Allen Cineasten, die den üblichen Einheitsbrei aus Heroen-Aufgebot, Fortsetzungen und etwaigen Neuauflagen nicht mehr sehen können und auf der Suche nach echtem Original Content sind, präsentieren wir die Kinogeheimtipps der kommenden Wochen - elf Indie-Hits die sich garantiert abseits des Mainstreams bewegen schon jetzt zum Vormerken im Kalender.
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Auch wenn des große Blockbuster-Kino in diesem Jahr vor allem von den üblichen Helden-Epen der verschiedenen Comic-Schmieden, Sequels, Reboots und sonstigen medial gehypten Gewinngaranten dominiert wird, die kleinen aber feinen und vor allem originären Inhalte gibt es noch. Filme mit Ecken und Kanten, die sich vor allem im Rahmen der gerade angelaufenen, großen Preisverleihungen der Branche klammheimlich an den großen Mainstream-Produktionen vorbei ins Rampenlicht schieben und ob ihrer oftmaligen Individualität gerne mal mit dem Label "Independent" daherkommen. Welche dieser Indie-Filme der weiteren kalten Jahreszeit das Potenzial zum echten Geheimtipp gibt's hier in der Übersicht:
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Kinostart 25. Januar)
Nach der Vergewaltigung und Ermordung ihrer Tochter will Mildred Hayes (Frances McDormand) eigentlich nur eines, den Täter gefasst und zur Rechenschaft gezogen sehen. Dich auch Monate nach dem Gewaltverbrechen scheinen sämtliche Spuren ins Leere zu führen und Mildred sieht den Grund dafür im Unvermögen und Unwillen der lokalen Polizei dem Fall die nötge Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Umstand, den sie keine Sekunde länger hinnehmen will und so bleibt ihr nur auf Konfrontationskurs zu gehen. Das schwarze Drama von Martin McDonah (Brügge sehen ... und sterben?) wird spätestens seit seinem vierfachen Erfolg bei den kürzlich verliehenen Golden Globes (für das beste Drehbuch, Frances McDormand als Hauptdarstellerin, Sam Rockwell als Nebendarsteller sowie die Gesamtauszeichnung als bester Film) als der Top-Anwärter für die anstehende Oscar-Verleihung.
Der seidene Faden (Kinostart 1. Februar)
Quelle: Universal
Der seidene Faden
2007 feierten Daniel Day-Lewis und Regisseur Paul Thomas Anderson mit There Will be Blood einen Indie-Hit. Diesmal erzählen sie das Drama eines renommierten Modeschneiders, dessen kontrolliertes Leben im London der 1950er aus den Fügen gerät, als er in einer jungen Frau eine Muse und Geliebte findet. Auch wenn es nach zwei vorausgegangenen Nominierungen bei den diesjährigen Golden Globes nicht hatte sein sollen, andernorts hagelte es bereits zahlreiche Kritiker-Preise für Drehbuch und Musik.
Wind River (Kinostart 8. Februar)
Quelle: Wild Bunch / Central
wind River
Ein routinierter Fährtensucher (Jeremy Rener) und eine unerfahrene FBI-Agentin (Elizabeth Olsen) gehen im verschneiten Wyoming einem Verbrechen nach. Vergewaltigung und Tod einer jungen Indianerin erinnern den Jäger an eine Tragödie aus seinem eigenen Leben ... Das Skript von Taylor Sheridan entführt nach Sicario und Hell or High Water erneut an die American Frontier. Dabei übernahm Sheridan auch gleich selbst den Regieposten, was ihm derweil bereits eine Auszeichnung im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes einbrachte. In Nebenrollen sind Graham Greene (Der mit dem Wolf tanzt) und Martin Sensmeier (Die glorreichen Sieben) zu sehen.
I, Tonya (Kinostart 1. März)
Quelle: DCM
I, Tonya
Tragikomisches Biopic über US-Eiskunstläuferin Tonya Harding, die 1994 in ein Attentat auf Konkurrentin Nancy Kerrigan verstrickt war. Craig Gillespie (Lars und die Frauen) führt Regie, Margot Robbie als Tonya und Allison Janney als deren harte Mutter mit Oscar-Chancen - den Golden Globe als beste Nebendarstellerin darf sie sich immerhin schon mal ins heimische Trophäenschränkchen stellen. Das Skript zum Film war übrigens noch 2016 auf der Blacklist und damit den beliebtesten bislang unverfilmten Drehbüchern der Branche zu finden.
Call me by Your Name (Kinostart 1. März)
Quelle: Sony
Call me by your Name
Bereits mehrfach mit Filmpreisen versehen Literaturverfilmung, die nach drei Golden-Globe-Nomminierungen auch als einer der Kandidaten für den Oscar als Bester Film gehandelt wird: Ein Jugendlicher aus einer wohlhabenden amerikanischen Archäologen-Familie verliebt sich im Norditalien der 1980er-Jahre in den Assistenten seines Vaters. Die Rolle des Letzteren übernahm Armie Hammer (Lone Ranger).
Das schweigende Klassenzimmer (Kinostart 1. März)
Quelle: Studiocanal
Das schweigende Klassenzimmer
Als eine DDR-Abschlussklasse 1956 eine Schweigeminute für die Opfer des Ungarnaufstands organisiert, bekommt sie massiv Ärger mit Schulleitung und Politik. Lars Kraume (Der Staat gegen Fritz Bauer) setzt die Jungschauspieler nach wahrer Begebenheit in Szene.
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