Mit High Seize liefern uns die RedLynx Studios das zweite mehr als gelungene Strategiespiel für Nokias N-Gage ab.
RedLynx bewies uns bereits mit Pathway to Glory, dass sie etwas von rundenbasierten Spielen verstehen. Auch scheinen sie eine besondere Liebe zu Nokias Handheld-Telefon Hybrid dem N-Gage zu haben, denn mit PtG Ikusa Island steht bereits der Nachfolger von Pathway to Glory in den Startlöchern. In diesem Review jedoch widmen wir uns dem aktuellsten Spross RedLynx', nämlich dem Piratenabenteuer "High Seize", welches uns in eine Welt voller rasselnder Säbel, einäugiger Piraten und donnernder Kanonen entführt.
Bekannte Kost hervorragend umgesetzt
High Seize
Eigentlich wollten wir als Ex-Marinekapitän nur noch unseren Ruhestand genießen, doch wie so oft im Leben kam alles anders als geplant. Just als wir uns zur Ruhe setzen wollen wird unser Vater von der Piratengang rund um Croco Greg entführt, denn dieser hat es auf eine Schatzkarte abgesehen die unglaublichen Reichtum verspricht. Als braver Sohn machen wir uns natürlich sofort auf unseren Vater wieder aus den Händen des Freibeuters zu befreien, was sich als langwieriger und schwieriger Prozess herausstellt.
High Seize
"High Seize" benutzt meist relativ kleine Spielfelder die in mehrere Quadrate eingeteilt sind. Jedes einzelne Quadrat steht für eine Geländeeigenschaft die sich direkt auf die darauf positionierte Einheit auswirkt. Eine auf freiem Gelände positionierte Einheit beispielsweise genießt den geringsten Schutz, wohingegen eine im Wald schon recht gut aufgehoben ist. Den meisten Schutz aber bieten Gebirge und Gebäude, weswegen diese Spielfelder besonders beliebt sind. Doch nicht nur auf den Verteidigungsstatus wirkt sich das jeweilige Gelände aus, es bestimmt auch wie weit oder ob überhaupt sich eine Einheit bewegen kann. Berittene Piraten können sich zwar durch Wälder bewegen, wenn auch langsamer als normal, aber keine Berge überqueren, das ist dem Fußvolk vorbehalten. Ähnlich verhält es sich mit Gebäuden, die zwar von fast allen Einheiten als Schutz benutzt werden können, aber nur das Fußvolk ist in der Lage dieses zu erobern. Ist dies geschehen, können wir je nach Gebäude neue Einheiten erzeugen oder vorhandene wieder heilen. Denn auch dafür benötigen wir die Häuser.
High Seize
Neben den Landeinheiten gibt es noch die Schiffe und Boote, ebenfalls in angenehm großer Anzahl und jedes mit seinen ganz spezifischen Fähigkeiten. Die Schaluppe beispielsweise ist ideal geeignet um gegnerische Ruderboote zu versenken, wohingegen wir mit dem schwimmenden Mörser schon größeren Schaden anrichten können, aber auch mit dem Umstand leben müssen uns keiner zu nah gekommener Feinde erwehren zu können, denn die Mindestschussweite der Mörser beträgt schon zwei Felder. Die aufgeführten Ruderboote lassen sich zudem als Transporte für einzelne Einheiten ebenso gebrauchen wie direkt im Kampf, nachdem wir sie mit einem zweiten Mann verstärkt haben. Die großen Transportschiffe schließlich sind überhaupt nicht in der Lage sich zu wehren, können aber gleich mehrere Einheiten aufnehmen und transportieren.
High Seize
Auf diesen Mechaniken beruht das gesamte Spiel, welches uns auf den mitunter doch recht kleinen Karten das Maximum an strategischem Spaß bietet. Denn die gestellten Aufgaben sind durchaus ernst zu nehmen und kaum auf den ersten Anlauf zu schaffen. Erst gilt es die Schwachstelle der Gegner zu erkennen bevor wir unsere Mannen aufs Spiel setzen. Doch ist es nicht nur das gelungene Gameplay welches einen immer wieder in die Karibik ruft, auch die gesamte Präsentation des Spiels fiel für ein tragbares System - wie es das N-Gage ist - mehr als zufriedenstellend aus. Zwischen den einzelnen Missionen wird die Geschichte Anhand schön gestalteter Diashows erzählt, welche oft auch mit mehreren Ebenen glänzen, auf das tatsächlich der Eindruck entsteht ein richtiges Video zu sehen. Denn auch mit richtiger Sprachausgabe spart das Spiel nicht. Nicht nur in den Cutscenes gibt es sie zu hören, auch mitten in den Missionen melden sich die verschiedenen Charaktere zu Wort.
Multiplayer
High Seize
Fast schon als selbstverständlich empfindet man den vorbildlichen Multiplayer-Support den uns High Seize bietet, der für alle Eventualitäten gerüstet ist. Bis zu vier Spieler können entweder per Hotseat, Bluetooth-Schnittstelle oder über die N-Gage Arena online spielen. Der Hotseat-Mode funktioniert genau so wie man es sich vorstellt. An einem einzigen Gerät wird gespielt, wobei man das N-Gage beim Beenden der Runde an den nächsten Spieler weitergibt, der sodann seine Spielzüge ausführt. Verfügt man über mehrere N-Gage Geräte, empfiehlt sich das Bluetooth-Spiel, welches genau so funktioniert, nur dass eben jeder auf seinem eigenen Gerät spielt. Die große weite Welt schließlich erschließt sich einem beim Spiel über die N-Gage Arena, wozu es lediglich einen gültigen Arena-Account benötigt. Schon kann man den Piraten der Welt zeigen was es mit der schwarzen Flagge auf sich hat.
