Hardware-Jahresrückblick 2021: Neue CPUs, Grafikkarten, Lieferkrise und mehr
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Das Jahr 2021 neigt sich seinem Ende, und nur wenige würden von sich behaupten, ein solches Jahr mit Freude erneut erleben zu wollen. Wir blicken auf die wichtigen Neuheiten bei CPUs und Grafikkarten zurück, besprechen die Lage auf dem Grafikkartenmarkt und gehen auf ein paar Trends wie M.2-SSDs, Cloudgaming und DDR5-RAM ein.
Hardware-Jahresrückblick 2021
Das Jahresende naht - es wird Zeit für einen Jahresrückblick in Sachen Hardware. 2021 war ganz allgemein ein denkwürdiges Jahr - zum einen wegen der Covid-19-Pandemie, bei der viele glaubten, dass eine immer weiter steigende Impfquote ein zumindest halbwegs unbeschwertes Jahresende ermöglichen würde. Doch leider war der Anstieg der Impfquote dann ab dem Spätsommer im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern auf einem enttäuschend niedrigen Niveau, und die Omikron-Variante sorgte nun auch noch für eine noch größere Vorsicht. Stark gestiegen sind hingegen die Preise für begehrte Elektronikprodukte wie zum Beispiel Spielekonsolen oder, für PC-Spieler besonders ärgerlich, Grafikkarten. Diese Preisanstiege werden einen wichtigen Teil unseres Jahresrückblicks ausmachen. Wir schauen aber auch unabhängig von Lieferproblemen und Preisen, was es in Sachen Hardware Neues gab. Die Schwerpunkte sind natürlich Entwicklungen sowie auch Neuheiten bei den Mainstream-CPUs von AMD und Intel sowie Grafikkarten der AMD Radeon RX 6000- und Nvidia GeForce RTX 3000-Serie. Es geht aber auch um SSDs, RAM und Cloudgaming. Wir starten aber mit dem unschönen Thema, der Chipkrise.
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Lieferkrise: Chipmangel und Scalper
Covid-19 oder Corona, wie hier in Deutschland die meisten Menschen sagen, hält die Welt (auch wenn es bei einer stark die Lunge angreifenden Erkrankung etwas seltsam klingt) in Atem. Als Ende 2020 klar war, dass es eine wirksame Impfung geben wird, gab es zwar Licht am Ende des Tunnels.
Quelle: Sony
Scalper kaufen Produkte wie die Playstation 5, um von den hohen Preisen zu profitieren - möglicherweise sind die Preise sogar wegen der Scalper, die dem Markt viele Exemplare entziehen und auf noch höhere Preise warten, so exorbitant gestiegen.
Doch durch Virus-Mutationen sowie schwieriger umsetzbare Impfkampagnen in ärmeren Ländern ist die Welt weiterhin im Griff der Pandemie. Dies betrifft auch Produktionsstätten, allen voran die Chip-Branche. Hier gibt es aus diversen Gründen, die nicht nur mit der Pandemie zu tun haben, Engpässe bei der Halbleiterproduktion. Es sind sogar eher simple Bauteile, die für die Probleme sorgen, und nicht die High-End-Chips. Hinzu kommt, durch die Pandemie bedingt, eine stark gestiegene Nachfrage nach vielen elektronischen Produkten. Es geht dabei unter anderem um Unterhaltungselektronik, Spielekonsolen und Grafikkarten, da viele Leute nun mehr Zeit zu Hause verbringen. Dies hat mit Einschränkungen von anderen Freizeitmöglichkeiten sowie Home-Office und auch Arbeitslosigkeit zu tun. Auch Laptops, Tablets und Smartphones werden stärker nachgefragt - zum einen privat, zum anderen aber auch wegen eines Plus an Homeoffice sowie einem Schub bei der Digitalisierung auf vielen Ebenen. Die Chipkrise hat so starke Auswirkungen, dass sogar vergleichsweise einfache Bauteile für die Automobilbranche fehlen und dort über Wochen die Bänder in einigen Werken stillstehen. Durch die Diskrepanz aus Nachfrage und Angebot gibt auch Nebeneffekte, durch die unabhängig von der Frage, welche Art von Chips man benötigt, Fabrikkapazitäten rar sein können. Selbst wenn also beispielsweise Sony an sich genügend Bauteile für zig Millionen Playstation 5 hätte, gibt es Grenzen bei den Produktionskapazitäten.
Daher ist es für Gamer derzeit, besser gesagt schon seit dem Winter 2020 enorm frustrierend, was rund um Grafikkarten und Spielekonsolen passiert. Letztere sind quasi ständig ausverkauft, wobei Microsoft es nun, kurz vor Weihnachten, offenbar besser schafft, die Xbox Series X gut verfügbar in Shops zu platzieren. Die Series S war ohnehin kaum mal von einer Knappheit betroffen. Die Playstation 5 ist aber noch immer kaum zu bekommen, jedenfalls nicht zum regulären Preis im normalen Handel. Denn neben der Chip- und Produktionsstätten-Krise sind hier auch Scalper als Preistreiber zu nennen - dies sind nicht offiziell autorisierte Händler, die Produkte kaufen, um sie deutlich teurer weiterzuverkaufen. Dabei kaufen sie nur Produkte ein, bei denen eine große Knappheit zu erwarten ist wie zum Beispiel Sondereditionen bestimmter Produkte oder eben auch wegen der Lieferkrise Dinge wie Spielekonsolen und Grafikkarten. Dies kann so weit gehen, dass die Knappheit überhaupt erst durch die Scalper zustande kommt. Ohne Scalper, dies vermuten viele Analysten und Fachleute, könnten die Preise einiger nun knappen Produkte niedriger oder sogar auf einem normalen Niveau sein. Auf Grafikkarten und deren Preise sowie den Faktor Mining werfen wir gleich noch einen genaueren Blick.
