Zwischen Eiersuche und Auferstehung: Typische Osterfilme im Wandel der Zeit
Special
Alle Jahre wieder. Wie Weihnachten hat auch Ostern seine Filmchen, doch während in der besinnlichen Zeit schöne Weihnachtsmannfilme, der grimmige "Gringe" oder "Aschenbrödel" über die Bildschirme flackern, haben Filme zur Auferstehungszeit Jesu etwas Grausames an sich - wenigstens ein paar von ihnen. Blut, Tod, Verderben und ein paar Häschen, das ist doch eine wunderbare Kombination. Doch woher rührt dieser Osterkult und warum gibt es immer wieder diese Hasen?
Fangen wir doch mal so an: Ostern ist das Fest zur Auferstehung Jesu Christi und die höchste christliche Festlichkeit. Seinen Ursprung hat es in dem jüdischen Pessachfest. Seit dem vierten Jahrhundert ist das Fest auf drei Tage festgelegt. Drei Tage sind ein langer Zeitraum und hier haben wir genug Stoff, um sie zu füllen. Aber Moment... die Frage zum Osterhasen ist noch nicht geklärt.
Lustigerweise haben wir Deutschen den Hasen zu verschulden, so wie die Amerikaner (oder eher Coca Cola) den Weihnachtsmann verbrochen hat. Erstmalig wurde das Hoppel-Häschen von dem Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau in seiner Abhandlung im Jahr 1682 erwähnt. Dort schildert er, dass der Osterhase die Eier in den Gärten und Gesträuch versteckt. Kinder und auch Erwachsene sollen diese dann zu ihrem Vergnügen wiederfinden. Soweit, so gut. Die Verbindung zu dem christlichen Osterfest besteht darin, dass sowohl Eier, als auch Hasen als Symbole im christlichen Glauben vorkommen. Wieso man die beiden jedoch verbindet ist unklar. Es wurden verschiedene Hypothesen aufgestellt. Die Fruchtbarkeit des Hasen soll eine eigene enge Verbindung zum Frühling haben. Wie dem auch sei, jetzt haben wir Hasen, Eier und den auferstehenden Christus.
Doch genug Geschichtsunterricht, jetzt geht es an die... das Ei. Wie oben schon erwähnt, haben wir an diesem verlängerten Osterwochenende viel Zeit und sollte das Wetter nicht mitspielen dann vielleicht auch Lust die Glotze anzuwerfen und uns von den unzähligen Osterfilmen berieseln zu lassen. Hier unten findet ihr die meiner Meinung nach zehn wichtigsten, interessantesten, relevantesten Filme der letzten Jahrzehnte und welche, die es noch werden wollen. Das liegt natürlich alles nur im Auge des Betrachters, also kreuzigt uns nicht, sollte euch unsere Auswahl nicht gefallen oder die Liste nach Erweiterungen schreien. Schreibt uns gerne eure liebsten Osterfilme in die Kommentare oder auch unnützes Wissen, welches wir bei den Filmperlen ausgespart haben. Natürlich können noch nicht alle hier aufgezählten Filme bereits zu den Klassikern gehören, bedenkt, dass die Folgegenerationen diese als solche betrachten werden, so wie wir "Die zehn Gebote" von Cecil B. DeMille. Und das ist auch schon die perfekte Überleitung, denn unsere Liste beginnt genau mit diesem zeitlosen Meisterwerk.
