Nvidia GeForce RTX 5070: Leistung, Preis-Leistung und Technik der neuen Grafikkarte

Special Antonio Funes
Nvidia GeForce RTX 5070: Leistung, Preis-Leistung und Technik der neuen Grafikkarte
Quelle: MSI

Wir bieten euch zur neuen Nvidia GeForce RTX 5070 eine kurze Leistungsanalyse sowie einen Blick auf die Technik sowie eine Preis-Leistungs-Einschätzung

Die neue Nvidia GeForce RTX 5070 ist am heutigen Nachmittag um 15 Uhr in den Handel gekommen, und bereits seit gestern duften offizielle Tests von Hardwareredaktionen online gehen.

Wir haben einige dieser Tests statistisch zusammengefasst und ein Mini-Special zur neuen Nvidia-Grafikkarte erstellt. Mini deswegen, da schon morgen die AMD Radeon RX 9070 und 9070 XT erscheinen und wir dann am Freitag die Nvidia-Grafikkarte zusammen mit den zwei AMD-GPU in einem großen Special samt aktuellen Grafikkarten-Kauftipps abhandeln werden.

Preislich dürfte zumindest die AMD Radeon RX 9070 nicht weit von der Nvidia GeForce RTX 5070 entfernt sein. Da aber die GeForce RTX 5070 Ti, 5080 und 5090 seit ihrer Veröffentlichung im Januar nicht mehr über normale Wege, sondern nur zu Scalper-Preisen zu bekommen sind, droht dieses Schicksal auch der GeForce RTX 5070.

Wir werden heute im Laufe des späten Nachmittags auch noch einen Artikel zum Verkaufsstart und der Verfügbarkeit veröffentlichen. In diesem Special hier verwenden wir für eine Preis-Leistungs-Einschätzung der GeForce RTX 5070 die Preisempfehlung von Nvidia, die bei 649 Euro liegt.

Blick auf die Technik

Technisch gesehen ändert sich mit der GeForce RTX 5070 nur wenig zum Vorgänger, der GeForce RTX 4070. Zum einen ist die Blackwell-Architektur nur eine minimal andere im Vergleich zum Ada Lovelace, die für die RTX 4000er-Modelle verwendet wird.

Zusammengefasst gesagt hat Nvidia es lediglich geschafft, bei vergleichbarer Anzahl an Transistoren und GPU-Fläche ein Plus an FP32-ALUs (Shader-Einheiten), Raytracing-Kernen und KI-Kernen unterzubringen. Der Strombedarf steigt dafür in Relation ein wenig.

Was die RTX 5070 angeht, so bleibt die RAM-Menge mit 12 GB im Vergleich zur RTX 4070 identisch, ebenso die Anbindung von 192 Bit. Die neue Blackwell-GPU hat aber GDDR7- statt GDDR6X-RAM und einen höheren Speicherdurchsatz mit einem Bandbreitenplus von 33,3 Prozent.

Die Gesamtmenge an FP32-ALUs ist zudem bei der GB205-GPU der RTX 5070 um 4,4 Prozent höher als bei der AD104-GPU in der RTX 4070. Beim Strombedarf gibt Nvidia eine TDP von 250 Watt für die GeForce RTX 5070 an. Bei der RTX 4070 waren es noch 200 Watt. Hier die technischen Daten in der Übersicht:

Grafikkarte GeForce RTX 5070 Ti GeForce RTX 5070 GeForce RTX 4070 GeForce RTX 4070 Super
GPU-Name GB203 GB205 AD104 AD104
Chipfläche 378 mm² 263 mm² 295 mm² 295 mm²
Fertigung 4nm TSMC 4nm TSMC 4nm TSMC 4nm TSMC
Transistoren 45,6 Mrd 31,1 Mrd 35,8 Mrd 35,8 Mrd
Streamprozessoren 70 48 46 56
FP32-ALUs (Shadereinheiten) 8960 6144 5888 7168
Raytracing-Kerne 70 48 46 56
KI-Kerne (Tensor-Kerne) 280 192 184 224
Boost-Takt (Referenz) 2452 MHz 2512 MHz 2475 MHz 2475 MHz
Video-RAM 16GB GDDR7 12GB GDDR7 12GB GDDR6X 12GB GDDR6X
Bandbreite RAM 256 Bit 192 Bit 192 Bit 192 Bit
Bandbreite RAM 896 GB/s 672 GB/s 504 GB/s 504 GB/s
Total Graphics Power 300 Watt 250 Watt 200 Watt 220 Watt
UVP 879 Euro 649 Euro entfällt entfällt
Marktpreis 1140 Euro entfällt 650 Euro 760 Euro

Trotz der vergleichbaren Architektur und dem Plus an FP32-ALUs ist die GB205 von der Fläche her gut 10 Prozent kleiner als die AD104 - woran liegt das? Der Grund dafür dürfte sein, dass die AD104 in der GeForce RTX 4070 einige nicht aktivierte Bereiche hat. Es sind also an sich mehr Schaltungen im Inneren vorhanden, weswegen die Fläche größer ist, die aber nicht genutzt werden.

Bei der großen Schwester GeForce RTX 4070 Super, ebenfalls mit AD104 bestückt, sind hingegen mehr Bereiche freigeschaltet. Bei Letzterer wird dann auch deutlich, was die AD104 mehr zu bieten hat, da dort im Vergleich zur GeForce RTX 5070 (GB205) 17 Prozent mehr FP32-ALUs sowie RT- und KI-Kerne vorhanden sind.

Hinweis zur DLSS-Leistung

Bevor wir mit der Leistungsbetrachtung starten, wollen wir ein paar Worte zur Upscaling-Technik DLSS verlieren, die mittlerweile in der Version DLSS4 für die neuen Blackwell-GPUs zur Verfügung steht. Mit Nvidia DLSS kann der PC das Bild in einer geringen Auflösung berechnen und somit mehr FPS erzeugen.

Die fehlenden Bildinformationen erzeugt DLSS via KI-Algorithmen, was nur sehr wenig Ressourcen benötigt, sodass der FPS-Vorteil fast komplett erhalten bleibt.

Vor allem dann, wenn bei höheren Details die FPS-Werte recht niedrig sind, bewirkt DLSS einen großen Push. Dies gilt auch die AMDs Variante FSR, die zusammen mit dem morgigen Release der neuen Radeon RX 9070 und RX 9070 XT in der Version FSR4 erstmals ebenfalls auf KI-Algorithmen basieren wird. Wir warten mit einer Bewertung der Upscaling-Leistung daher den Release der neuen AMD-GPUs ab.

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