Kinect Joy Ride im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Do we enjoy the ride? Eine gute Frage, so ganz ohne Controller bietet der Titel zumindest kurzweiligen Spaß.

Variantenreiche Modi, aber ...

Kinect Joy Ride Kinect Joy Ride Zugegeben, auch wenn das Gameplay simpel und die Handhabe etwas schwammig ist, so kann ein gelegentliches Pistenduell durchaus seinen Reiz haben. In mehreren Modi tritt man alleine gegen diverse CPU-Fahrer, ober aber gemeinsam mit bis zu vier Spielern im heimischen Wohnzimmer gegeneinander an. Kinect erkennt weitere Spieler recht schnell und es kommt nur selten zu Problemen. Über Xbox Live dürfen sogar bis zu acht Teilnehmer um den ersten Platz rangeln. Hauptattraktionen sind die normalen Rennen um die beste Platzierung, oder aber die etwas härtere Variante mit auf den Strecken verteilten Objekten. Es kommt ein wenig Mario Kart Gefühl auf, wenn Kontrahenten mit einer Rakete von der Strecke gefegt werden oder tiefgekühlt über den Asphalt schlittern. Da man bei der Nutzung dieser fiesen oder auch schützenden Objekte das "Lenkrad" loslassen und die Items quasi werfen muss, leidet die Steuerung darunter. Schließlich kann man nicht gleichzeitig in die Kurve schlittern und hämisch seinen Kollegen ärgern!

Kinect Joy Ride Kinect Joy Ride Die weiteren Varianten Zerstörung, Stunt und Sprint sind eher für den kurzen Hunger zwischendurch. Ersteres serviert eine Arena mit Statuen, beim Stuntfahren gilt es wilde Pirouetten in einer Halfpipe an den Tag zu legen und die Sprintrennen sind kurze Streckenabschnitte, die möglichst schnell zu absolvieren sind. Eine weitere vollkommen ungewöhnliche Variante ist das Trickspiel. Das Fahrzeug hebt ab, fährt die Flügel aus und ihr sollt mit dem Avatar Posen nachmachen. Kurz angespielt ist auch hier leider recht schnell die Luft raus. Das Spiel ist witzig und die Idee gut, doch es mangelt schon nach einigen Stunden gewaltig am Spielumfang. Sage und schreibe nur sieben Strecken (plus einige Extrapisten in den Minispielvarianten) sorgen nicht gerade für Abwechslung, und damit ist nicht die ewige ähnliche Felslandschaft und der monotone Soundtrack gemeint. Wir vermissen vor allem eine Turniermöglichkeit für mehrere Spieler oder eine passende Karriere. Stattdessen wird vogelfrei eine Variante gewählt, diese auf Dauer gespielt oder anschließend zurück ins Hauptmenü gewechselt. Letzteres ist recht ärgerlich, da man sich sekundenlang durch zig Menüs durchwühlen muss, um endlich eine andere Strecke fahren zu können - nicht wirklich schön gelöst, vor allem wenn man alleine immer wieder auf neue Rekorde aus ist!

Meinung

Wertung zu Kinect Joy Ride (X360)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
witziges Gameplay ohne Controllerabwechslungsreiche Spielmodispaßige und actionreiche Pistenduelleviele humorvolle und bunte Fahrzeugefreischaltbare Fahrzeuge und Streckenoptisch recht gelungen, wenn auch etwas eintönig in der Farbgebungkurzweiliges Spiel für Casual-AbendeOnlinemodus
nur sieben Rennstrecken (plus zusätzliche in anderen Modi)keinen richtigen Karrieremoduskeine Turniermöglichkeiten mit Freunden und Bekanntenmäßig tiefgründiges Gameplayschwache Steuerung trotz aller Hilfenbemerkbare Verzögerung des Lenkverhaltens (was man aber kennenlernt und ausgleicht)nach wenigen Stunden ist die Luft rausviel zu wenig Spielumfang
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