Auf dieser Seite
- 1 "Die zehn Gebote" (1956)
- 2 "Ben Hur" (1959)
- 3 "Jesus Christ Superstar" (1973)
- 4 "Das Leben des Brian" (1979)
- 5 "Die letzte Versuchung Christi" (1988)
- 6 "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988)
- 7 "Die Passion Christi" (2004)
- 8 "Hop - Osterhase oder Superstar" (2010)
- 9 "Peter Hase" (2018)
- 10 "Maria Magdalena" (2018)
"Die zehn Gebote" (1956)
Quelle: Paramount
"Die zehn Gebote" (1956)
Um dem Erlass des ägyptischen Pharao Ramses I zu entfliehen, der besagt, dass alle hebräischen Neugeborenen männlichen Geschlechts dem Tode geweiht sind, wird Moses (Charlton Heston) in einem Binsenkorb auf dem Nil ausgesetzt. Bithiah die Tochter des Pharaos findet den Jungen auf dem Wasser treibend und bringt ihn an ihren Hof, wo er als einer der ihren aufwächst. Er erlangt die Gunst ihres Bruders Pharao Seti und die Liebe der Thronprinzessin Nefertiri. Mit der anwachsenden Sympathie der anderen für den Aussätzigen, wächst aber auch die Missgunst von Rameses (Yul Brynner), Setis leiblichem Sohn, für den von ihm nicht akzeptierten Bruder. Als Moses mit 20 Jahren von seiner hebräischen Herkunft erfährt, geht er raus in die weite Wüste Ägyptens, um nach seiner Mutter zu suchen. Auf seinen Reisen begegnet er Gott, der ihm die Aufgabe gibt die Israeliten in die Freiheit zu führen. Auf ihrem Marsch werden sein Volk und er Zeugen von vielen göttlichen Wundern.
"Die zehn Gebote" ist einer der größten Monumentalfilme aller Zeiten und mit einem Budget von knappen 13 Millionen US-Dollar auch für lange Zeit einer der teuersten von Paramount produzierten Spielfilme. Die Produktionszeit betrug ungefähr zwei Jahre in denen 14.000 Statisten und 15.000 Tiere aller Rassen zum Einsatz kamen. Bis zu Mel Gibsons "Passion Christi" war das das ertragreichste religiöse Epos in der Filmgeschichte. Cecil B. DeMille feierte seinen 75sten Geburtstag während der Produktion des Streifens, das machte ihn seinerzeit zum ältesten, praktizierenden Regisseuren. Eigentlich hatte er angedacht einen weiteren epischen Film zu produzieren, verstarb jedoch drei Jahre nach der Erscheinung dieses cineastischen Werkes.
"Ben Hur" (1959)
Quelle: Warner
"Ben Hur" (1959)
Anfang des ersten Jahrhunderts lebt Judah Ben-Hur (Charlton Heston) als reicher jüdischer Prinz und Händler in Jerusalem. Eines schönen Tages trifft sein alter Freund Messala (Stephen Boyd) ein, der kürzlich zum Gouverneur ernannt wurde und die römische Armee befehligt. Trotz der Freude über das Wiedersehen nach einem so langen Zeitraum, wird dieses von deren politischen Differenzen überschattet. Während der Willkommensparade löst sich dann auch noch ein Dachziegel von dem Haus Judahs, fällt auf den gerade eingetroffenen Gouverneur und verletzt diesen. Obwohl sich Messala der Unschuld Judahs bewusst ist, schickt er ihn auf die Galeeren und sperrt seine Familie in den Kerker. Judah schwört daraufhin Rache. Durch diese Entscheidung Messalas entfacht ein unüberwindbarer Disput zwischen den alten Freunden, der fatale Folgen nach sich zieht.
William Wyler nahm sich diesem Projekt an, da er etwas schaffen wollte, dass dem Regisseur Cecil B. DeMille ebenbürtig ist. Das ist ihm auch gelungen! Dieser Monumentalfilm stellte nicht nur zahlreiche Produktionsrekorde auf und ist der einzige Hollywoodstreifen, der es auf die vom Vatikan genehmigte Filmliste im Genre Religion geschafft hat, sondern wurde auch mit elf Oscars ausgezeichnet. Bis heute hatten nur drei Werke dieses Privileg. Neben "Ben Hur" sind "Titanic" und "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" die einzigen Filme, die elf Goldjungen mit nach Hause nehmen durften.
Im Jahr 2016 erschien eine Neuauflage dieses Monumentalklassikers unter dem Regisseur Timur Bekmambetov. Leider war dieser Film alles andere als gut. Er hat dafür auch zwei Awards gewonnen und zwar den Yoga Award als "Worst Remake" und den EDA Special Mention Award als "Sequel or Remake that shouldn't have been made".
