Diese Filmumsetzung ist ein regelrechter Hammerschlag mit geradezu albtraumartigen Folgen für den Spieler!
Euer ärgster Feind: Die Steuerung!
Iron Man 2
Wirklich haarig gestaltet sich aber vor allem die Handhabe. Während innerhalb des ersten Levels, dienend als Tutorial, nur der Gedanke von Komplexität aufkeimt, herrscht spätestens im Folgenden das absolute Chaos. Der komplette Controller ist zweifach belegt, da in den meisten Szenen die gegnerischen Blechdosen vom Boden oder der Luft aus bearbeitet werden können. Weitestgehend verlässt man sich auf die Lock-On Funktion, denn manuell die Kamera zu steuern und Gegner anzuvisieren, ist ein Ding der absoluten Unmöglichkeit. Von intuitiv kann auf jeden Fall keine Rede sein und tatsächlich wird Iron Man stundenlang wie eine Billard Kugel über den Bildschirm geschleudert. Vor allem im Nahkampf kommt es dank der offensichtlichen Fahnenflucht des virtuellen Kameramanns zu imposanten Großaufnahmen der geradezu "genialen" Texturen. Wir wollten auf jeden Fall schon immer die bisher zu geringfügig emotional bedachten Wände eines Levels genauer unter die Lupe nehmen, anstatt das gegnerische Verhalten zu studieren. Wären es wenigstens Nahaufnahmen der guten Pepper, würde manch Voyeur sogar richtig Euphorisch werden! So aber heißt es rechter Trigger durchdrücken und Dauerfeuer bzw. die Aktionstaste hämmern, um die oftmals nicht mehr sichtbaren Gegner mit einigen zufälligen Backpfeifen zu versorgen. Dank regenerativem Schutzschild kann man ja sekundenlang blindlings auf den Controller eindreschen und dennoch auf ein gutes Ende hoffen.
Iron Man 2
Na, Spaß dabei? Um ganz ehrlich zu sein, eigentlich nicht! Aber wenn die Disc schon mal im Laufwerk rotiert und das Spiel dank Erfolge in der Liste für Freunde und Bekannte ersichtlich ist, quält man sich weiter durch die ersten Levels und gar bis zum Abspann. Dabei gibt es durchaus imposante Höhepunkte mit Bossgegner, manch einer will sogar taktisch zur Strecke gebracht werden, aber auch Tiefpunkte. Zum Beispiel ein Flug auf Zeit durch ein Tunnelsystem. Während in dieser Szene die Steuerung auf ganzer Länge versagt, jedes Hindernis geradezu gekonnt mitgenommen wird und der Kameramann seiner mitschneidenden Linse freien Lauf lässt, kann man sich mit der Zeit sogar an die komplexe Handhabe gewöhnen. Man muss auch zugeben, dass die Entwickler vom Gameplay her sehr viel wenn nicht sogar zu viel von der Steuerung abverlangt haben und es daher nur allzu verständlich ist, dass Tony Stark alias Iron Man nur bedingt den Eingaben folge leistet. Ein Sieg über die Mititärindustrie ist aber machbar und der anschließend freigeschaltete Arenamodus entschädigt für sämtliche Strapazen der letzten 3-4 Stunden. Wirklich? Ähm ... nicht ganz ...
