In the Mix featuring Armin van Buuren im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Dieser DJ gehört nicht nur zu den ganz Großen, er wird sogar mit einem eigenen Spiel geehrt!

In the Mix featuring Armin van Buuren In the Mix featuring Armin van Buuren Das freie Spiel bietet natürlich kein wirkliches Ziel, in der Karriere oder auf der Suche nach Rekorden im in der schnellen Runde werden diese unbeschreiblichen Freiheiten wieder etwas zurechtgestutzt. Die Aufgaben sind dann vorgegeben, welche Soundfiles oder Effekte aber genutzt werden, bleibt nach wie vor euch überlassen. Nach der Wahl der Aktion kommt immer eine kleine Minispielsequenz, in der man einen Regler bedienen oder im Takt der Musik die Hände klatschen muss. Ob der Übergang oder Effekt gelungen ist, kann man mit gutem Gehör zwar vernehmen, die Rückmeldung zu eurer Performance bekommt ihr aber über das tanzende und in Ekstase versetzte Publikum im Hintergrund, welches fröhlich die Hüfte schwingt oder euch mürrisch ausbuht. Deren Animationen sind aber alles andere als ansehnlich, da ist man fast schon froh über das überdimensionale Spielinterface. Insgesamt wurde der Titel vor allem auch in den Menüs etwas zu dunkel gehalten - was der Atmosphäre eines Clubs zwar näher kommt, insgesamt aber der Übersicht gewaltig schadet. Optisch kann der Titel definitiv nicht überzeugen, die Musik muss daher die Atmosphäre retten.

Die Grenzen des Equipments

In the Mix featuring Armin van Buuren In the Mix featuring Armin van Buuren Der Titel hat aber noch ein weiteres technisches Defizit aufzuweisen: Die Handgriffe erinnern durchaus an ein DJ Pult, doch irgendwie verliert "In The Mix" an dieser Stelle das Flair einer wahren Simulation. Es fehlt einfach die tatsächliche Hardware dazu. Darüber hinaus scheint die Abfrage der Controller nicht immer einwandfrei zu klappen. Vor allem bei den Reglern und Crossfadern reagiert die Wii-Remote ruckartig, bisweilen sogar überhaupt nicht und versaut einem den Gig. Die Menge fängt zu buhen an, die Lebensanzeige geht dem Keller entgegen und man steht kurz vor dem Ende einer glorreichen Karriere - zumindest im Übertragenen und etwas übertriebenen Sinne. Sieht man davon ab, ist der Titel eine solide Simulation mit zahlreichen Spielmodi geworden.

In the Mix featuring Armin van Buuren In the Mix featuring Armin van Buuren Herzstück von "In The Mix" ist natürlich der umfangreiche Karrieremodus. Etwa dreißig unterschiedliche Veranstaltungsorte in insgesamt 15 Städten der Welt stehen zur Verfügung. Foreign Media Games ist stolz darauf, dass ihr Titel immerhin 20 Clubs originalgetreu auf den Bildschirm zaubert. Bevor in den angesagten Discotheken aufgelegt wird, gilt es einen neuen DJ zu kreieren. Dabei bleibt leider nur die Wahl des Geschlechts, des Herkunftsortes und des Stils. Die Wahl eurer Heimatstadt hat auf den Start und die Setliste einen Einfluss. Regelmäßige Clubbesucher wissen, dass sich der Stil von Ort zu Ort und vor allem Stadt zu Stadt gewaltig unterscheiden kann. In New York werden schlichtweg andere Scheiben aufgelegt, wie in Amsterdam. Außerdem unterscheidet sich auch das Klientel. Mal sind es junge Hüpfer, mal wollen alteingesessene Fans begeistert werden. Dementsprechend solltet ihr auch passend Scheiben im Gepäck haben. Mit Erfolgen steigt euer Ruhm und die Kasse klingelt. Das Geld wird im Shop für neues Equipment sowie zusätzliche Samples ausgegeben. Neue Hardware sorgt dafür, dass euch das Mixen leichter fällt, während die Samples das mögliche Repertoire erhöhen und somit für mehr Variantenreichtum sorgen. Und mit etwas Glück dürfte der Traum eines jeden DJs am Ende wahr werden: In einem riesigen Stadion auflegen!

In the Mix featuring Armin van Buuren In the Mix featuring Armin van Buuren Neben der Karriere steht euch der schon besagte Partymodus für spontane Sessions sowie ein innovatives Studio zur Verfügung. Im Letzteren könnt ihr alle Samples und Soundeffekte dazu verwenden, neue und eigene Songs zu kreieren. Die Mixe lassen sich speichern und in eure Aufführungen integrieren, was wirklich richtig cool kommt. Leider reicht das Niveau nicht über die Anfänge von eJay hinaus und schränken die künstlerische Freiheit ein. Mit etwas mehr Herzblut hätte aus dem Editor was richtig gelungenes werden können. Und einen Mehrspielermodus sucht man letztendlich leider vergebens, wobei sich natürlich die Frage stellen würde, wie man bei einer solch kreativen Software zu zweit oder mit noch mehreren Freunden hantieren sollte - vor allem weil bisweilen keine Vorgaben gemacht werden und dem Spieler viele unterschiedliche Möglichkeiten offen stehen.

Meinung

Wertung zu In the Mix featuring Armin van Buuren (Wii)

Wertung:

7.2 /10
Pro & Contra
geniale Songauswahl (wenn man auf Armin Van Buuren / Vocal-Trance steht)große spielerische Freiheitenumfangreicher und langwieriger Karrieremoduszahlreiche Extras, neue Songs und Soundfiles zum freischaltenkreatives SpielEditor für eigene Songs (welcher aber eingeschränkt ist)
emotionslose Animationen der Mengeschwache grafische Präsentationvieles ist zu dunkel und unübersichtlich gehaltenController-Eingaben funktionieren nicht immerein richtiges DJ Pult wird trotz aller Mühen vermissteinseitige Musikauswahl
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