Ein epischer Grafik-Blender, den man wahrlich mal erlebt haben muss. Epic Games beeindruckt mit einem Augenschmaus auf dem iPad!
Quelle: Epic / Chair Entertainment
Infinity Blade
Wie auf Schienen wandert man daher durch das dunkle Gemäuer, welches durchaus einige Geheimnisse offenbaren und ein paar alternative Routen parat hat. Wer sich abseits des zentralen Pfads umschaut, bekommt nicht selten ein paar tolle Rüstungen oder extravagante Waffen spendiert, darf aber auch den einen oder anderen zusätzlichen Gegner duellieren. Der Schlagabtausch ist zwar unausweichlich, doch erfolgt nicht sofort. Zunächst können Informationen eingeholt, die Lebensenergie aufgefrischt und soweit möglich die Gegend erkundet werden.
Quelle: Epic / Chair Entertainment
Infinity Blade
Anschließend wird das Schwert, die Axt oder eine sonstige Klinge gezogen, den Schild stets vor sich gehoben, um schwere Gegenschläge zu parieren. In den Kämpfen trumpft die Optik nochmals gewaltig auf. Die teils riesigen aber auch abwechslungsreichen Monster und gut gepanzerten Ritter schwingen geradezu graziös ihre Waffe, brüllen uns ohrenbetäubend an und machen sich selbst Mut. Alles in butterweicher, geschmeidiger Animation dargestellt, welche sicherlich so manches aktuelles Spiel auf einer reinen Konsole in den Schatten stellt. Die Feinde sind imposant wie auch einschüchternd, vor allem da der eigene Haudegen, der ja nicht gerade schlampig mit Helm, Brustpanzer, Handschuhen, Accessoires und natürlich todbringender Waffe bestückt ist, oftmals um längen kürzer und schmächtiger daher kommt. Dennoch treibt der Mut und die Rachsucht den Recken voran, nicht ohne dabei Blut zu lecken und, das kommt immer wieder und nach wenigen Minuten vor, das Leben zu lassen.
Quelle: Epic / Chair Entertainment
Infinity Blade
Der Schlagabtausch ist ein gewaltiger, geschmeidiger und beeindruckender Kampf. Epic Games schafft es, trotz eingeschränkter Möglichkeiten, kein simples Wischspiel zu präsentieren. Geschick, Taktik und ein Auge für den richtigen Moment ist gefragt. Gegnerische Angriffe werden einerseits im richtigen Augenblick, andererseits durch eine passende Bewegung mit dem Finger auf dem Screen pariert oder mit dem Schild geblockt. Dieser hält aber nicht unendlich lang stand und kann daher nur bedingt den Sieg herbei führen. Man muss also richtig agieren, oder wenigstens den Schlägen ausweichen und abwarten, bis der Feind nach Luft ringt. Dann stürzen wir uns mit eigenen Attacken auf den Gegner, bis dieser ebenfalls pariert. Verfeinert wird der Kampf mit einigen Zaubern sowie der Möglichkeit, den Gegenüber durch eine besonders starke Attacke oder Schwachstelle für einen Augenblick ins Reich der Sterne zu jagen und somit verwundbar für jeglichen Angriff zu machen.
Quelle: Epic / Chair Entertainment
Infinity Blade
Die Klingen zu kreuzen macht anfänglich durchaus Laune, doch das System ist prinzipiell schnell durchschaut und man erkennt, wie simpel Inifinity Blade dann doch aufgebaut ist. Das Ziel ist es übrigens, den Gottkönig zu besiegen, dessen Thronsaal nicht allzu schwer zu erreichen ist. Seine Übermacht lässt euch aber immer und immer wieder ins Jenseits abtreten. Während dies bei normalen Gegnern zum Reaload des letzten Checkpoints führt, wird durch den Gottkönig die neue Blutlinie gestartet. Der Sohnemann möchte sich für den Tod des Vaters rechen, wird aber komischerweise mit sämtlicher Erfahrung und kompletter Ausrüstung des Vorgängers vor vollendeten Tatsachen gestellt und darf die Festung erneut erstürmen. Dies ist auch der Clou von Infinity Blade! Man arbeitet über Generationen am Charakter, rüstet diesen mit neuen Waffen und Rüstungen, entweder gefunden oder im Shop erworben, aus und beschäftigt sich mit der Möglichkeit, durch alle Objekte Erfahrungspunkte zu gewinnen. Ein wirklich tolles Feature, was uns zwingt, beständig das Inventar zu wechseln, damit wir Punkte zur Vergabe an einige Attribute verdienen.
Quelle: Epic / Chair Entertainment
Infinity Blade
Nach vielen Runden, etlichen Toden und mühseligen, sich beständig wiederholenden Kämpfen und den recht schnell auswendig gelernten Wegen durch das Schloss mag es irgendwann dann tatsächlich soweit sein, dass man den übermächtigen Gottkönig enthaupten kann. Da das Spiel mit jeder Blutlinie stärkere Gegner offenbart und immer wieder tolle Items ausschüttet, sieht man gern über den arg stupiden Ablauf hinweg. Vor allem kann Infinity Blade eins: Die Sammelsucht nach neuen Items und besseren Gegenständen wecken und somit den Spieler durchaus bei Laune halten.
