Hextech Mayhem: A League of Legends Story im Test - ein Bombenspaß
Test
Riot ist auf Expansionskurs. Mit dem neuen Rhythmusspiel Hextech Mayhem: A League of Legends Story liefern sie weiteren Content für das LoL-Universum. In unserem Test klären wir, ob wir mit Hextech Mayhem harmoniert haben.
Hextech Mayhem: A League of Legends Story ist neben Ruined King der zweite Titel aus Riots neuer Welle an Spielen aus der Welt von League of Legends. Sie sollen neben den großen Blockbustern Valorant und League of Legends eine Ergänzung darstellen und das LoL-Universum sinnvoll mit weiterem Content erweitern.
Wir klären im Test, ob das Rhythmusspiel Hextech Mayhem rund um Ziggs und Heimerdinger eine Empfehlung wert ist und ob das eigentlich simple Spielprinzip langfristig motivieren kann.
In Hextech Mayhem schlüpfen wir in die Rolle des kleinen Yordle Ziggs. Ziggs ist ein kleiner Sprengteufel und lässt gerne alles um sich herum explodieren. Nachdem unser kleiner Freund sich in das Büro von Professor Heimerdinger sprengte, verkündet er ihm, dass er die größte Bombe aller Zeiten bauen will.
Anschließend begibt er sich direkt auf die Suche nach Bauteilen. Dabei verwüstet er im Vorbeigehen die Stadt Piltover und führt die Wächter, die ihn aufhalten wollen, an der Nase herum. Die Geschichte spielt zwar im League-of-Legends-Universum, wer nun aber eine epische Geschichte á la Arcane sucht, wird keine Freude mit diesem Spiel haben.
In diesem Artikel
Die Handlung zählt eher zur Kategorie "nice to have", jedoch ist sie auch nicht störend. Hextech Mayhem punktet lieber mit anderen Aspekten, so natürlich der Musik.
Ohrenschmaus oder doch Kakophonie?
S
Quelle: PC Games
Die genialen Erfinder Ziggs (rechts) und Heimerdinger (links) messen ihre Kräfte regelmäßig in den toll inszenierten Bosskämpfen.
ie ist wenig überraschend ein großer Bestandteil des Spielerlebnisses. Darauf werden wir auch direkt vom Spiel hingewiesen, denn uns wird empfohlen, Kopfhörer zu benutzen.
Einer Empfehlung, der wir uns an dieser Stelle anschließen. Die Musiktitel selbst sind gut bis sehr gut gelungen, haben einen rockigen Charakter und sind ohne Gesang. Dabei stehen die Riffs der Dominaten E-Gitarre im Vordergrund.
Jedes Level hat sein eigenes Musikstück. Als Leitmotiv dient eine sich wiederholende Melodie. Sie erklingt im Verlauf des Abenteuers in allen erdenklichen Formen und Variationen. Das sorgt manchmal dafür, dass sich die Titel recht ähnlich anhören. Dennoch ging die Musik uns auch mit fortschreitender Spieldauer nicht auf die Nerven.
Riot Games sind unter anderem für die Vielzahl an Liedern bekannt, welche sie speziell für ihr MOBA League of Legends produziert haben. Leider findet sich keines davon im Spiel wieder, obwohl es sich doch so gut angeboten hätte. Ein oder zwei Bonussongs, wie zum Beispiel der unter Fans sehr beliebte Song Pop/Stars oder der Arcane-Titelsong Enemy von Imagine Dragons, wären hier ein genialer Fanservice gewesen. Schade!
Quelle: PC Games
Die Level sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und auch an Kleinigkeiten wie Graffiti haben die Entwickler gedacht.
Mehr als dummes Tastengedrücke
Im Grunde genommen handelt es sich bei Hextech Mayhem um ein typisches Rhythmusspiel mit denkbar simplem Spielprinzip: Drücke im richtigen Moment die entsprechende Taste, passend zum Symbol auf dem Bildschirm. Ja, auch wir waren skeptisch, ob uns das langfristig motivieren kann.
Quelle: PC Games
Neben den Symbolen die angezeigt werden, können wir durch verstecke Aktionen ausführen, um zum Beispiel Gegner ausschalten.
Fast wie in einem Sidescroller-Hüpfspiel springt und sprengt sich Ziggs vor hübschen Hintergründen durch die Gegend. Die Welt ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Das spiegelt sich auch in den rar gesäten Zwischensequenzen wider.
Leider haben wir nur wenig Zeit, die Umgebung zu genießen. Denn Hextech Mayhem erfordert von uns höchste Konzentration, und meistens befindet man sich im Tunnelblick in voller Erwartung auf das nächste Symbol. So wie viele Spiele dieser Art wirkt das Spielgeschehen simpel, ist in der Praxis jedoch bockschwer zu meistern, wenn man richtig gut werden will.
Easy to learn, hard to master
Quelle: PC Games
Bonuspunkte erhalten wir, indem wir Chaos verursachen. Je mehr Chaos, desto höher ist die Wertung. Ränge höher als Diamant zu erzielen kann jedoch knifflig werden.
Die Lernkurve fällt aber sehr ausbalanciert und fair aus. Und es ist unfassbar befriedigend, mit Ziggs im Takt herumzuspringen und Bomben durch die Gegend zu schleudern, erst recht dann, wenn das Geschehen am Bildschirm perfekt mit der Musik harmoniert. Genau das macht Hextech Mayhem aus, das Spielgefühl ist fantastisch.
Gerät man dann doch mal aus dem Takt, dann aber so richtig. Das wussten offenbar auch die Entwickler und haben deshalb ein Feature eingebaut, mit welchem wir uns von Fehlern erholen können.
Drücken wir zu oft die falschen Tasten und stoßen dann mit Objekten oder Gegnern zusammen, müssen wir das Level nicht von vorne beginnen, sondern nur vorrübergehend "aussetzen". Dieses System vermeidet viel Frust.
Am Ende jeder Rund erhalten wir eine Wertung, die unseren Rang bestimmt. Das Rangsystem orientiert sich dabei - wie sollte es auch anders ein - am MOBA League of Legends. Eine Wertung von Diamant oder besser zu erhalten, stellt dabei eine echte Herausforderung dar.
Am PC gibt es Tastaturunterstützung, die Tastenbelegung ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Nach einem Update kann man nun zwar die Belegung ändern, dennoch empfehlen die Macher - und auch wir -, hier einen Controller zu verwenden. Damit spielt der Titel sich einfach deutlich angenehmer.
Doch es gilt nicht nur, schnell und korrekt auf Tasten zu drücken. Die Macher haben sich einen Twist einfallen lassen, der an Plattformer wie Super Mario erinnert und eher untypisch für Rhythmusspiele ist.
Sammelwahn in Piltover
In jedem Level können wir eine gewisse Anzahl Zahnräder finden. Dabei gibt es normale, blaue und silberne Exemplare. Jedes davon ist unterschiedlich schwer zu kriegen und hat eine andere Funktion. Für das Vorankommen im Spiel müssen wir stets eine vorgegebene Menge sammeln, um den nächsten Level freizuschalten.
Das führt dazu, dass wir manche Level mehrmals spielen müssen, um weitere Zahnräder zu sammeln. Das ist allerdings nicht nervig, sondern eher das Gegenteil. Es ist super motivierend zu sehen, wie viel besser man in bestimmten Passagen geworden ist.
Weiter geht's auf Seite 2!
