Harvest Moon: Baum der Stille im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Das Farmer-Imperium lockt abermals mit umfangreichem Gameplay und Spielmöglichkeiten.

Abermals mäßige Technik

Harvest Moon: Baum der Stille Harvest Moon: Baum der Stille Inhaltlich kann man also nicht wirklich meckern. "Baum der Stille" ist einer der umfangreichsten und abwechslungsreichsten "Harvest Moon" Ableger geworden, der einzig allein aufgrund des schwierigen Einstiegs für Neulinge Bauchschmerzen verursacht. Optisch ist man dem Stil des Vorgängers in etwa treu geblieben und bietet vor allem eine eher mäßige Grafikpracht mit einem äußerst pummeligen und knuddeligen Look. So muss man sich mit den großen Köpfen, riesigen Kulleraugen und den kleinen Spitznasen zufrieden geben. Auch die Tiere sehen wie dicke fette Fellkugeln aus und passen sich dem Erscheinungsbild an. Die deutlich größere Insel bietet aber wesentlich mehr Freiraum und die Stadt wirkt nicht mehr wie künstlich aus dem Boden gestampft. Ein paar Details mehr und schickere Bretterbuden können aber dennoch nicht ganz überzeugen. Vielmehr wird der Titel einer modernen Videospielumsetzung nicht ganz gerecht. Neben der grafischen Staubschicht sorgt vor allem das Bildschirmformat für viel Frust. Schwarze Balken zieren die Ränder und sollte die Konsole im 16:9 Mode laufen, bekommen die eh schon überdimensioniert ausgelegte Köpfe durch Streckung des Bildes breite Gesichter. Auch "Baum der Stille" bietet uns nur ein veraltetes 4:3 Bildformat. Da verwundert es wohl kaum, dass die Wii nach Start der Software in den 50 Hz Modus schaltet und den 480p HDTV Standard außen vor lässt! Relativ schnell ist auch die Soundabteilung abgehandelt, die völlig monoton und scheppernd daher kommt. Die wenigen Ausrufe und Sätze der Inselbewohner klingen dumpf und die Musik geht zwar anfänglich ins Ohr, wiederholt sich aber alsbald pausenlos.

Harvest Moon: Baum der Stille Harvest Moon: Baum der Stille Altbacken wirkt leider auch die Steuerung, die zwar hin und wieder auf die Bewegungsmöglichkeiten der Wii setzt, was letztendlich im täglichen Gebrauch aber eher aufgesetzt wirkt. Die komplexen Menüs müssen weiterhin mit den analogen Sticks bedient werden, egal, ob nun der Classic-Controller Verwendung findet oder nur das Remote-Nunchuck-Gespann angeschlossen ist. Auf dem Hof wird die Remote nur peripher eingesetzt, wenn die Axt geschwungen oder der Garten umgegraben wird - wirklich intuitiv und toll wirkt das ganze nicht! Einzig in manchen Minispielen kann sich die Wii mit ihren Möglichkeiten durchsetzen und sorgt mit einer Pointersteuerung zum Beispiel an der Schießbude für Bonuspunkte. Letztendlich hätten wir aber von einem exklusiven Wii Titel wesentlich mehr erwartet. "Magical Melody" war ja immerhin noch eine reine GameCube Portierung, "Baum der Stille" wurde aber nur auf der Wii veröffentlicht!

Meinung

Wertung zu Harvest Moon: Baum der Stille (Wii)

Wertung:

7.6 /10
Pro & Contra
Umfangreiches und abwechslungsreiches Gameplayzahlreiche unterschiedliche Spielmöglichkeitender Spieler hat wirklich viel Einfluss auf den Alltag am Bauernhofes gibt viel zu tunspaßiges Gameplayzusätzliche Motivation durch Extraziele (Baum der Stille)tagelanger Spielspaß
Recht undurchsichtig für Quereinsteigeraltbackene Technikangestaubte Grafikunnötige fehlende Anpassung an die BildformateUnterstützung der Wii-Eigenschaften wirkt aufgesetztSteuerungskonzept wirkt unausgereift/unüberlegtmagere Soundausgabe
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