Guitar Hero: Rocks the 80's im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Hätte man nicht die schwierigen 80er Jahre gewählt, wäre es mit der Songwahl wesentlich einfacher gewesen.

Abschließender Konzertbericht

Die Songliste des Spiels: Metal Health (Quiet Riot) We Got the Beat (The Go Go's) I Ran (Flock of Seagulls) Balls to the Wall (Accept) 18 and Life (Skid Row) No One Like You (Scorpions) Shaken (Eddie Money) Heat Of The Moment (Asia) Radar Love (White Lion) Because, it's Midnite (Limozeen) Holy Diver (Dio) Turning Japanese (Vapors) Hold On Loosely (.38 Special) The Warrior (Scandal) I Wanna Rock (Twisted Sister) What I Like About You ( The Romantics) Synchronicity II (The Police) Ballroom Blitz (Krokus) Only a Lad (Oingo Boingo) Round and Round (Ratt) Ain't No Nothing But a Good Time (Poison) Lonely is the Night (Billy Squier) Bathroom Wall (Faster Pussycat) Los Angeles (X) Wrathchild (Iron Maiden) Electric Eye (Judas Priest) Police Truck (Dead Kennedys) Seventeen (Winger) Caught in a Mosh (Anthrax) Play With Me (Extreme)

Technisch ist der Titel aber wiederum weitestgehend erhaben, auch wenn uns dieselben Konzertbühnen des Vorgängers mit einem optischen Anstrich nochmals serviert werden. Neuerdings hängen einige Banner herum und bunte Bälle wie auch sehr schrille Lichter erinnern an die 80er Jahre. Ansonsten überzeugt die Präsentation wie auch schon beim Vorgänger aufgrund des durchdachten Designs. Harmonix hat den Titel optimal auf die Gitarrenmusik abgestimmt, was nicht nur die ausgezeichneten Bühnenbilder betrifft, sondern auch die unterhaltsam gestalteten Menüs wie auch toll animierten Bandmitglieder. Diese hüpfen wieder wild über die Bühne und geben ihr musikalisch Bestes von sich. Da kann durchaus mal nach einem genialen Gig die Gitarre kreischend zu Bruch gehen. Soundtechnisch bietet der Titel die übliche Untermalung durch ein geräuschvolles Publikum, einigen netten Sprachsamples und vor allem der optimalen Umsetzung der gespielten Fehler! Kaum eine Note falsch angeschlagen, hört man den quietschende Klang der E-Gitarre und versaut den Song gänzlich. Viele der Titel wurden übrigens wieder als Cover eingespielt, da die Lizenzen nicht vorhanden sind. Die Qualität ist teils schwankend, aber weitestgehend auf einem hohen Niveau. Einige wenige Songs konnten sogar Original übernommen werden, so dass man den tatsächlichen Klängen der Bands lauschen kann. Den Unterschied werden aber nur die wenigstens wohl feststellen können. Auffällig ist leider nur, dass der schrille Gesang der 80er Jahre irgendwie nicht richtig herüber kommt und manchmal in den Gitarrenriffs vollkommen untergeht. Hier fehlt letztendlich eine optimale Abmischung der Soundkanäle.

Spielerisch bietet "Rock the 80s" einige Schwankungen, welche teils wieder der Musikauswahl gutgeschrieben werden können. Der Anspruch fällt vor allem bei den leichteren Schwierigkeitsgraden flach aus und bietet eher langweiligere Notenkombinatorik. Gerade solche Songs wie "Radar Love" von White Lion können aufgrund häufiger Gitarrenpausen und sehr langweiligen Riffs nicht überzeugen - da fehlt letztendlich jegliche Motivation, solche Titel nach dem einmaligen Durchspielen nochmals "einzulegen". Es fehlt einfach das harmonisierende Zusammenspiel von Musik und Gameplay, was man aus den Vorgängern gewohnt war! Aber es gibt - das muss man auch zugeben - durchaus auch sehr gut umgesetzte Songs, die euch mit anspruchsvollen und motivierenden Noten bei Laune halten. Der Schwierigkeitsgrad wurde generell etwas gesenkt, so dass man sich durchaus auch an das höhere Niveau wagen kann. Aber Vorsicht ist geboten, manch ein Song wie z. B. "Because, It's Midnight" von Limozeen sorgt mit wilden Triolen und plötzlich auftretenden Trällernoten für Stolpersteine.

Meinung

Wertung zu Guitar Hero: Rocks the 80's (PS2)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Nach wie vor tolle Atmosphäregelungene Soundumsetzung der Gitarreanspruchsvolles Spieldesigntolle MehrspielermodiKarrieremodus
Magere Songauswahlbeschränkte Songauswahlfehlen von wirklich markanten HitsFarbdesign trifft nicht den Geschmack aller SpielerSchwierigkeitsgrad wurde gesenktspielerisches Niveau der Noten ist nicht mehr konstant erhabenkeine Neuerungen
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