Kingdom Hearts Re:coded im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Fast könnte man meinen, der NDS möchte uns kurz vor dem Erscheinen des 3DS noch zeigen, zu was er in der Lage ist.

Während der neue Nintend 3DS schon in der Startbox mit den Hufen scharrt beschert Square Enix dem bald ausgedienten Gerät noch ein Highlight: Mit Kingdom Hearts Re:Coded kommt ein weiteres Spin-Off in die Händlerregale, welches sich um die bunte Mischung aus Charakteren im Final Fantasy-Design und den bekannten Disneygrößen wie Goofy oder Micky Maus dreht. Passt das auch hier wie der Schlüssel ins Loch?

Und plötzlich war alles weg...

Kingdom Hearts Re:coded Kingdom Hearts Re:coded Fast schon typisch deutsch könnte man die Ordnung des kleinen Jiminy Cricket charakterisieren. Da schreibt er die Geschehnisse von Kingdom Hearts 1 und 2 fein säuberlich in Tagebücher und dann passiert es doch: Die Seiten sind plötzlich nicht mehr randvoll mit Information gefüllt, sondern gähnend leer. Zeit also diesen Umstand zu ändern und Sora, den Helden aus den ersten beiden Teilen, in die Bücher zu schicken und dieser großflächigen Geschichtseliminierung auf den Grund zu gehen. Stets begleitet von Micky als omnipräsente Stimme im Hintergrund. So bewegt ihr euch in von einander abgetrennten Arealen der Vorgänger um die Geschichte nicht nur für euch sondern auch für die Disney-Crew.

Was bist du eigentlich?

Kingdom Hearts Re:coded Kingdom Hearts Re:coded Diese Reise gestaltet sich allerdings schon bald als sehr mysteriös und rätselhaft heraus. In der ganzen Geschichte scheinen Anomalien in Form von rot-schwarzen Boxen aufzutauchen. Verschachtelte Aussagen, die eigentlich keinen Sinn ergeben, aber es dennoch tun halten euch auf Trab. Wer nun allerdings von Kingdom Hearts erwartet, dass es sich in eine Genreschublade stecken lässt hat sich gewaltig geirrt. Dieser Titel ist ein Chamäleon. Immer wenn ihr euch daran gewöhnt habt ein Adventure zu spielen, macht euch das Spiel einen Strich durch die Rechnung und verwandelt sich. Das Resultat dieser Verwandlung ist mal ein Sidescroll-Shooter, ein anderes Mal ein klassisches Rollenspiel nur um dann wieder als verkapptes Strategiespiel daher zu kommen. Verantwortlich für diese Veränderung sind die verschiedenen von euch bereisten Spielwelten. Diese Transformation geschieht jedoch nicht ohne Rückkehr zum eigentlichen Gameplay. Dieser äußerst fließend und dynamisch wirkende Übergang hält den Überraschungsfaktor für den Spieler allgegenwärtig und motiviert zum Weiterspielen.

Kingdom Hearts Re:coded Kingdom Hearts Re:coded Wie erwähnt ist das Spiel im Herzen eher im Bereich des Adventures anzusiedeln. Dazu gehört fast schon selbstverständlich für Square Enix eine ausgetüftelte Charakterentwicklung. Habt ihr zu Beginn entschieden ob ihr lieber Angreifer, Verteidiger oder Magier sein wollt und gleichzeitig einer der Fähigkeiten den Rücken gekehrt könnt und sollt ihr von da an für Soras Weiterentwicklung sorgen. Diese erreicht ihr in dem ihr maschinenähnlich Chips in ihn einpflanzt und diese mit verschiedenen Kugeln aufwertet, was zu neuen Fähigkeiten und Charakterlevel führt. Diese Stärken nutzt ihr vorrangig im Kampf mit allerlei dunklen Kreaturen. Während ihr auf dem "A"-Knopf normale Attacken vom Stapel lasst, könnt ihr mit "X" und "Y" weitaus stärkere Kombos an den Gegner bringen. Je mehr Angriffsmöglichkeiten ihr freigeschalten habt, könnt ihr diese auf den vorgesehenen Plätzen im HUD platzieren und einsetzen - dazu müsst ihr nicht im Menü ewig rumkramen, sondern bedient euch der Kombination aus Schultertaste und Face-Button. Einziges Manko ist die Kameraführung und das Zielsystem. Da die Kamera immer eurer Bewegung in der Quere steht artet eine Justierung immer in unnötigen Aufwand aus.

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