"Jesus Christ Superstar" (1973)
Quelle: Universal
"Jesus Christ Superstar" (1973)
Eine Gruppe Reisender hält in Israel und beginnt mitten in der Negev-Wüste die letzten Tage vor Jesus Christus (Ted Neeley) nachzustellen. Jesus hat die Bevölkerung durch seine Predigten bewegt und dadurch Zuspruch und Aufmerksamkeit bekommen. Die Regenten sind beunruhigt, da eine einzelne Person das ganze machtpolitische Konstrukt einzustürzen vermag. Jesus hat die Menschen zum Zweifeln und zum Umdenken angeregt. Einer dieser Skeptiker ist Judas (Carl Anderson), Jesus Jünger. Er ist enttäuscht von der neuen christlichen Auslegung und befindet sich dadurch im Zwiespalt. Auf der einen Seite steht die Liebe zu dem Sohn Gottes, auf der anderen seine politischen Überzeugungen. Seine Gedanken resultieren in Verrat und mörderischen Aktivitäten, die die Geschichte der Welt verändern.
Das US-amerikanische dramatische Filmmusical stammt von Norman Jewison und wurde von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice im Jahr 1973 als gleichnamige Rockoper verfilmt. Sie handelt von den letzten sechs Tagen Jesu durch die aufgewühlten Augen von Judas Iscariot. Die religiösen Kreise befanden sich durch die moderne Adaption des Neuen Testaments in Aufruhr. Sie wurde als Persiflage bezeichnet, da Jesus in dieser ungewöhnlichen Inszenierung eine Beziehung zu Maria Magdalena eingeht. Ted Neeley machte aufbauend auf seiner Rolle als Jesus Christus eine Kariere auf den großen Bühnen der Welt. Dieses Jahr feierte er sein 50-jähriges Jubiläum als Sohn Gottes.
Der Film erhielt zwar sechs Golden Globe- und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Beste Musik", gewann allerdings keine dieser Auszeichnungen. Gesehen sollte man ihn trotzdem haben.
"Das Leben des Brian" (1979)
Quelle: Sony
"Das Leben des Brian" (1979)
Es ist die Geschichte des naiven und unauffälligen Brain aus Nazareth, der am selben Tag wie Jesus geboren worden ist. Zwar schlägt Brain einen anderen Weg ein als Jesus, endet er aber genauso wie der Sohn Gottes schlussendlich am Kreuz. Brain ist ein Teil des politischen Widerstands, die es sich zum Ziel gemacht haben die Römer aus Judea zu vertreiben. Er erringt einen Sieg, als er es schafft einen politischen Slogan auf eine Stadtmauer Jerusalems aufzumalen. Die Bewegung ist aber leider nicht sehr effektiv und dennoch schafft es Brain durch Missverständnisse und gegen seinen Willen zum Propheten ernannt zu werden und Menschen um sich zu scharren. Sein Schicksal ist dennoch besiegelt und sein Leben soll nicht von langer Dauer sein.
"Das Leben des Brian" ist eine Komödie der britischen Komikergruppe Monty Python aus dem Jahr 1979. Die Satire zielt auf den Dogmatismus religiöser und politischer Gruppen. Insbesondere christliche, aber auch jüdische Vereinigungen reagierten mit scharfen Protesten auf die Veröffentlichung. In Norwegen wurde der Film für eine Zeitspanne von einem Jahr aufgrund blasphemischer Vorwürfe verboten, danach hatte er eine FSK-Freigabe von 18 Jahren. Die Schweden machten sich darüber lustig und vermarkteten ihn unter dem Slogan "Der Film der so lustig ist, dass man ihn in Norwegen verbieten muss!". In Irland durfte die Komödie bis 1987 nicht gesehen werden, Torbay im Südwesten Englands weigerte sich bis September 2008 den Film ausstrahlen zu lassen und ein Jahr später wurde "Das Leben des Brain" zum ersten Mal in Aberystwyth in Wales ausgestrahlt, weil Sue Jones-Davies ein früheres Cast-Mitglied zur Bürgermeisterin ernannt wurde. Der Streifen ist ein Paradebeispiel für die Reibungspunkte zwischen künstlerischer Meinungsfreiheit und Religionstoleranz.
