Bei Spiders, dem Studio hinter Greedfall und Greedfall 2, zieht ein Sturm auf. Wie mehrere Mitarbeiter bestätigten, steht eine größere Entlassungswelle bevor, die vor allem die Animations- und Rigging-Abteilung treffen soll.
Bei Spiders, dem Studio hinter Greedfall (das gemischte Reaktionen auslöste) und dem jüngst veröffentlichten Greedfall 2: The Dying World, rumort es gewaltig. Wie der leitende Animator Erwan Perrin auf LinkedIn mitteilt, steht dem Team eine massive Entlassungswelle bevor. Besonders betroffen: die gesamte Abteilung für Animation. Weitere Teammitglieder bestätigten die Aussagen.
Wer wird bei Spiders Games rausgeworfen?
Laut Perrin sollen "die meisten" Kollegen aus den Bereichen Animation und Rigging ihren Job verlieren. Namen wie Lucas Dubois (Gameplay-Animator), Antoine Dieulesaint (Game Designer) und Yaseen Lalmahomed (Dialogkünstler) gehören zu jenen, die die Nachricht öffentlich geteilt haben. Es sieht ganz danach aus, als würde hier nicht einfach nur verschlankt, sondern radikal ausgesiebt.
Bereits im Vorfeld war das Betriebsklima bei Spiders angespannt: Im September 2023 unterzeichneten 44 von 95 Mitarbeitern einen offenen Streikbrief. Der Vorwurf: katastrophales Management, intransparente Kommunikation, mangelnde Gleichstellung und eine allgemeine Verweigerung von Arbeitnehmerrechten. Die Reaktion von Spiders: Die Anschuldigungen seien "falsch und verleumderisch".
In der Folge einigte man sich mit der französischen Spiele-Gewerkschaft STJV zumindest auf ein paar vage Zusagen: ein externes Audit zu den Arbeitsbedingungen und erfolgsabhängige Boni für das Team - letzteres allerdings gekoppelt an den Performance-Erfolg von Greedfall 2 (jetzt kaufen 42,49 € ), das aktuell auf Steam mit durchwachsenen Wertungen lebt. Vertrauenserweckend? Eher nicht.
Was passiert jetzt mit Greedfall 2?
Greedfall 2 befindet sich seit letztem Jahr im Early Access und musste sich bereits harscher Kritik stellen - technisch holprig, erzählerisch schwächer als der Vorgänger, und jetzt auch noch mit einem taumelnden Entwicklerteam. Was ursprünglich als ambitioniertes Prequel geplant war, droht zur Baustelle zu werden.
Ein trauriger Trend setzt sich fort
Spiders reiht sich damit in eine lange Liste Studios ein, die 2025 Entlassungen bekannt geben mussten - von Indie bis Triple-A. Auch Virtuos, Co-Entwickler des Oblivion-Remakes, ließ kürzlich Mitarbeiter ziehen. Für die entlassenen Talente bei Spiders bleibt nur zu hoffen, dass sie schnell neue Möglichkeiten finden. Verdient hätten sie es allemal.
Quelle: Rock, Paper, Shotgun
