Die ganzen Verabredungen geschehen alle über das Handy, doch müsst ihr euch beeilen, denn lasst ihr euch nach einer Zusagen zu viel Zeit, versetzt ihr quasi den Freund und dadurch sinkt euer Ansehen bei ihm wieder. Um schnell zum Ziel zu kommen, könnt ihr auf der Übersichtskarte bequem einen Wegpunkt setzten. Danach wird auf der Minimap der kürzeste Weg angezeigt. Das funktioniert natürlich auch, wenn ihr zu einem Auftraggeben oder zum nächsten Waffenshop fahren möchtet.
Spielplatz Liberty City
Grand Theft Auto 4
Liberty City ist mit seinen vier großen Inseln, die alle an die Stadteile der Großstadt New York angelehnt sind, nicht ganz so groß wie das Spielgebiet von San Andreas. Dennoch gibt es in Liberty City absolut keinen Leerlauf. So ziemlich jede Straße, jede Gasse und jedes Gebäude scheint einzigartig zu sein. Die einzelnen Teile der Stadt unterscheiden sich stark: Von heruntergekommen Ghettos, über Hafengebiete bis hin zu Wolkenkratzern, alles ist dabei. Viele Sehenswürdigkeiten wie die Brooklyn Bridge, das Empire State Building, der Time Square, die Freiheitsstatue oder der JFK Flughafen sind erkennbar, abgesehen davon, dass man die Namen verfremdet hat.
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Die Liebe zum Detail ist bisher unerreicht: Plakate von Filmen, Burgerläden, Zeitungsstände die man umfahren kann, wobei Blätter durch die Luft gewirbelt werden, dampfende Gullydeckel, die vielen Anspielungen auf die Gesellschaft, die Musikbranche, die Filmindustrie, die Detailflut ist derartig hoch, dass man auch noch nach Wochen immer neue Elemente findet. Das Alles hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Auch das Verhalten der Bewohner von Liberty City ist nun glaubwürdiger, wenn auch nicht perfekt. Sie reagieren jetzt viel realistischer auf den Spieler und beschweren sich dementsprechend individuell. Bei Auffahrunfällen steigen sie aus ihrem Wagen und schauen uns böse an, unterhalten sich miteinander, sitzen irgendwo beim Essen, Polizisten jagen irgendwelche Kleinkriminellen, im Stau wird gehupt, die Müllabfuhr entsorgt den Dreck, Liberty City scheint zu pulsieren, auch wenn man manchmal denkt, dass um 2 Uhr Nacht etwas zu viel auf den Straßen los ist, während man am Nachmittag manchmal kaum jemanden zu Gesicht bekommt. Dennoch, Liberty City wirkt nun lebensechter. Dennoch kann man sich an vielen kleinen Dingen immer noch aufhängen, allerdings stellt GTA nun mal nur ein Spiel dar.
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Einfach durch die Stadt fahren, selbst das macht in GTA IV spaß. Früher hat man übrigens nach den bekannten, mehr oder weniger versteckten, Päckchen gesucht. Heute ist das etwas anders. Nun versucht man 200 geflügelte Ratten, also Tauben, aus der Welt zu schaffen, die quasi die gleiche Funktion erfüllen. Die gurrenden Viecher sind, obwohl sie eine leuchtende Aura umgibt, genau so wie bei fallen gelassenen Waffen, recht schwierig zu finden. Ohne Komplettlösung ist die Suche fast schon eine Lebensaufgabe. Wer nur die Storymissionen spielt und hier und da mal einen Nebenjob macht, wird das Spiel in ca. 40 Stunden abgeschlossen haben. Will man wirklich alles erleben, kann man ruhig 60 Stunden und aufwärts einplanen. Bis GTA IV zu 100 Prozent abgeschlossen ist, vergehen Monate. Zu Beginn dürft ihr jedoch nicht gleich alle Stadtteile erkunden. Zunächst sind die Verbindungsbrücken von der Polizei abgesperrt. Theoretisch kann man darüber fahren, doch hat man dann die gesamte Liberty City Police am Hals.
Quelle: Rockstar
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Man muss Rockstar Respekt zollen. Nie wurde eine solch detaillierte, riesige und stimmige Welt erschaffen, die schon pervers viele Möglichkeiten bietet. Allein schon die Möglichkeit, dass man im Internet Klingeltöne für sein Handy laden kann, Obdachlosen einen Dollar zustecken kann und die vielen anderen bereits beschriebenen Kleinigkeiten erkundet, fordert den Forscherdrang förmlich heraus. Die Motivation Liberty City bis in den letzten Winkel zu erkunden, ist immens hoch. Man findet immer einige Ungereimtheiten und klein Fehler, bei denen man jedoch stets ein Auge zu drücken wird, gerade weil das Spiel dennoch so viel Spaß macht. Das Preisleistungsverhältnis ist schon mal mehr als ausreichend.
Quelle: Rockstar
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Ein Thema bei GTA war schon immer der Gewaltgrad und in Teil 4 geht es nicht zimperlicher zur Sache. Es blutet schon recht sichtbar. Die realistische Ragdoll-Physik, das Überfahren der Leute, manchmal bleibt sogar Blut an den Wagen kleben, doch wozu gibt es Wascheinlagen, ziemliche herbe Videosequenzen, in denen den Leuten mitten ins Gesicht geschossen wird, das Spiel ist wahrlich kein Produkt für Kinder. Es ist erstaunlich, dass die USK diesmal nichts zu beanstanden hatte. Früher wäre es ein Problem gewesen, wenn man am Boden windenden Gegnern noch ein Messer reinhaut. Die deutsche Version ist demnach völlig ungeschnitten.
Multi Theft Auto
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Im Gegensatz zu den Konsolenvorgängern bietet uns GTA IV nun einen richtig guten Online-Multiplayer-Modus. Da GTA IV über keinerlei Hauptmenü verfügt, wählt ihr den Mehrspieler direkt aus dem Spiel an, und zwar über das oft erwähnte Handy. Danach könnt ihr euren Charakter ein klein wenig pimpen und schon geht es in die Schlacht. Bis zu 16 Spieler tummeln sich dabei in den Matches, während einige Coop-Missionen mit vier Recken auskommen müssen. Ingesamt haben es so satte 14 Spielmodi ins Spiel geschafft. Neben Deathmatch, Team-Deathmatch, Domination, dem Beschützen von Personen, Autorennen und Co. haben sich die Entwickler von Rockstar auch einige neuartige Modi erdacht: Es werden fröhlich Autos gestohlen oder Bandit und Sheriff gespielt. Ein Team muss zum Beispiel bei Cops & Crooks entkommen, während die andere Partei als Polizei einschreitet.
Grand Theft Auto 4
Der Host entscheidet, wie groß das Spielgebiet ausfallen soll und entscheidet sich für einen Teil von Liberty City. Es ist sogar möglich sich in der kompletten Stadt auszutoben, doch dann kann es schon mal vorkommen, dass man menschliche Spieler nicht so oft trifft. Weitere Einstellungsmöglichkeiten, wie das Zuschalten der Bevölkerung und des Straßenverkehrs, machen den Online-Modus zu einem motivierenden Erlebnis. Call of Duty 4 und Halo 3 haben einen neuen Konkurrenten auf diesem Gebiet bekommen. Wenn sich ein Haufen virtueller Gangster auf den Straßen von Liberty City bekämpft und Wagen reihenweise explodieren, kommt auch im Multiplayer das typische GTA-Feeling auf, gerade weil ihr natürlich auch Autos, Motorräder oder Hubschrauber für eure Zwecke verwendet dürft.