FunFact: In der Szene als Pontius Pilatus (Michael Palin) mit den Soldaten spricht und sagt, dass sie es nicht wagen sollen zu lachen, meint er das wirklich ernst. Den Schauspielern wurde vor der Szene angeordnet, dass sie unter keinen Umständen in Gelächter ausfallen dürften. Sie kannten das Skript nicht und wussten nicht was auf sie zukommt. Palin war der einzige, der das Skript kannte und selbst er konnte sich das Lachen kaum verkneifen. So ist eine authentische Situation entstanden, die auch so in den Film eingeflochten wurde.
"Die letzte Versuchung Christi" (1988)
Quelle: Universal
"Die letzte Versuchung Christi" (1988)
Der Zimmermann Jesus von Nazareth, wird dämonischen Versuchungen ausgesetzt. Eine große Bürde lastet auf ihm, denn er ist derjenige der die Kreuze für die Römer anfertigt, der die Gefühle der Menschen der Welt in sich aufnimmt und der die Stimme Gottes fortwährend in seinem Kopf wahrnimmt. Er beschließt dem Ruf Gottes zu folgen, doch als er sich der Erfüllung seiner Mission nähert, muss er sich der größten Versuchung stellen.
"Die letzte Versuchung Christi" basiert auf einem Roman von Nikos Kazantzakis und wurde von Martin Scorsese im Jahr 1988 auf die große Leinwand gebracht. Fünf Jahre vor Drehbeginn hatte Scorsese das Skript seinen Anwälten vorgelegt, um es sichten zu lassen. Sie segneten es ab und bezeichneten es als genial und mutig, rieten ihm aber dennoch von der Produktion ab. Sie fürchteten, dass das Publikum noch nicht bereit sei für eine solche Geschichte. Bis heute ist das der einzige Film für den Scorsese als bester Regisseur eine Oscarnominierung erhielt, ohne zugleich eine Best Picture Nominierung zu erhalten.
FunFact: Aus zweierlei Gründen verbot Scorsese den Darstellern am Set das Rauchen: Aus gesundheitlichen Gründen, da er Asthmatiker ist und weil er verhindern wollte, dass die Darsteller im biblischen Gewand und einer Zigarette im Mundwinkel von Fotografen abgelichtet werden.
"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988)
Quelle: Disney
"Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988)
Zeichentrick-Star Roger befürchtet, dass seine Frau Jessica es nicht ganz so ernst mit dem Treueversprechen bei der Eheschließung genommen hat. Um seinen Verdacht zu bestätigen, engagiert er über sein Studio den Privatdetektiv Eddie Valiant. Doch das Blatt wendet sich und zwar nicht zum Guten. Marvin Acme wird tot aufgefunden und Roger gilt als Hauptverdächtiger. Jetzt ist der exzessiv trinkende Detektiv seine einzige Chance, um seine Unschuld zu beweisen.
Roger Rabbit kam 1988 in die Kinos. Bereits drei Jahre zuvor hatten Regisseur Robert Zemeckis und Steven Spielberg als Produzent mit ihren Planungen begonnen, um die Novelle "Who censored Roger Rabbit" von Gary K. Wolf aus dem Jahr 1981 zu verfilmen. Dieser Film ist ein bahnbrechendes Werk, in dem Realfiguren zusammen mit Cartoons auf der Leinwand stehen. 326 Animateure arbeiteten in Vollzeit an den späteren 82080 Frames. In diesem Film brach Animation Direktor Richard Williams die drei wichtigsten Regeln in Bezug auf die Kombination von live-action und Animation. Die erste besagt, dass die Kamera so viel wie möglich bewegt werden soll, damit die Cartoon-Figuren auf dem flachen Hintergrund nicht dupliziert wirken. Die zweite Regel lautet, dass man die Belichtung und die Schatten bis aufs äußerste ausreizen soll und die letzte, dass die Zeichnungen oft wie möglich mit realen Objekten interagieren sollen. Das Ergebnis markiert den wahrscheinlich bis heute gültigen Höhepunkt der Filmindustrie vor dem beginnenden Computerzeitalter, denn Roger Rabbit kommt tatsächlich ohne Computeranimationen aus. Außerdem ist es das einzige Mal, dass Walt-Disney- und Warner-Brothers-Charaktere zusammen auf der Leinwand erscheinen.
