Hogwarts Legacy auf Nintendo Switch 2: Warum nicht gleich so? Diese Version ist die Rettung!
Test 53,99 €
Am 14. November ist Hogwarts Legacy nun auch für Nintendo Switch erschienen. Wir verraten euch im Test, mit welchen Flüchen die Version zu kämpfen hat.
Denn trotz aller Einschränkungen, mit denen Nintendo-Fans nur allzu vertraut bei solchen Umsetzungen sind, ist es spielbar. Gerade für jüngere Potterheads, die den Release wie auf heißen Kohlen erwarten, können wir also halbwegs Entwarnung geben.
Trotzdem ist es uns wichtig, euch von den vielen Problemchen und Problemen zu berichten, damit es keine bösen Überraschungen unter dem Weihnachtsbaum gibt. Wir gehen zumindest davon aus, dass vor Ende des Jahres noch einige Exemplare von Hogwarts Legacy (jetzt kaufen 39,95 € / 53,99 € )üüber die Ladentheke gehen werden.
Und bevor Oma, Opa, die Eltern oder andere liebe Menschen, die nichts mit Videospielen am Sprechenden Hut haben, mit gutem Willen und Ahnungslosigkeit einkaufen gehen:
Wenn ihr eine andere Plattform zur Verfügung habt, egal ob PC oder Konsole, Current- oder Last-Gen, greift darauf zurück. Die Version für die Switch empfehlen wir euch wirklich nur dann, wenn sie eure einzige Möglichkeit ist oder ihr viel Wert auf das mobile Zocken legt.
Quelle: PC Games
Switch 1
Letzteres ist ohnehin eine gute Idee, da die hemmungslos unterlegene Grafik so deutlich besser wegkommt als auf dem Monitor oder gar dem großen Fernseher. Zahlreiche Texturen sind matschig und müssen nachgeladen werden, permanent ist etwas am Flimmern und vieles ist einfach unscharf.
Die Grafik erinnert an manchen Stellen sogar an Pokémon Karmesin und Purpur, wobei wir uns diese Erinnerung am liebsten mit Obliviate wieder nehmen würden.
Es würde uns nicht wundern, wenn bereits der eine oder andere Heuler in die Arbeitsräume von Avalanche Software geflattert ist. Aber, und das möchten wir ausdrücklich betonen:
Dass Hogwarts Legacy es tatsächlich auf die Switch geschafft hat und sogar noch einigermaßen läuft, grenzt an ein Wunder. Ein anspruchsvolles Spiel auf eine Plattform zu bringen, die technisch etwa zwei Konsolengenerationen hinterherhinkt, verdient dafür schon ein "Erwartungen übertroffen".
Accio Texturen!
Anstelle von Trankzutaten, Pergament und Kessel braucht ihr für diesen Ausflug nach Hogwarts Geduld, Humor und zwei zugedrückte Augen. Ladebildschirme brauchen nicht nur länger als gewohnt, sondern kommen auch öfter vor.
Quelle: PC Games
Die offene Spielwelt ist auf der Switch auch nicht mehr so richtig offen, wie sich am Beispiel von Hogsmeade zeigt. Vor dem Betreten des Dorfes kommt ihr an eine unsichtbare Wand und müsst es erst einmal für circa 30 Sekunden laden, bevor ihr durch die Gassen streifen könnt - das Gleiche passiert, wenn ihr ein Geschäft betretet oder verlasst.
Aber es ist also nicht nur Geduld gefragt, wenn ihr jedes Mal diese 15 bis 20 Sekunden abwarten müsst. Sobald ihr wieder draußen seid, muss sich selbst die Umgebung erst mal von der Ladezeit erholen und nimmt erst nach mehreren Augenblicken ihre eigentliche Textur wieder an. Auch beim Schnellreisen innerhalb des Schlosses könnt ihr euch ganz entspannt zurücklehnen und 20 bis 30 Sekunden lang einen Schokofrosch genießen. Das ist tatsächlich etwas schneller als auf der PS4, allerdings muss die Switch ja auch nur eine schwächere Version von Hogwarts laden.
Alternativ könnt ihr die Wege natürlich zu Fuß zurücklegen (nicht bummeln!), die Türen brauchen manchmal aber einen langen Moment, bis sie euch in den nächsten Gang lassen. Außerdem verliert die eigentlich herausragend designte Zauberschule durch die schlechte Grafik einiges an Reiz und wirkt nicht mehr so eindrucksvoll.
Das liegt auch daran, dass Texturen und Charaktere nur wenige Meter vor euch ins Bild ploppen. Wenn weiter entfernte Figuren zu sehen sind, leiden sie unter dem unverzeihlichen Fluch der Framerate und sind langsamer unterwegs als ihr. Kurz gesagt: Schaut euch möglichst nichts aus nächster Nähe an, aber bleibt trotzdem nah genug, damit das Spiel die Texturen überhaupt richtig lädt.
