Kirby Air Ride im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Nur ein Knopf zum glücklich sein?

Kirby Air Ride ist mal wieder ein Versuch Nintendos hüpfenden Windbeutel in ein völlig neues Genre zu hieven. Damit nicht genug: Um genügend Abwechslung und vor allem Mehrspielerspaß in das Teil zu integrieren, haben die Entwickler gleich drei verschiedene Rennspielchen auf die Disk gepackt. Damit Ihr einen Überblick über die verschiedenen Modi bekommt, hier eine kurze Einführung in jedes Minigame:

Air Ride:
Hier flitzt Ihr auf den verschiedensten und skurrilsten Vehikeln über witzige Fun-Strecken bei denen allerhand geboten ist: Durch das Aufsaugen von herumschwebenden Gegnern könnt Ihr besondere Fähigkeiten erlangen und diese hauptsächlich gegen Eure drei menschlichen oder computergesteuerten Gegner einsetzen. Etwas chaotisch wird es aufgrund der vielen verschiedenen Abzweigungen und völlig abgedrehten Streckendesigns dann doch, denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die ganzen schönen Extras und die vielen Abzweigungen einen viel zu großen Zufallsfaktor in das Spiel bringen.

Top Ride:
Unserer Meinung nach der beste Spielmodus. Das Spielprinzip wurde zwar eiskalt beim Kult-Klassiker "Super Off Road" abgekupfert, doch Spaß macht das Ganze trotzdem. Aus der Vogelperspektive flitzt man auch hier zu viert durch kleine, aber trickreiche Kurse. Zudem erscheinen zahlreiche Extras wie Raketen, Flammenwerfer oder Turbos ganz automatisch auf der Strecke und können eingesammelt werden. Zusätzlich finden auf diesen Strecken viele unvorhersehbare Ereignisse statt, welche den Spielverlauf auf einen Schlag ändern können und aus dem vermeintlichen Sieger schnell das Schlusslicht werden lassen.

City Trial:
Der wohl skurrilste Spielmodus, nicht nur was die Grafik anbelangt: Hier düst man zusammen mit seinen drei Gegnern für fünf Minuten ziemlich gelangweilt durch eine noch langweiliger gestaltete Stadt und sammelt so viele Extras und Power-Ups ein wie nur möglich. Sobald die Zeit jedoch abgelaufen ist, müssen alle Teilnehmer mit ihren, durch Extras hochgerüsteten, Fahrzeugen an einem Minispielchen teilnehmen. Diese Spielchen reichen vom Weitsprung über normale Rennen des Air Ride-Modus bis hin zu knallharten Deathmatches in denen man sich gegenseitig auf die Mütze haut. Je nach dem wie gut man in der Vorrunde beim Aufsammeln der Extras war, hat man in den Minigames mehr Chancen auf einen Sieg.

Diese ganzen Spielmodi sind zwar ganz nett, aber was Kirby Air Ride wirklich von anderen Rennspielen unterscheidet, ist schlichtweg die extrem simple Steuerung, welche im Ansatz gar nicht mal so übel ist: Ihr benötigt im gesamten Spiel lediglich den linken Ministick und den A-Knopf. Alle Sonderfunktionen wie Turbos, Slides und Extrawaffen werden komplett über diesen einen Knopf ausgelöst, denn Gas geben die Vehikel von ganz alleine. Das ist eigentlich keine schlechte Idee, denn in einem Fun-Racer wird man wohl kaum die Bremse benötigen und damit ist auch ein Gas-Knopf hinfällig. Doch leider ist dieses Konzept trotz seiner äußerst simplen Ausführung nicht ganz schlüssig: Wenn ihr zum Beispiel um eine Kurve sliden wollt, müsst ihr den Knopf betätigen, doch wenn ihr gleichzeitig mit einer Extrawaffe ausgerüstet seid, wird diese natürlich ebenfalls abgefeuert. Somit ist die Kontrolle des Spiels zwar extrem einfach aber dennoch überladen. Auch Kirby's Kreiselattacke lässt sich nur auslösen, indem Ihr den Stick kurz nach links und rechts bewegt, was für die Lenkung wiederum etwas hinderlich ist. Wenn man nun doch die Extrawaffen und die Kreiselattacke auf einen extra Knopf gelegt hätte, wäre viel hektisches Gedrücke auf dem A-Knopf erspart geblieben.

Die technische Umsetzung ist eher mittelmäßig ausgefallen. Zwar sind die ersten beiden Spielmodi noch ganz nett anzusehen und vor allem im 60Hz Modus richtig schön flüssig, beim City Trial ist die Optik allerdings so schlecht, dass man fast blind werden könnte. Hier wurde versucht die Grafik aus "Zelda - The Wind Waker" für ein Rennspiel in einer Stadt zu verwenden, was wiederum so gut zusammenpasst wie die Quake-Engine und ein Puzzlespiel. Auch in Sachen Sound reißt einem Kriby Air Ride nicht vom Hocker, es wurden verständlicherweise diverse Kirby-Themen adaptiert, so recht zu einem Rennspiel wollen diese Fahrstuhl-Klänge dann aber doch nicht passen.

Meinung

Wertung zu Kirby Air Ride (GC)

Wertung:

6.2 /10
Pro & Contra
drei Spiele in einemwitziger Top-Ride Modusim Mehrspielermodus empfehlenswert
gähnend langweilig im Einzelspielermodusmäßige Grafikdümmlicher Hintergrundsoundüberladene Steuerung

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