Hidden Deep in der Vorschau: Alien-Horror unter dem Meer
Special 17,99 €
Das von Cogwheel Software entwickelte Sci-Fi-Horror-Spiel Hidden Deep soll eine Hommage an verschiedene Spiele- und Filmklassiker vergangener Zeiten wie Aliens oder Half-Life sein und ein spannendes Forschungsabenteuer bieten. Wir haben die Early-Access-Beta getestet und zeigen euch unsere Eindrücke. Mit Video!
Die Spielereihe Half-Life ist ebenso bekannt wie beliebt. Ein Spiel, das sich an dieser orientiert und dazu noch von alten Sci-Fi-Klassiker wie Aliens oder Das Ding aus einer anderen Welt inspiriert ist, kann also nur gut sein - oder?
So zumindest der Plan des Entwicklerstudios Cogwheel Software. Hidden Deep ist ein dunkles, von Aliens wimmelndes Actionspiel, das die Spieler auf ein spannendes und gruseliges Abenteuer einladen möchte.
In der 2D-Perspektive klettert und schwimmt ihr durch submarine Höhlen, um die Rätsel zu lösen, die in der Tiefe lauern, und das Verschwinden eurer Besatzungsmitglieder aufzuklären. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Denn unter dem Meeresboden gibt es Kreaturen, die euch alles andere als freundlich gesonnen sind.
Alle möglichen kriechende, krabbelnde, fliegende und wabbelnde Spezies, gegen die ihr euch wehren müsst, während ihr in dunklen Gängen und gefluteten Gewölben um euer Leben kämpft.
Dabei möchte das Spiel vor allem eine realistische Schiene fahren und euch möglichst tief in die Geschichte eintauchen lassen. Wie gut das funktioniert und ob zu viel Realismus das Spiel kaputt macht, konnten wir im Early Access testen.
In diesem Artikel
20.000 Meilen unter dem Meer
Quelle: PC Games
In einer Forschungsstation kann einiges schiefgehen.
So tief wie Kapitän Nemo in Jules Vernes Roman befindet ihr euch in Hidden Deep (jetzt kaufen 17,99 € ) nicht. Allerdings ist es in der Forschungsanlage tief unterhalb des Meeresbodens nicht weniger gefährlich.
Nachdem der Kontakt zu einer Forschergruppe abgebrochen ist, welche seltsame Vorkommnisse in der Tiefe untersuchen wollte, liegt es an euch, die Geschehnisse aufzuklären und die Überlebenden zu retten.
Dabei müsst ihr euch mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Scannern, Sprengstoff und Drohnen Wege durch das verzweigte Höhlensystem suchen. Doch in den unerforschten Gebieten erwarten euch kontaminierte und teils parasitäre Kreaturen, die in euch einen leckeren Snack oder einen frischen Wirt sehen.
Zur Wehr setzen könnt ihr euch mit verschiedenen Schusswaffen im klassischen 2D-Shooter-Gameplay. Außerdem gibt es je nach Mission die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Figuren zu wechseln, die unterschiedliche Fertigkeiten besitzen.
So seid ihr beispielweise mit Technikern in der Lage, Kräne und Fahrzeuge zu bedienen, um schwere Ausrüstung zu transportieren und neue Gänge freizulegen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Charakterklassen ist also essenziell für den Erfolg der Mission.
Metroidvania-ish
Gerade durch das Kampfsystem und die Aufmachung erinnert Hidden Deep teilweise sehr an die Abenteuer von Samus Aran. Das Abknallen der Aliens spielt sich sehr ähnlich und auch das Erkunden der dunklen und voller Gefahren lauernden Höhlen löst ähnliche Vibes aus.
Insgesamt ist Hidden Deep aber weit davon entfernt, ein Metroidvania zu sein. Was aber nicht schlimm ist, denn schließlich will es das auch gar nicht. Es möchte viel eher mit den eigenen Gameplay-Möglichkeiten überzeugen und macht das auch größtenteils sehr gut.
