Wie sich der glatzköpfige Auftragskiller alias Agent 47 in seinem vierten Abenteuer schlägt, lest ihr in unserem Test.
Alles wie gehabt: Steuerung und Grafik
Hitman: Blood Money
Die Steuerung des Hitman geht nach wie vor sehr intuitiv von der Hand: Je nach aktueller Situation werden euch diverse Möglichkeiten eingeblendet, welche ihr dann mit drei verschiedenen Tasten einfach auswählt. Leider ist das lautlose Töten mit dem Würgedraht in manchen Situationen etwas wackelig, denn nicht immer schnappt sich euer Killer sein Opfer wie man es gerne hätte, was oftmals auch zur Entdeckung und damit zum Neustart der Mission führen kann - ein nerviger Patzer. Das Interface sieht im Vergleich zum Vorgänger etwas anders aus, bedient sich aber nach kurzer Zeit genauso praktisch wie man es von der Serie gewohnt ist. Leider hat man auch in "Blood Money" auf die Funktion einer Minimap verzichtet, weshalb ihr also auch diesmal viel Zeit damit verbringen werdet, zwischen der Karten- und Spielansicht zu wechseln. Doch es gibt aber auch Neuerungen zu vermelden: Agent 47 ist ab sofort im Nahkampf um einiges agiler ausgefallen und kann seine Gegner per Tastendruck entwaffnen, sie als menschliches Schild benutzen oder einfach nur mit einem gezielten Schlag außer Gefecht setzen. Diese Aktionen werden jedoch nur mehr oder weniger willkürlich ausgeführt, sobald ihr einem Gegner frontal gegenübersteht und die Angriffstaste drückt.
Hitman: Blood Money
In Sachen Grafik konnte die eigens für diesen Teil der Serie zu großen Teilen neu entwickelte "Glacier Engine" überzeugen, auch wenn man auf den Konsolen der alten Generation nicht allzu viele Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger feststellen wird. Schlecht ist das allerdings nicht, schließlich sah Agent 47 bereits vor zwei Jahren hervorragend aus. Richtig schön und detailliert kommt der Glatzkopf aber erst auf dem PC und der Xbox 360 rüber: Beide Versionen sind grafisch nahezu identisch, allerdings nur dann, wenn man beim PC auch alle Details auf das Maximum hochschraubt und Kantenglättung sowie HDR-Rendering aktiviert. Die modernen Pixelshader-Effekte und die hohe Auflösung lassen den Hitman dann sehr realistisch über den Bildschirm schleichen und selbst wenn sich zig verschiedene Figuren gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln, gerät das Spiel nicht ins Stottern. Dies zeigt ganz besonders schön die Mission in New Orleans, bei der die Straßen tatsächlich völlig überfüllt mit Menschen sind - so viele Personen haben wir bisher noch nie gleichzeitig auf dem Bildschirm gesehen. Die Geräuschkulisse, die deutschen Sprecher und auch die subtile Hintergrundmusik sind auch diesmal herausragend gut ausgefallen - eben genau so, wie man es von IO Interactive seit vielen Jahren gewohnt ist.
