Dieser DJ gehört nicht nur zu den ganz Großen, er wird sogar mit einem eigenen Spiel geehrt!
Mittlerweile schon dreifach zum weltbesten DJ gekürt, gehört der Niederländer Armin Van Buuren in seinem zarten Alter von 34 Jahren zu den ganz großen Nummern im Techno und Trance Business! Er ist weder aus den Clubs, noch von den Großveranstaltungen wegzudenken und liefert kontinuierlich neues Futter auf Vinyl und CD für genießende Lauscher. Der No. 1 DJ kann aber nicht nur auf eine grandiose Karriere zurückschauen und wahrlich stolz darauf sein, mit "In The Mix featuring Armin Van Buuren" wird er als erster Disc Jockey mit seinem persönlichen Videospiel geehrt!
In the Mix featuring Armin van Buuren
Dieser Aufgabe widmete sich der holländische Publisher Foreign Media Games, welcher in enger Zusammenarbeit mit Armin Van Buuren und den Entwicklerteams die Clubatmosphäre aus Sicht eines DJ ins Wohnzimmer bringt. "Ich bin seit Jahren schon begeisterter Spielefan und natürlich stehe ich auch total auf Musik. Die Musikmix-Technologie hat in den letzten Jahren gigantische Fortschritte gemacht. Man kann heute dank der riesigen Auswahl an Songs und den unterschiedlichsten Effekten sehr viel mehr erreichen, und es macht jetzt noch größeren Spaß, das Publikum zu begeistern, auf eine musikalische Reise mitzunehmen und einfach abzufeiern. Jetzt kann der Spieler im heimischen Wohnzimmer selbst erleben, wie toll es ist, eigene Titel zu mixen! Dieses Spiel zeigt einerseits, wie meine Arbeit als DJ tatsächlich aussieht, gestattet dem Spieler andererseits aber auch, seinen eigenen Stil einzubringen. Perfektionieren Sie Ihr Können und begeistern Sie Ihre Freunde und Familie mit Dance und Trance.", so Armin Van Buuren zur DJ-Simulation für Nintendo Wii.
A State of Trance
In the Mix featuring Armin van Buuren
Während dieser Titel noch recht lange auf sich warten ließ, rückte Activision mit DJ Hero ins Rampenlicht. Den selbstbewussten Auftritt von Activision vorab schon erahnend, konzentrierten sich die Produzenten von "In The Mix" auf die wesentlichen Stärken des eigenen Produktes. Das große Plus ist eindeutig der weltbekannte DJ, der voll und ganz hinter dem Projekt steht. Satte 20 Originaltracks als Mastertapes steuerte er persönlich bei, wobei sich einige unveröffentlichte Scheiben im Spiel wiederfinden - sozusagen ein kleiner Leckerbissen für Fans. Hinzu gesellen sich diverse Künstler, mit denen Armin regelmäßig zusammenarbeitet. Diese brisante Mischung an knapp 60 Dancestampfern ergibt eine satte Gesamtlaufzeit von etwa vier Stunden, die eure Bude in einen kochenden Kessel verwandeln werden. Ihr werdet feinsten Trance und explosive Technomucke auf die Ohren bekommen, wie man es von Armin seit jeher gewohnt ist. Doch auch wenn einige sehr bekannte Stücke auf der Scheibe vorzufinden sind und auch die nicht ganz so gängigen Melodien mit dem Rest harmonieren, so hat die musikalische Auswahl auch einen gewaltigen Haken: Wer mit seichtem elektronischen, bisweilen melancholischen Klängen und Vocal-Trance nichts anzufangen weiß, sollte mit dem Lesen aufhören ich diesen Titel von seiner Wunschliste streichen. Alle anderen dürfen sich noch einige Zeilen gedulden, um mehr über diesen kreativen Titel zu erfahren.
In the Mix featuring Armin van Buuren
Die Entwickler haben keine Kosten und Mühen für ihr Produkt gescheut, auch wenn es auf dem ersten Blick weit hinter der Konkurrenz zurück bleibt. Auf der Scheibe finden sich zum Teil speziell abgemischte Stücke. Grund ist die Länge, die meist auf etwa 3-4 Minuten zurecht gestutzt wurde. Schließlich sind 10 Minuten lange Trancehymnen nicht gerade die Seltenheit und würden den Spielfluss gewaltig in die Länge ziehen. Egal wo ihr auflegt, sei es im Karrieremodus, oder das freie Spiel, ihr könnt euch ein individuelles kurzes Set aus den gegebenen Titel zusammen stellen. Wer will, kann so einen ganz persönlichen Mix hinlegen, welcher satte 20 Minuten oder länger den Spieler und vor allem die Zuhörer bei Laune hält. Denn ganz ehrlich, wenn man die Mechanik von "In The Mix" beherrscht und den Partygästen nicht den Bildschirm zeigt, kann man die Bude wahrlich rocken und sich als DJ feiern lassen.
Freiheit!
In the Mix featuring Armin van Buuren
Im Gegensatz zu den bekannten Musikspielen wie Guitar Hero oder DJ Hero ist das Ziel von "In The Mix" dem Spieler möglichst viele Freiheiten zu gewähren und diesen nicht bekannte Schemen nachspielen zu lassen. Das Spielinterface besteht aus einer farbigen, im Beat der Musik blinkenden Tube mit insgesamt vier unterschiedlichen Bahnen und ihren Plattentellern, welche je nach Bedarf mit entsprechenden Soundfiles belegt werden. Zwei dieser dienen den eigentlichen Songs aus der gewählten Liste, welche man irgendwann mittels eines Crossfaders ineinander übergehen lässt. Über die anderen werden Spezialeffekte eingestreut. Ihr könnt weitere Beats hinzufügen, die Hi-Hats erklingen lassen oder zusätzlichen Gesang einspielen. Je nach Spielfortschritt erweitert sich das Repertoire gewaltig und ihr habt zig Möglichkeiten, den Mix zu variieren und mit zusätzlichen Effekten wie Hall, Geschrei und ähnliches aufzupeppen. Auch wenn die Songs natürlich einer gewissen Einschränkung unterliegen, so wird kein Auftritt dem anderen gleichen. Bisweilen wirken die Übergänge zwischen dein einzelnen Tracks etwas holprig, was aber auch am bis dato vorhandenen Equipment und der Spielerfahrung liegt.
In the Mix featuring Armin van Buuren
Das alles funktioniert aber vor allem im Partymodus richtig gut. Entweder man überlässt das Spiel sich selbst und genießt die perfekte Abmischung eines unendlich langen Trance-Mixes, oder aber nimmt die Wii-Remote mit dem Nunchuck in die Hand und versucht seinen eigenen Stil zu verwirklichen. Hier stehen alle Songs, Funktionen und Möglichkeiten frei zur Verfügung und können nach Herzenslust ausprobiert werden. Weder sorgt hier eine Punkteanzeige für einen gewissen Druck, noch kann man die Menge wirklich enttäuschen. Dabei werden die Spuren der Reihe angewählt und über ein Interface die jeweilige Interaktion angewählt. Mit diversen Mixern, Effektreglern und Equalizer werden die Sounds abgemischt. Es ist zum Beispiel möglich per Equalizer bestimmte Frequenzen "abzuschalten" und wenn im Song nach einer seichten Pause wieder der Punk abgeht, den Bass langsam aber sicher wieder zusammen mit der Melodie erklingen lassen.