"Die Passion Christi" (2004)
Quelle: Capelight
"Die Passion Christi" (2004)
Als Passion Christi wird in der christlichen Kirche allgemein das Leiden Jesu nach seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus beschrieben. Dementsprechend handelt auch der Film von den letzten zwölf Stunden des Messias vor seinem Tod. Die Geschichte beginnt mit dem Verrat Judas an Jesus im Olivengarten, kurz nach dem letzten Abendmahl. Jesus wird daraufhin verhaftet und den einflussreichen Pharisäern ausgeliefert, die sich aufgrund der vorgeworfenen Blasphemie für die Todesstrafe stark machen. Pontius Pilatus, der römische Präfekt von Judäa, lässt die anwesende Bevölkerung Jerusalems über das Urteil abstimmen, woraus schließlich die Verurteilung zum Tode folgt. Für Jesus beginnt nun sein Kreuzweg, bei dem er mit einer Dornenkrone bekleidet sein eigenes Kreuz zum Hügel Golgota schleppen muss. Der beschwerliche Weg dorthin ist gezeichnet von verächtlichen Blicken und Ausschreitungen der Bevölkerung. Am Kreuze festgenagelt haucht er schließlich sein Leben aus und stellt damit unter Beweis, dass er wirklich der Sohn Gottes ist. Die gesamte Handlung wird dabei immer wieder von Rückblenden auf sein Leben unterbrochen.
Als Mel Gibson den Film im Jahr 2004 vollendete, war bereits klar, dass dies die blutigste und brutalste Verfilmung biblischen Stoffes in der Filmgeschichte werden würde. Nichtsdestotrotz hatte der Film mehr Vorverkaufszahlen als jeder Film zuvor und stellte damit einen Rekord auf, der erst 2015 durch "Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht" wieder gebrochen werden konnte. Zudem hielt "Die Passion Christi" bis zur Veröffentlichung von "Deadpool" 2016 den Rekord für die höchsten Einspielergebnisse (612 Mio. US-Dollar) eines Films mit dem amerikanischen R-Rating und wurde damit auch zur erfolgreichsten Verfilmung mit religiösem Inhalt. Zur größtmöglichen Authentizität entschied sich Gibson, die gezeigten Völker in ihrer Landessprache sprechen zu lassen, wozu der Film hauptsächlich in Latein, Aramäisch und Hebräisch vertont und mit Untertiteln versehen wurde. Die sehr explizite Gewaltdarstellung führte zu teils heftigen kontroversen Diskussionen, auch Kirchenvertreter waren sich über das Für und Wider der Darstellung uneinig.
"Hop - Osterhase oder Superstar" (2010)
Quelle: Universal
"Hop - Osterhase oder Superstar" (2010)
E.B. befindet sich in einer Identitätskrise. Er muss sich zwischen Passion und Pflicht entscheiden und zwar bald. E.B. ist nämlich nicht irgendein Hase, sein Vater ist der Osterhase und drängt ihn dazu das Familienunternehmen zu übernehmen, aber eigentlich hat der Sohnemann etwas ganz anderes im Kopf, er will Drummer sein. Kurz vor seiner Krönungszeremonie ergreift er die Flucht nach Hollywood, denn dort glaubt E.B. kann er seinen Traum eines Rockstar-Daseins realisieren. In Los Angeles angelangt, begegnet er Fred (James Marsden), einem 30 jährigen, ziellosen Träumer, der noch im Haus seiner Eltern wohnt und dann geht alles richtig rund.
"Hop - Osterhase oder Superstar?" ist eine Mischform aus Animationsfilm und Realfilm, wie auch schon "Alvin und die Chipmunks" oder "Garfield". Als Regisseur fungiert Till Hill, der sich zum dritten Mal an einer solchen Mischform versucht. Dieser Spielfilm bringt Produktplazierung auf ein ganz neues Level, mit 92 verschiedenen Marken wie Holiday Inn, Lindt, Kodak und Burger King schlägt er alle anderen zuvor erschienenen Filme.
