Das Farmer-Imperium lockt abermals mit umfangreichem Gameplay und Spielmöglichkeiten.
Harvest Moon: Baum der Stille
Darüber hinaus will der Acker ordentlich gepflegt werden. Dies erfordert sehr viel Fleißarbeit. Zunächst muss der Grund von Unkraut und anderem Unrat befreit werden, bevor der Boden gelockert und gepflügt wird. Ist alles getan, dürft ihr Setzlinge einbuddeln oder Samen ausschütten, anschließend müssen die Pflanzen tage- und wochenlang gut bewässert werden. Vor allem der Wetterzyklus spielt hier wieder eine Rolle. An sonnigen Tagen trocknet die Erde recht schnell aus und ihr müsst mehr tun, regnet es stattdessen, so bleibt euch diese Arbeit zunächst erspart. Man benötigt nicht unbedingt einen grünen Daumen, um Erdbeeren und Karotten aus dem Garten zu holen und damit etwas Geld zu verdienen. Nur leider ist es mit viel Arbeit verbunden. Zudem beschränkt sich der Ackerbau mehr oder weniger auf die Sommermonate, so dass man für die kälteren Tage auf jeden Fall Hühner oder ähnliches halten sollte.
Die schwerwiegende Hürde
Harvest Moon: Baum der Stille
Der Start ins neue Leben ist aber vor allem für Quereinsteiger alles andere als leicht. Zwar versuchen einige Bücher und das Manual genügend zu vermitteln, doch die zahlreichen Menüs und Spielmöglichkeiten werden euch dennoch vollkommen erschlagen. Zudem mangelt es an passenden Erläuterungen und wie man sich grundsätzlich auf dem Bauerhof zurecht findet. Kenner freuen sich natürlich, da nicht jede Einzelheit mehr vorgekaut wird. Der Tagesablauf ist aber nicht einfach. Neben den zahlreichen Arbeiten auf dem Hof, müsst ihr auch häufig ins Dörfchen um Saat zu kaufen und andere Dinge zu erledigen. Die allgemeine Kondition - und hier spiegeln sich dann auch langsam wieder die Rollenspielaspekte von "Harvest Moon" - ist begrenzt. Ohne regelmäßige Mahlzeiten wird man nur einige Handgriffe am Tag zustande bringen, bevor man hundemüde ins Bett kriecht oder schlimmstenfalls die Nacht unter dem Sternenzelt verbringt.
Harvest Moon: Baum der Stille
Darüber hinaus könnt ihr mit einigen Leuten im Dorf anbandeln und wenn alles gut läuft, dürfte ein Hochzeitstag die Krönung des virtuellen Lebens sein - wären da nicht auch noch die putzigen Kids. Das Lachen der Kleinen erfreut jedes Herz, doch wer seinen Nachwuchs auch ordentlich erzieht, wird darüber hinaus auch Erleichterung in der täglichen Arbeit bekommen. Es gibt also sehr viel im Leben zu tun, doch all dies geht nicht innerhalb von wenigen Stunden vonstatten. Das Spiel ist sehr langatmig und gemächlich. Manchmal verbringt man einen Tag nur damit, ne Handvoll Unkraut zu rupfen und legt sich alsdann auch schon wieder schlafen. Ständige Ladepausen zwischen den verschiedenen Gebieten und wenn man in ein Haus geht strecken das ohnehin schon gemächliche Gameplay.
Harvest Moon: Baum der Stille
Ähnlich dem Vorgänger "Magical Melody" sorgt ein weiteres Ziel für zusätzlichen Spielspaß und zumindest optional wesentlich mehr Spielinhalt. Schon kurz nach der Überfahrt erscheint euch die Erntegöttin, ein engelhaftes Wesen, in einem Traum. Sobald ihr den Bürgermeister etwas genauer kennen lernt, wird er euch auch einiges zu berichten haben. Um die Waffelinsel wieder zu Wohlstand zu verhelfen, müsst ihr den legendären Mutterbaum erwecken. Dies geht natürlich nur, indem ihr fleißig seid und gewisse Aufgaben im Alltag erledigt. Als Gegenleistung bekommt ihr Regenbogenrezepte der Erntewichtel und mit etwas Glück trefft ihr dann auch auf die Erntegöttin. Sobald ihr zusätzlich den Samen des Baumes findet, könnt ihr diesen einpflanzen und müsst euch fortan gut um den Sprössling kümmern. Wie man ganz leicht erkennt, nimmt der tatsächliche Spielumfang im Laufe der Zeit epische Ausmaße an und bietet euch für Wochen ordentlich Unterhaltung.
