Halo bleibt Halo... oder etwa nicht? Beim Anspielen prüfen wir, wo sich das Remake spürbar weiterentwickelt - und wo es bewusst auf der Stelle tritt.
Wer spätere Halo-Teile gespielt hat, wird es sicher zu schätzen wissen: Mit bestimmten Waffen wie dem Nadelwerfer dürft ihr jetzt Gegner anvisieren und ein wenig ranzoomen, auch das trägt zu einem moderneren Spielgefühl bei. Hinzu kommen nette Details wie zum Beispiel schicke Rauchspuren, die unser Sturmgewehr beim Schießen hinterlässt. Zusammen mit den neuen Soundeffekten ergibt das ein satteres Trefferfeedback als noch in der Anniversary Edition.
Kenner des Originals freuen sich über die Rückkehr alter Waffen, werden aber auch ein paar Änderungen im Detail bemerken. Es beim Sturmgewehr, das nun ein deutlich kleineres Magazin hat - es gehen nur noch 36 anstelle von 60 Schuss rein. Das klingt erst mal nach Rückschritt, passt aber zum moderneren Waffendesign.
Denn obwohl die Gegner immer noch ziemliche Kugelschwämme sind, hatten wir trotzdem das Gefühl, dass unsere Projektile nun etwas wuchtiger und vor allem präziser einschlagen als im alten Halo von 2001.
(Übrigens: Wenn ihr unbedingt das alte 60-Schuss-Magazin wollt, gibt's auch dafür eine Lösung, dazu später noch mehr!)
In diesem Artikel
Die Entwickler haben es also geschafft, die Action aufzufrischen, ohne es dabei gleich zu übertreiben. Das merkt man auch bei anderen Waffen, es kommen nämlich neun Kampfgeräte hinzu, die wir eigentlich erst aus späteren Serienteilen kennen. So dürft ihr nun etwa das Energieschwert von besiegten Covenant aufsammeln und einsetzen, das ging im ersten Halo schlichtweg noch nicht.
In Halo 2 und Halo 3 hatte man auch die Möglichkeit, zwei Waffen gleichzeitig einzusetzen, doch im Remake wird darauf verzichtet. Und auch Gimmicks wie den Greifhaken aus Halo Infinite oder die Möglichkeit, sich an Kanten heraufzuziehen, gibt es diesmal nicht. Letztlich orientiert man sich also immer noch klar am Originalspiel.
Das ist zwar toll für Fans, heißt aber auch: So flüssig, modern und rasant wie in Halo Infinite wird die Action eben nie. Das kann man nun als Nachteil sehen, oder aber als große Stärke.
Quelle: PC Games
Das Energieschwert gehört eigentlich seit Halo 2 zum Arsenal, das ändert sich im Remake: Hier dürft ihr die mächtige Nahkampfwaffe problemlos einsammeln und nutzen.
Upgrades für das Spielgefühl
Trotzdem fallen mit der Zeit einige Detailverbesserungen auf, die sich bezahlt machen. Lassen Gegner ihre Waffen fallen, werden diese jetzt mit einem kleinen Symbol markiert. Das erleichtert die Übersicht in den Kämpfen. Neue Zielmarkierungen helfen euch außerdem dabei, den richtigen Weg zu finden. Und wer solche Hilfen nicht mag, schaltet sie einfach ab.
Außerdem könnt ihr Schildbooster und Tarnung nun einfach mitnehmen und erst bei Bedarf einsetzen. Es handelt sich aber immer noch um Verbrauchsgegenstände, das heißt: einmal benutzen und das war's. Wie im Original-Halo erholt sich euer Schild übrigens wieder, sobald ihr für ein paar Sekunden keine Treffer kassiert. Neu ist aber der Lebensbalken, denn der füllt sich jetzt von selbst, sobald man eine Weile in Sicherheit bleibt. Heil-Pakete werden dadurch überflüssig.
Grafik: alt vs neu
Anders als im originalen Halo dürft ihr jetzt außerdem feindliche Fahrzeuge kapern. Kommt da ein Ghost angedüst, drückt ihr einfach schnell die Aktionstaste und kickt den gegnerischen Piloten vom Sitz. Klar, das ist nur ein Detail - aber es macht die Fahrzeug-Action zumindest ein bisschen dynamischer.
Quelle: PC Games
Im Remake dürft ihr auch feindliche Fahrzeuge "kapern". Hier kickt der Master Chief gleich einen Ghost-Piloten aus seinem Sitz.
Zusätzlich könnt ihr im Remake jetzt auch den feindlichen Wraith-Panzer steuern, das war im Original noch nicht möglich. Auch das ist nur ein netter Bonus, denn streng genommen bringt es die Action nicht wirklich weiter. Schon allein, weil das Leveldesign eigentlich gar nicht auf den Alien-Panzer ausgelegt ist. Dafür haben die Entwickler an anderer Stelle ordentlich nachgebessert und sogar brandneue Inhalte eingebaut, die das Remake für Fans und Newcomer spannend machen. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr!
