In unserem Grafikkarten-Special nehmen wir die neue AMD Radeon RX 590 unter die Lupe und bieten eine große Kaufberatung zu Gaming-Grafikkarten ab 150 Euro. Neben der Leistungsanalyse und expliziten Kauftipps erklären wir auch einiges rund um Grafikkarten, um euch bei der Wahl der richtigen Grafikkarte so gut wie möglich zu unterstützen.
Treiber für Grafikkarten
Sowohl AMD als auch Nvidia arbeiten ständig an neuen Versionen ihrer Treiber für ihre Grafikkarten. Treiber sind Programme, die dafür sorgen, dass eins Hardwarekomponente optimal funktioniert. Da vor allem in Spielen auch immer wieder neue Kniffe gefunden werden, um die Grafik umzusetzen, kann es immer wieder mal nötig sein, neuere Treiber zu installieren, damit ein Spiel reibungslos läuft.
In diesem Artikel
- Seite 1 Grafikkarten: Einleitung, Custom- und Partnergrafikkarten
- Seite 2 Grafikkarten: Länge, Takt und Strombedarf
- Seite 3 Grafikkarten: Treiber; Welche Grafikkartenklasse aussuchen?
- Seite 4 Grafikkarten:Leistungsanalyse AMD RX 590
- Seite 5 Grafikkarten: Kaufberatung ab 150 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Auch Fehler werden in Treibern immer wieder beseitigt, denn heutzutage sind dermaßen viele Kombinationen aus Hardwarekomponenten und auf dem PC installierter Software möglich, dass man einige Probleme erst dann entdeckt, wenn mehrere betroffene Nutzer diese melden. So kann es auch sehr exotische Fehler geben.
Quelle: Antonio Funes
Radeon Adrenain-Treibersoftware von AMD
Um ein konstruiertes Beispiel zu nennen: Nehmen wir an, das Spiel X, und zwar nur das Spiel X, kann seit einem Windows- Update abstürzen, wenn man eine AMD-Grafikkarte der Generation Y und gleichzeitig einen Freesysnc-Monitor mit 144 Hertz benutzt. Hier würde AMD nun prüfen, ob an das Problem durch eine Anpassung des Treibers beseitigen kann - wenn dies so ist, wird beim nächstmöglichen neuen Treiber diese Anpassung eingebaut. Nun könnte man meinen, dass man sofort, wenn AMD oder Nvidia neue Treiber anbieten, den Download starten und die Treiber installieren sollte. Wir empfehlen aber: lieber ein wenig abwarten, denn manchmal bringen neue Treiber auch neue Probleme. Solange Ihr bei Euren Spielen keine Fehler bemerkt, könnt ihr bei den aktuellen Treibern bleiben. Ab und an sollte man aber die Treiber aktualisieren, was auch für weitere Komponenten wie das Mainboard gilt, sofern es Updates gibt.
Kaufentscheidung: Einsteigermodell oder High-End?
Bevor wir gleich zur AMD RX 590 sowie einer Kaufberatung zu aktuellen Grafikkarten kommen, wollen wir kurz überlegen, welche Grafikkarten-Leistungsklasse man überhaupt benötigt. Der Einstieg beginnt - dies ist seit etlichen Jahren so - bei etwa 130 bis 150 Euro. Dies reicht, um moderne Spiele in Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) auf mittleren, bei sehr anfordernden Games vielleicht auch nur auf niedrigen Details gut spielen zu können. Gibt man mehr aus, dann kann man bei einem oder mehreren der folgenden Faktoren mehr erwarten: den FPS (Bildern pro Sekunde), dem Detailgrad und der Auflösung.
Mit einer Mittelklasse-Grafikkarte - dies könnte man aus unserer Sicht als den Preisbereich bis etwa 300 Euro definieren - könnte man also bei mittleren Details mit einem besonders hohen FPS-Wert in Full-HD spielen, oder aber mit mehr Details und einer höheren Auflösung bei einem mittleren FPS-Wert. Im Oberklassebereich sind auch bei WQHD (2560 mal 1440 Pixel) relativ viele FPS trotz hohen Details möglich. Für 4K (3840 mal 2160 Pixel) ist meist eine High-End-Grafikkarte nötig, die sich aber oft bei hohen Details trotzdem noch schwertut. In Full-HD würde so eine Grafikkarte wiederum problemlos ein Spiel bei maximalen Details mit vielen FPS darstellen. Welche Grafikkarte ihr euch aussucht, hängt sehr von Euren Erwartungen ab. In der Regel bietet aber der Preisbereich von 200 bis 400 Euro, manchmal auch bis 500 Euro ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Genau hier setzt die AMD Radeon RX 590 an, denn sie kostet derzeit ab etwa 240 Euro. Ab 500 Euro beginnt ein Bereich, der eher für höhere Ansprüche gedacht oder auf für Gaming auf sehr hohen Auflösungen bei gleichzeitig auch hohen Details. Wichtig ist aber, dass ihr Euch stets vor Augen führt: Der "Ultra"- oder "Maximal"-Modus bei den Details eines Blockbustergames darf nicht der Maßstab dafür sein, ob eine Grafikkarte gut genug ist. Denn die Entwickler können - wenn sie wollen - jede Grafikkarte der Welt durch einen entsprechenen Detailmodus in die Knie zwingen, selbst wenn der Modus in der Praxis nicht besser wirkt als ein Detailmodus "hohe Details", für den dann doch eine Mittelklasse-Grafikkarte schon ausreicht. Die Erfahrung zeigt auch, dass man mit einer Grafikkarte für 200 bis 300 Euro, die man alle zwei bis Jahre wechselt, das bessere Preis-Leistungs-Erlebnis hat als wenn man sich eine 600-Euro-Grafikkarte kauft und versucht, diese vier bis fünf Jahre zu nutzen.
