I'm not Alone im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

I'm not alone erzählt eine Exorzisten-Geschichte und ist etwas für ganz harte Horror-Action-Fans mit Lust auf Rätsel.

I'm not Alone I'm not Alone Ganz krude: An ein Speichersystem haben die Italiener von Pix Rev irgendwie nicht gedacht. Speichern und laden kann man nämlich nur vom Hauptmenü aus, das bedeutet aber auch, dass man sein Spiel jedes Mal beenden muss, wenn man seinen Spielstand beibehalten will. Eine Auto-Save Funktion (mal vom Levelende abgesehen) gibt es ebenso wenig wie eine Menüpause, aus der heraus man speichern könnte. Speichern aber sollte man unbedingt: Die tristen bis langweiligen Trial-and-Error Phasen können nämlich druchaus deprimieren, vor allem wenn man sie zum vierten Mal hintereinander absolvieren muss, weil man durch einen Bug ohne Savegame gestorben ist.

Gruselig ist vor allem die Technik

I'm not Alone I'm not Alone I'm not alone ist ein Grusel-Horror, behauptet zumindest die Verpackungsrückseite. Vom "Horror-Schocker des Jahres" ist da sogar die Rede! Als gruselig empfanden wir aber lediglich die Technik, die dem ganzen zugrunde liegt und einen zutiefst deprimiert. Zu aller erst wäre da die triste Grafik, die verwaschene und teils wirklich hässliche Texturen und Objekte zutage fördert. Bewegt man die Maus und somit die Kamera zu schnell, macht sich auf unseren Test-PCs sogar ein Blur- bzw. Wischeffekt bemerkbar, als ob hier Geschwindigkeit simuliert werden will - vollkommen unangebracht, falls das Absicht war. Die Animationen wirken bestenfalls hölzern und altbacken, auf allen Vieren kriechende Mädchenzombieleichen im The Ring-Stil sind da noch der Höhepunkt! Auch kämpft der Titel mit fiesen Clippingfehlern, in denen Gegner mal gut und gerne komplett in Wänden oder Objekten (Sofas, Schränken, Klavieren) verschwinden und anderen Grafikfehlern wie dem oben beschriebenen Tearing bei Kameraschwenks. Generell ist es in der verspukten Villa trotz (hässlich animierter!) Taschenlampe notorisch zu dunkel, ein flüssiges Rätsellösen ist eigentlich kaum möglich wenn auch gerade das zur Atmosphäre hätte beitragen sollen.

I'm not Alone I'm not Alone Einen ganz groben Schnitzer erlauben sich die Entwickler mit aktuellen Windows 7-Systemen. So ließ sich auf einem unserer PCs das Spiel leider nicht starten, allen Lösungsversuchen und Patches zum Trotz. Witzig (und gleichzeitig auch tragisch): Falls das Spiel nach der Installation nicht von selbst läuft, muss der Spieler die Engine manuell nachinstallieren - in der Form war uns das auch neu. Wenn man das Spiel dann doch zum Laufen bekommt, sollte man unbedingt den Patch installieren den TGC auf der offiziellen Seite zum Download anbietet. Denn ohne ist der Titel eigentlich kaum ruckel-, bug- und fehlerfrei spielbar (was sich aber auch nach dem Patch nicht zwangsläufig ändert).

I'm not Alone I'm not Alone Lichtblick: Der Soundtrack ist eigentlich gelungen und weiß durch seine gute Storyintegration zu gefallen. Vor allem aber ist das klassische Gedudel sehr atmosphärisch und kann eine düstere Stimmung vermitteln. Schade aber, dass so wenig Musikstücke implementiert wurden. Irgendwann kennt man sie alle und ist nur noch genervt... Gut, dass man die Mucke aber auch ausschalten kann. Und zwar in den Optionen, die man ebenso wie das Save-Menü NUR im Hauptmenü findet. Also: Spiel beenden, Optionen ändern, Spiel neuladen. Wer sich das ausgedacht hat, gehört bestraft!

Meinung

Wertung zu I'm not Alone (PC)

Wertung:

5.0 /10
Pro & Contra
schöner Soundtrack (der sich aber zu schnell widerholt)im Prinzip interessante Geschichte
keine Speichermöglichkeiten außer beim Beenden des Spiels - wer denkt sich denn sowas aus?triste Grafikdunkles Bildwenig Einstellmöglichkeitenlahme Kämpfe mit den Untotenoft leider gar nicht gruselig, höchstens vorhersehbarProbleme bei SteuerungClipping und Tearing
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