Guitar Hero 3: Legends of Rock im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Alle guten Dinge sind drei, aber gilt dies auch für Gitarrenhelden? Wir trafen Activitions Rocklegenden und berichten, wie es ausging.

Guitar Hero 3: Legends of Rock Guitar Hero 3: Legends of Rock Trotzdem haben wir es mit einer erhabenen Auswahl zu tun, die als Kompendium ihresgleichen suchen wird. Über die Hälfte der Songs sind Originalaufnahmen, aber auch die Coverversionen erreichen wieder das hohe Niveau der Vorgänger und unterscheiden sich in den meisten Fällen für Laien nur kaum vom Original. Klanglich bietet sich eh eine äußerst imposante Kulisse. Während die Riffs gespielt, oder diese mit vergeigten Tönen quietschend unterbrochen werden, tobt und schreit das Publikum im Hintergrund. Dazu der glasklare Sound der restlichen Bandmitglieder und schon fühlt man sich wie inmitten eines Konzertes - eine Dolby Digital Anlage natürlich vorausgesetzt. Spielerisch unterscheidet sich das Schwierigkeitsniveau recht stark je nach Art und Gattung des Titels. Vieles aus der härteren Gangart wie zum Beispiel die Titel von In Flames oder Dragenforce, aber auch einige Gitarrenballaden gehören zu den anspruchsvollsten musikalischen Werken und lassen sich nicht so einfach meistern. Andere Songs dagegen bieten selbst auf Profi nur wenig Stolperfallen.

Als wäre man auf einem Konzert ...

Guitar Hero 3: Legends of Rock Guitar Hero 3: Legends of Rock Aus optischer Sicht bleiben die Innovationen auf der Strecke. Gegenüber der HD Ausgabe von "Guitar Hero 2" auf der Xbox 360 hat sich fast nur im Detail etwas getan. Nach wie vor stehen eine Handvoll abgedrehter Rocker auf der virtuellen Showbühne und geben einfach alles. Inmitten eines Effektfeuerwerks und im Blitzgewitter fällt vor allem das Fingerspiel und der Gesang auf - beides wird zumeist recht passend auf den Song animiert, während anderweitig zum Beispiel der Schlagzeuger sehr hölzern agiert. Die Texturen sehen natürlich auf einem modernen HD-TV etwas schöner aus, die Kanten sind geglättet und das Flimmern kommt deutlich weniger als auf einem Röhrenfernseher zur Geltung, doch allzu große Fortschritte sind nicht zu verzeichnen. Die Tourvideos haben an Qualität zugenommen und die Schriften zum Start eines Konzertes fallen schöner aus. Nach wie vor punktet der Titel aber vor allem aufgrund seiner gelungen Rocker-Ambiente. Angefangen bei den Menüs in Form von Notizzetteln, über die Rekorde auf der Toilettenwand bis hin zu den stilvoll nachempfundenen Konzerten wurde das Klischee einfach wieder perfekt eingefangen. Da stört es auch weniger, das sowohl die Charaktere, als auch die Bühnenbilder eine comichaften Note erhalten haben. Abgerundet wird der Titel durch einen flüssigen Bildaufbau und der Möglichkeit, evtl. bei HD-Geräten vorhandenen Latenzzeiten per Konfiguration auszugleichen.

Meinung

Wertung zu Guitar Hero 3: Legends of Rock (PS3)

Wertung:

8.3 /10
Pro & Contra
Sehr gute und umfangreiche Musikauswahlgelungene Soundkulisseperfekt umgesetzte Rocker-Ambientehervorragend umgesetztes Gameplayviele Spielmodispaßige Mehrspielervarianten (auch online)kein Schaden durch den Entwicklerwechsel
Trotz des Untertitels nur zwei Legenden vorhandenfür alle Songs muss die Solo- und Koop-Karriere durchgespielt werdenKoop-Karriere nicht online verfügbarOnlinemodus vollkommen unpersönlichschwieriger Matchaufbau im Onlinemodusletztendlich spielerisch derselbe Inhalt wie bisherteils hölzerne Animationen
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