Die höllisch durchschnittliche Portierung verhindert ein himmlisches Spielvergnügen in nahezu allen Belangen.
Kein optischer Himmelsstürmer
Infernal: Hell's Vengeance
Infernal hat nun bereits 2 Jahre auf dem Buckel, nachdem es für den PC erschien, doch das rechtfertigt eine solch schwache grafische Leistung nicht wirklich. Es scheint, als hätten die Macher aus dem Hause Metropolis Software keinerlei Bemühungen unternommen das Spiel zu optimieren, sondern einfach lieblos heruntergerechnet und die PC-Fassung übernommen. Und diese konnte mit grandiosen Effekten und einer tollen Optik aufwarten, doch bei der Xbox 360-Fassung sucht man dieses Feuerwerk vergeblich. Kantige, schlecht animierte Charaktere, miese Texturen, kaum Weitsicht und ein sich streckenweise wiederholender Levelaufbau versetzen der Spielerlust hier eindeutig einen Dämpfer. Als wären dies nicht schon genügend Minuspunkte bricht die Bildrate zusätzlich noch das ein oder andere Mal ein und verlangsamt das Geschehen enorm. Willkommen im höllischen Ruckelzirkus, denn zeitgemäß ist wirklich etwas anderes. Sicherlich ist Infernal spielbar, das steht außer Frage, doch bewegt sich die Qualität auf einem äußerst niedrigen Niveau. Wo ein vergleichbarer B-Titel wie Eat Lead noch durch seine coolen Sprüche und witzigen Ideen innerhalb des Spiels punkten konnte, bleibt dies bei Infernal nahezu gänzlich aus, gerade in Hinblick auf die Grafik.
Infernal: Hell's Vengeance
Der Sound hingegen ist nicht wirklich übel und vor allem die Synchronisation ist recht "gediegen". Typische Macho-One-liner ab vom Pathos der eigentlichen Szenerie lassen Ryan in einem coolen Licht erstrahlen, doch reichen diese nicht aus, um die anderen Mängel zu übertünchen. Musikalisch wurde einmal mehr "der Job erledigt" was bedeutet, dass die Musik eher unbeachtet im Hintergrund vor sich dahin plätschert, dem Spieler aber nicht allzu sehr auf die Nerven geht. Durchschnittskost eben, wobei man die akustische Leistung besser werten sollte, als die grafische.
