Ein knuddelig süßes Spiel für die Kleinsten unter uns, etwas ältere Spieler können mit den putzigen Kätzchen aber nichts anfangen.
Wenn wir an Kinectimals denken, haben so manche die HD-Kopie von Nintendogs im Kopf, manch andere grübeln noch an Sonys EyePet nach - die meisten haben aber vor allem das kleine Mädchen der E3-Pressekonferenz vor Augen, die hundertfach nach ihrem "Skiiiittles" gerufen hat. Ganz klar, die putzigen Kätzchen im hohen saftig grünen Gras sorgen sofort für leuchtende Augen und sehen einfach super süß aus, doch kann Microsoft mit Kinectimals auch spielerisch überzeugen, oder handelt es sich im eine reine Tech-Demo auf polierter Hochglanz-Optik?
Kinectimals
Kinectimals erinnert tatsächlich an die oben genannten Spiele und macht als Tamagochi-Ersatz eine unglaublich gute Figur. Euch verschlägt es auf die idyllische Insel Lemuria. Warum, werden wir nie erfahren, ist aber genauso belanglos wie die eingebettete Hintergrundgeschichte des Kapitän Able Schwarzholz. Seinerzeit kam er mit dem fliegenden Puschelvieh Hummel auf die Insel und adoptierte die kleinen Katzenbabys. Nachdem dieser aber auf Abenteuerreisen ist - das schon seit mehreren Jahrhunderten - müsst ihr euch nun zumindest um einen flauschigen Balger kümmern. Im Freundeskreis könnt ihr euch für eine der wirklich niedlichen Katzen entscheiden. Egal ob afrikanischer Löwe, sibirischer Tiger oder pechschwarzer Panther, allesamt sind sie unglaublich verspielt und schnurren lautstark, wenn man sie hinter den Ohren krault.
Der neue Freund
Kinectimals
Spielerisch ist es einerlei, für welches Großkatzenbaby ihr euch entscheidet. Einerseits ändert sich dadurch keinesfalls der Spielablauf, andererseits taucht die restliche Rasselbande im weiteren Verlauf des Abenteuers wieder in Felldorf auf, ihr könnt also auch mit den anderen Kameraden spielen und Spaß haben. Eure eigene Bleibe ist eine kleine Hütte, in der man alle Trophäen und Erfolge anschauen, die Einrichtung ändern und ein Blick auf die Inselkarte werfen kann. Zu Beginn ist diese noch recht unerforscht, doch mit der Zeit wird man weitere Teile neben der idyllischen Lichtung wie den Strand oder die Berge erkunden können. Überall lauern - nein, keine Gefahren - sondern Spielsachen und Minispiele, welche das Abenteuer abwechslungsreich gestalten. Nebenbei sammeln sich fremdartige Taler an, die beim Lemuren-Händler für angeschwemmte Möbel oder neues Spielzeug für die adoptieren Kätzchen ausgegeben werden können.
Kinectimals
Ein wirkliches Spielziel bietet Kinectimals auf dem ersten Blick nicht, schließlich beschäftigt man sich hauptsächlich mit dem putzigen Fellknäuel. Wenn der kleine Racker genüsslich durch das hohe Gras stapft, den Vögeln nachjagt oder trottelig eine Frisbee vor euch ablegt, bleibt auch bei den etwas älteren Spielern kein Auge trocken. Die Animationen sind unglaublich geschmeidig, das Fell wiegt sich im Schritt der Bewegungen und es bleibt ein "och ist der nieedlich" oder "mei ist das Kätzchen süüüüß" einfach nicht aus. Das adoptierte Katzenbaby wirkt nahezu reell, derart glaubhaft spielt der Racker und räkelt sich in der Sonne. Übrigens ein kleiner Gag am Rande: Zum Spiel gibt es ein paar knuddelige Plüschtiere, deren Abbilder man vor die Kamera halten kann und diese anschließend im Spiel freischaltet. Damit werden Königstiger, aber auch Affe und Bär zum Leben erweckt.
Kinectimals
In erster Linie soll man mit dem neuen Kumpel reichlich Spaß haben, sprich zahlreiche Spielsachen wie ein Fußball oder Wasserball, eine Frisbee-Scheibe aber auch Quietschtiere dienen zur allgemeinen Belustigung. Werft ihr die Sachen zum Beispiel, rennt der kleine hinterher und bringt ganz brav alles wieder zurück. Natürlich will das Fellknäuel ab und an auch mal gestreichelt werden und was zu Futtern. Letzteres ist aber ebenso wie die Pflege reiner Zeitvertreib. Kinectimals schwächelt in dieser Hinsicht und kümmert sich nur peripher um die Pflege des eigenen Haustiers. Nintendogs bewies mehr Anspruch und dort wird auch wesentlich mehr Verantwortungsbewusstsein geprägt, als in Microsofts Kinect-Tamagochi.
