Jak X: Combat Racing im Gamezone-Test

Test polidolly

Ob Jak und Daxter mit ihrem Rennspieldebüt an ihre früheren Erfolge anknüpfen können, erfahrt ihr in unserem Test.

Abwechslungsreiche Aufgaben

Jak X: Combat Racing Jak X: Combat Racing Was die Ereignistypen betrifft, die ihr im Abenteuermodus absolvieren müsst, so sind diese erfreulicherweise sehr zahl- und abwechslungsreich ausgefallen. Auf diversen Strecken und in Arenen der insgesamt vier Welten (Wüste, Eis, Dschungel und Stadt) erwarten euch zehn verschiedene Spielmodi. Neben den Streckenrennen, in welchem ihr euch gegen eure Konkurrenten mit Hilfe eurer Waffen durchsetzen und als erster die Ziellinie überqueren müsst, gibt es auch "Einfrier-Rallyes". Hier müsst ihr die Strecke so schnell wie möglich zurücklegen, indem ihr nicht nur euren Turbo-Booster einsetzt, sondern vor allem möglichst viele der herumliegenden so genannten "Zeiteinfrierer" einsammelt - wenn ihr über diese fährt, bleibt die Uhr nämlich für eine bestimmte Zeit stehen. Daneben gibt es noch "Todesrennen", in welchen es darum geht, innerhalb eines Zeitlimits so viele Drohnenfahrzeuge wie möglich abzuballern, wobei ihr berücksichtigen müsst, dass ihr in der zweiten Runde doppelte Punktzahl und in der dritten sogar die dreifache Punktzahl bekommt. Hier heißt es also gut zu überlegen, ob man schnell fahren und Unfälle riskieren will, um in den höheren Runden mehr Punkte abzustauben, oder man lieber eine langsameres Tempo anschlägt, um alle Ziele zu treffen. Wollt ihr noch mehr Action haben, dann sind die Spielmodi "Todesmatch" und "Monsterjagd" genau das richtige für euch. Beide Turniere werden in Arenen ausgetragen und erfordern das Ausschalten von bestimmten Zielen. Während ihr im Todesmatch eure Konkurrenten ins Visier nehmen müsst, sind es bei der Monsterjagd die Drohnenfahrzeuge. Wer immer noch nicht genug von Zerstörung hat, dem ist "Rushhour" zu empfehlen, denn hier geht es darum, Fahrzeuge zu rammen anstatt ihnen auszuweichen. Für geschicktere Wahnsinnige steht der Ereignistyp "Assassine" zur Verfügung, in welchem kontrollierte Zerstörung angesagt ist, da ihr nur einen bestimmten Konkurrenten als Zielobjekt habt. Mit "Artefakten-Rennen" steht euch eine Spielvariante zur Verfügung, in dem es darum geht, so viele Precursor-Artefakte wie möglich einzusammeln. Für Fans der hohen Geschwindigkeiten gibt es außerdem den Spieltyp "Turbo-Hatz". Hier hat der Booster nämlich nicht nur die Funktion, euren Rennboliden zu beschleunigen, sondern dient euch auch als Waffe, denn bei 100%iger Aufladung knallt dieser den gegnerischen Rennflitzern eine Energiezelle vor den Latz. Zu guter Letzt gibt es noch einen Ereignistypen, bei dem Teamplay angesagt ist. In "Erobern" sind nämlich die Rennfahrer in ein rotes und blaues Team aufgeteilt und müssen eine Energiezelle in die eigene Basis verfrachten.

Jak X: Combat Racing Jak X: Combat Racing An Vielfalt und Abwechslung bei den Aufgaben und Strecken mangelt es in "Jak X" sicherlich nicht, nur leider wurde vieles mangelhaft umgesetzt. Der erste Kritikpunkt betrifft das Rennpistendesign, denn diese ist viel zu oft sehr unübersichtlich aufgefallen, so dass man sehr oft nicht weiß, wohin man fahren muss. Zwar hat man eine Streckenkarte am Bildschirm links oben eingeblendet, doch mit bewaffneten Mitstreitern im Nacken und meist - dank dem Booster - einer ordentlichen Geschwindigkeit unterm Hintern, kann man auf die Karte kaum einen Blick riskieren, ohne gleich abgeknallt zu werden oder gegen die Wand oder ein Hindernis zu brettern. Der zweite Kritikpunkt betrifft das Fahrverhalten bzw. die Steuerung der Fahrzeuge. Diese ist nämlich recht schwammig ausgefallen, so dass ihr auf den vielen kurvenreichen Strecken eine regelrechte Rutsch- bzw. Schlitter- statt Rennpartie hinlegt. Ein gezieltes Fahren ist sehr oft nicht möglich und vor allem bei Streckeneunebenheiten hat man kaum noch Kontrolle über das Vehikel. Nimmt man noch die Probleme mit der KI, den Waffen und dem Wiederauftauch-Prinzip hinzu, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Streckenrennen eher für Frust- als Spaßmomente sorgen. Auch die "Turbo-Hatz" lässt nicht wirklich Freude aufkommen, denn hier müsst ihr euren Finger nicht nur die ganze Zeit über auf der R2-Taste belassen, sondern könnt euch auch aufgrund der einzeln aufsammelbaren Defensiv-Waffen kaum richtig schützen. Zum Glück wiegen die aufgezählten Probleme bei allen anderen Spieltypen kaum, so dass man diese richtig genießen kann. Vor allem die sehr auf Zerstörung ausgelegten Ereignisvarianten wie "Todesrennen", "Rushhour" und "Todesmatch" sorgen für sehr gute Unterhaltung.