"Peter Hase" (2018)
Quelle: Sony
“Peter Hase” (2018)
Peter Hase (James Corden), seine drei Schwestern und ihr Cousin Benjamin lieben es den ganzen Tag in dem Gemüsegarten von Mr. McGregor zu toben. Als der Mann plötzlich verstirbt begibt sich die Hasengruppe auf Erkundungstour in das Haus, seine Länderreien und erklärt das Grundstück zu ihrem Eigentum. Als der Erbe von Mr. McGregor dann eintrifft, um seinen neuen Besitzt zu besichtigen, begegnet er den flauschigen Grundstücksbesetzern. Es entfacht ein unerbittlicher Kampf zwischen den Nagern und dem neuen Mr. McGregor. Doch dann verliebt sich Mr. McGregor in die naturvernarrte Bea (Rose Byrne) und beginnt Sympathien für die Hasen zu entwickeln. Doch ist der Streit nicht schon zu sehr vorangeschritten?
Peter Hase ist ein kürzlich erschienener amerikanisch-australischer Familienfilm. Als Vorlage diente das Buch "Die Geschichte von Peter Hase", das von der englischen Naturwissenschaftlerin und Autorin Beatrix Potter verfasst wurde. Es ist die zweite Mischungform aus Realfilm und Animationsfilm in der ein Hase in die Hauptrolle schlüpft. In der deutschen Synchronisation gibt Christoph Maria Herbst Peter Hase seine Stimme. Viele der Live-Action-Szenen wurden in Australien gefilmt. Zum Glück für die Australier, waren die Hasen nicht echt, denn das Land hatte im späten 18ten Jahrhundert gigantische Hasenplage und seit dem dürfen die kleinen Fellballen nicht mehr ins Land gebracht werden.
"Maria Magdalena" (2018)
Quelle: Universal
“Maria Magdalena” (2018)
Maria Magdalena wird von ihrer Familie dazu gedrängt sich endlich einen Mann zu suchen, um einen Stammhalter auf die Welt bringen zu können. Doch Maria möchte ihr Leben nicht als Hausfrau und Mutter verbringen. Als sie deshalb nachts in einer Synagoge hektisch zu Gott betet erweckt sie beim Vorsteher den Eindruck, von einem Dämon besessen zu sein. Mit diesem Gerücht behaftet ist sie nicht einmal mehr vor ihrer Familie sicher, die einen Exorzismus organisiert und dabei kurz davor ist, Maria im Fluss zu ertränken. Alleingelassen mit ihrem Leid begegnet sie Jesus und ist sofort begeistert von seiner Barmherzigkeit. Sie schließt sich den Jüngern des Messias an, muss sich aber zunächst unter der bislang rein männlichen Gefolgschaft beweisen. Dabei punktet sie vor allem mit ihrer fürsorglichen Art, die dem männlichen Soldatengehabe entgegen steht und auch Jesus beeindruckt, und wird schnell ein fester Bestandteil der Jünger. In dieser Stellung weicht sie dem Sohn Gottes bis zu seiner Auferstehung nicht mehr von der Seite.
Das Bibeldrama von Garth Davis läuft heute pünktlich zu Ostern in den deutschen Kinos an. Ironischerweise sollte der Film um die starke Frau ursprünglich durch die Weinstein Company verliehen werden, die nach den Skandalen um den Firmengründer inzwischen Insolvenz anmelden musste. So verschob sich die Premiere etwas nach hinten, das ursprünglich angepeilte Datum im November 2017 konnte nicht eingehalten werden. Leider ist in "Maria Magdalena" zum letzten Mal die prägnante Musik des Komponisten Jóhann Jóhannsson ("Arrival", "Sicario") zu hören, der im Februar dieses Jahres viel zu früh verstarb.
Die sichtliche Vertrautheit zwischen Jesus und Maria in den gemeinsamen Szenen kommt nicht von ungefähr: Die beiden Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Rooney Mara spielten bereits 2013 in "Her" ein Pärchen und gingen während der Dreharbeiten zum aktuellen Projekt dann auch zusammen aus.
Wir hoffen für euch findet sich in unserer abwechslungsreichen Zusammenstellung ein schöner Film für die kommenden Feiertage, den ihr so vielleicht noch nicht auf dem Schirm hattet oder schon lange nicht mehr gesehen habt. Auf jeden Fall wünschen wir euch an dieser Stelle ein schönes Osterfest mit erholsamen Feiertagen.
