PC-Frühjahrsputz: Grafikkarten-Lüfter, Gehäuse, Kühler und Standort
Special
Im Special geht es um das Reinigen des PCs sowie andere Maßnahmen, um den PC leiser zu machen. Außerdem: eine Marktübersicht mit Luft- und AiO-CPU-Kühlern.
Grafikkarten-Lüfter
Viele Lüfterkurven von Grafikkarten sind sehr auf niedrige Temperaturen als Zielwert eingestellt, auch da sich damit prächtig werben lässt. Allerdings macht es überhaupt keinen Sinn, eine moderne Grafikkarte auf Teufel komm raus auf Temperatur-Werten von zum Beispiel unter 70 Grad zu halten, was aber trotzdem bei manchen Grafikkarten-Modellen der Fall ist, so dass die Lüfter schon bei niedrigen Temperatur störend laut drehen können.
Mit einem Tool wie dem MSI Afterburner kann man aber manuell eingreifen und beispielsweise bis 60 Grad den Lüfterspeed auf nur 20 Prozent stellen, dann von 60 bis 80 Grad langsam auf 40 Prozent und danach bis 90 Grad auf 100 Prozent ansteigen lassen. Natürlich muss man dies danach erst testen: Schnellt die Grafikkarte bei Last schon nach Sekunden auf über 80 Grad, dann war eure Drehzahl-Wahl etwas zu optimistisch. Der Lüfter wird dann immer wieder voll aufdrehen und wieder runterfahren, was sicher mehr nervt als ein konstanter Betrieb bei zum Beispiel 70 Prozent Drehzahl. Ihr müsst daher selbst austesten, welcher Prozentwert dazu geeignet ist, für eine längere Zeit zu spielen, ohne dass die Lüfter immer wieder voll aufdrehen müssen.
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Ebenso ist es je nach Grafikkarte möglich, in der Treibersoftware oder auch per Schalter an der Karte selbst zwischen Profilen zu wählen, die entweder mehr Leistung und damit verbunden mehr Wärme und Lärm zulassen oder eher leise sind, dafür mit einem niedrigeren Takt arbeiten.
Schon vor dem Kauf einer Grafikkarte gilt es aber, die Augen aufzuhalten: Je stärker die Grafikkarte ist und je mehr Strom sie benötigt, desto größer muss sie sein, um dank eines passenden Kühlkörpers leise arbeiten zu können. Drei langsam drehende Lüfter sind hierbei in der Regel auch leiser als zwei schnell drehende Lüfter.
Allgemeines: Kühler, Gehäuse und Standort
Nicht jedes Gehäuse dafür geeignet, stärkere Grafikkarten mit guten Kühlern und mehr als 30 Zentimeter Länge zu beheimaten. Auch gute CPU-Kühler sind meistens nicht kleiner als 15 bis 16 Zentimeter. Beide Werte sind zwar bei etlichen auch günstigen Gehäusen kein Problem, wie auch die Marktübersicht in unserem Gehäuse-Special vom März zeigt.
Quelle: Antonio Funes
Die Lüfter baut man besten aus, um ihre Rotorblätter in Ruhe zu reinigen.
Aber bei einem vorhandenen Gehäuse müsst ihr natürlich vor einem Grafikkarten- oder CPU-Kühler-Neukauf vorher nachsehen, was denn überhaupt Platz hat. Aber auch wer derzeit schon alle Komponenten hat, sollte sich sein Gehäuse mal näher ansehen - vielleicht macht es sich ja bezahlt, ein neues Gehäuse anzuschaffen, um für mehr Luft zu sorgen?
Wer auf eine AiO-Wasserkühlung setzt (optimal sind hier beim Mix aus guter Kühlung und Preis die Modelle mit einem 240mm-Radiator), muss wegen deren flacher Kühlkörper nicht auf die maximal mögliche Kühlerhöhe achten, sondern auf die verfügbaren Radiatoren-Einbauplätze.
Optimal ist hier eine Montage-Option oben im Gehäuse, wobei man aufpassen muss, wenn man für einen 240er-Radiator einen Einbauplatz hat, bei dem 240mm schon das Maximum sind. Durch Anbauteile und die Anschlüsse der Schläuche kann es hier nämlich schonmal eng werden. Später bieten wir euch noch eine Marktübersicht mit klassischen Luftkühlern und modernen All-in-One-Wasserkühlern.
Kommen wir aber noch kurz zum Standort des PCs: Es gibt Stellen im Zimmer, an denen es in aller Regel wärmer als anderen Stellen ist. Ein PC sollte zum Beispiel möglichst nicht nahe an der Heizung stehen. Ebenso ist ein Platz dort, wo die Sonne im Sommer länger einwirken kann, zu meiden - auch unter einem Schreibtisch, den die Sonne wiederum den halben Tag brät, kann es deutlich wärmer werden.
Wichtig ist auch, vor allem hinter und über dem PC genug Raum zu lassen, damit die warme Luft dort abfließen kann. Denn ein PC saugt frische Luft vorne ein und bläst die warme Luft hinten heraus, zusätzlich noch nach oben, falls man dort weitere Lüfter, egal ob mit oder ohne Radiator, verwendet. Auch ohne Lüfter im oberen Bereich tritt trotzdem ein Teil der Luft dort aus, da warme Luft nach oben strebt.