Quelle: PC Games
Eure Hilfsmittel erleichtern euch die Missionen.
Anstatt auf Hüpf-Gameplay, konzentriert sich das Spiel viel mehr auf Erkundung und das kreative Nutzen der eigenen Möglichkeiten. Die Tools, die euch dabei zur Verfügung stehen, sind sehr umfangreich und jedes hat sein spezielles Einsatzgebiet.
Mit der Drohne könnt ihr noch unerforschte Bereiche untersuchen, der Terra-Scanner offenbart euch versteckte Höhlen, und der Tracker hilft euch, vermisste Personen zu finden. Das wichtigste Hilfsmittel ist aber der Greifhaken. Mit ihm könnt ihr euch von Klippen abseilen oder Steilwände überwinden und er ist definitiv das meistbenutzte Feature des Spiels.
Und: Das Ding setzt voll und ganz auf - scheinbaren - Realismus. Soll heißen: Wie ihr den Greifhaken einsetzen könnt, wird physikbasiert berechnet. Die Entwickler haben sich generell viel Mühe gegeben, das Spiel so realitätsgetreu wie möglich zu machen. Das heißt aber noch lange nicht, dass dadurch das Spielerlebnis unbedingt aufgewertet wird.
Wenn schon real, dann richtig
Eigentlich ist die realistische Inszenierung wirklich gut. Die Bewegungen fühlen sich größtenteils organisch an und sehen auch so aus. Und auch bei der Physik wurde sich sehr an der irdischen Wissenschaft orientiert, sei es die Auftriebskraft des Wassers oder das Schwingverhalten eines Krans.
Das wurde aber leider nicht überall konsequent umgesetzt. Zumindest wäre es sehr verwunderlich, wenn ein Sprengkörper in der realen Welt nur eine kerzengerade Säule in den Boden sprengen würde.
Quelle: PC Games
Beim Erkunden der Höhlen ist eure Kreativität gefragt.
Außerdem leidet das Gameplay oft sehr stark unter der "realistischen" Physik. Damit wären wir auch wieder bei der Wichtigkeit des Greifhakens. Das Spiel nimmt den Realismus nämlich oft so genau, dass man bereits bei einem Sprung von ca. 2 Metern wegen des Fallschadens das Zeitliche segnet, was nicht gerade für die Fähigkeiten der Höhlenforscher spricht.
Auch das Streifen einer Wand, während man mit gefühlten 5 km/h durch eine Höhle schwingt, kann in schlechten Momenten zum Tod führen.
Die Tatsache, dass es während den bis zu 60 Minuten langen Missionen keine Checkpoints gibt und man sie nochmal von vorne spielen muss, sobald man alle seine Leben verloren hat, macht diese Mechanik noch nerviger. Hinzu kommt, dass euer Charakter nicht gerade der Hellste zu sein scheint.
Hidden Deep? More like Hidden Depp
Quelle: PC Games
Mit Technikern könnt ihr alle möglichen Gerätschaften bedienen.
Denn neben der nicht gut ausbalancierten Physik bieten oft willkürliche Gameplay-Probleme Frustpotenzial. Häufig kommt es vor, dass der Charakter nicht in der Lage ist, eine Steigung zu überwinden, die selbst am Lastenfahrrad im Rückwärtsgang kein Problem darstellen würde.
Auch bei den Sprüngen stellt er sich manchmal wirklich selten dämlich an, und sobald eine Wand auch nur geringfügig höher ist als die ohnehin sehr geringe Sprunghöhe, muss bereits wieder der Greifhaken zum Einsatz kommen.
Ihr habt zwar die Möglichkeit, Seile dauerhaft an Vorsprüngen zu platzieren. Da eure Spielfigur es aber meistens nicht schafft, den Felsvorsprung dann auch zu erklimmen, nutzt euch dieses Feature nicht wirklich etwas.
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