Sehr gelungener Mehrspielermodus

Jak X: Combat Racing Jak X: Combat Racing "Jak X" bietet euch aber nicht nur solo ein langes und abwechslungsreiches Spielvergnügen, sondern auch zu zweit, da alle zehn aufgezählten Ereignistypen auch im offline Freundschaftsspiel-Modus zur Verfügung stehen. Darüber hinaus habt ihr im Zweispieler-Modus eine weitere Spielvariante zur Auswahl: die "Zeitprüfung". Hier tritt man einzeln gegen die Zeit an, um sein fahrerisches Können unter Beweis zu stellen, indem man die schnellstmögliche Rundenzeit hinlegt. Die große Auswahlmöglichkeit an Events und Strecken macht das Spielen zu zweit zu einer sehr vergnüglichen Angelegenheit. Ihr könnt den Freundschaftsspiel-Modus auch solo nutzen, um eure Fahrkünste zu verfeinern oder einfach "just for fun". Nicht nur offline bietet "Jak X" jede Menge Spielspaß, sondern auch online. Die unkomplizierte Handhabung ermöglicht einen raschen Zugang zum Spielen im Netz und bietet mit acht verschiedenen Spielmodi (Monsterjagd, Erobern, Artefakt-Rennen, Assassine, Streckenrennen, Turbo-Hatz, Todesrennen und Todesmatch) und zahlreichen verschiedenen Strecken jede Menge Abwechslung. Zudem lässt sich das Network-Gaming mit dem Zweispieler-Modus vereinen, so dass zwei Spieler gleichzeitig von einer Konsole aus per Splitscreen ein Rennen im Internet gegen internationale Konkurrenz zocken können. Habt ihr ein USB-Headset zur Hand, dann solltet ihr diesen beim spielen im Internet einsetzen. Denn so könnt ihr ganz einfach mit den anderen Spielern kommunizieren, die an demselben Online-Rennen teilnehmen. Natürlich habt ihr im Mehrspieler-Modus sowohl on- als auch offline die Möglichkeit, eure Fahrer und eure Rennflitzer auszusuchen. Alle Charaktere (insgesamt 20) und Fahrzeuge (insgesamt 15), die im Abenteuermodus freigeschaltet habt, stehen euch hier zur Verfügung.

Pimp your car

Jak X: Combat Racing Jak X: Combat Racing Was wäre ein Rennspiel ohne die Möglichkeit, die schnellen Flitzer nicht nur leistungsfähiger zu machen, sondern auch optisch den eigenen Wünschen entsprechend zu gestalten. Natürlich bietet euch auch "Jak X" diese Möglichkeiten - vorausgesetzt, dass ihr genügend von den Precursor-Kugeln habt, die ihr bei den verschiedenen Ereignissen als Belohnung bekommt. Sowohl die Motorleistung als auch die Panzerung, das Getriebe und der Turbo lassen sich im Austausch gegen diese Kugeln verbessern. Hinzu kommen dann noch Chassis-Teile wie Kotflügel, Seitenverkleidung, Räder und Motorhaube, die ihr modifizieren könnt. Auch die Farbe der Fahrzeuge können wunschgemäß umlackiert werden. Des Weiteren habt ihr die Möglichkeit, die Rennboliden mit netten Accessoires wie Antennen auszustatten. Einige dieser Umbauten könnt ihr direkt im Anpassungs-Menü vornehmen, andere dagegen (wie bestimmte Räder und die Accessoires) müsst ihr erst freispielen und dann im "Geheimnisse-Laden" gegen die Precursor-Kugeln eintauschen. Erst dann stehen euch diese Objekte im Fahrzeug-Upgrade-Menü zur Verfügung. Der "Geheimnisse-Laden" beinhaltet aber nicht nur Fahrzeugteile, sondern auch andere Extras wie geheime Charaktere und Fahrzeuge und einen Making-of-Film. Während die letztgenannten Boni auch in solches Menü gehören, ist die Auflistung des Fahrzeugzubehörs dort unsinnig und verkompliziert das Umrüsten der Rennautos völlig unnötig. Schön ist die Möglichkeit den fahrbaren Untersatz nach eigenen Vorstellungen aufzumotzen dennoch, auch wenn die Auswahl bei einigen Zuberhörteilen nicht sehr groß ist.

Meinung

Wertung zu Jak X: Combat Racing (PS2)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
abwechslungsreiche Aufgabenviele Events und Streckensehr gelungener Mehrspieler-Modus
schwammige Steuerungmisslungene KInur einzeln aufhebbare Defensiv-Waffendas Auftauchen nach Unfällen an den unmöglichsten Stellen
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