LEGO Batman 3: LEGO Batman 3 in der Vorschau: Schießt Batman und Robin ins All!
Special
LEGO Batman geht in seine dritte Runde und das dynamische Duo verschlägt es diesmal über die Grenzen Gothams hinaus. Weit hinaus! Batman und Robin reisen nach Europa, in den Orbit und sogar auf fremde Planeten! Neues bietet der Titel aber wenig.
LEGO-Spiele sind antizyklisch. Während sich die Welt darüber aufregt, dass Spiele immer leichter werden, sich immer wiederholen und keine Neuerungen mit sich bringen, feiern Kritiker und Fans fast alle Ableger der LEGO-Reihe frenetisch. LEGO muss sich nicht ändern, es ist für die ganze Familie und soll ruhig so angelegt sein, dass jeder etwas damit anfangen kann, sagen die Entwickler gerne. Es überrascht also nicht: Auch in LEGO Batman 3 sucht man Innovationen vergebens.
Wir waren trotzdem in London, dem Hauptquartier von Warner Bros. Europa, und haben das spaßige Familienabenteuer angespielt. Das wartet in diesem Jahr mit erneut pompösem Inhalt auf: 150 Charaktere gibt es, darunter Batman & Robin, Batman & Robin in der 1960s Version (Potzblitz, Robin!) und Superman. Neben vielen bekannten Gesichtern aus dem DC-Universum, sind auch kuriose dabei. Oder habt ihr schon mal von Batcow gehört? Robin hat das Rindvieh 2012 in einem Schlachthaus gerettet, seitdem ist er übrigens Vegetarier. Wer es tierisch mag, kann auch als Krypto, der fliegende Superhund umherschwirren.
Quelle: Warner
Der Riese Frankenstein trampelt einfach seine Gegner in Rage tot.
An den Spielerklassen verändert sich natürlich nichts. Wer schon mal ein LEGO-Spiel in der Konsole hatte, weiß, dass silberne Hindernisse gesprengt werden, goldene mit Laser entfernt, blaue magnetisch sind und so weiter. Große Überraschungen im Roster bleiben von daher aus. Bis vielleicht auf die "Riesen". Frankensteins Monster ist einer davon und Atrocitus. Die beiden sind größer als alle anderen Minifiguren und haben mächtige Trampelattacken. Ein paar Crossovers finden sich auch im Einheitengewirr. Der "Darkest Batman" ist beispielsweise ein Mix aus Batman und Green Lantern, mit der Kraft der grünen Laterne. Composite Batman besteht hingegen zur Hälfte aus dem schwarzen Ritter, zur anderen Hälfte aus Superman – beide Crossovers können natürlich fliegen.
Wo ist hier die Umkleide?
Natürlich haben auch einzelne Charaktere unterschiedliche Kräfte. Schon aus den Vorgängern hatten Batman und Robin verschiedene Anzüge, die ihnen Kräfte und Boni verliehen haben. Mit einem Unterwasseranzug konnten sie dann tauchen, mit einem Stromschutzanzug durch sprühende Funken laufen. Der Clou damals: Man musste immer kurz zu einem Terminal und sich umziehen. Das schafft Tt Games ab und gibt dem Spieler ständig die Möglichkeit, den Anzug zu wechseln. Wie das Charakterrad öffnet sich eine kreisförmige Auswahl. Schön, dass dadurch die Rätsel etwas fordernder werden. Denn Tt Games kaut einem nicht mehr vor, wo man sich in was verwandeln soll. So richtig schwer wollen es die Entwickler Kids aber nicht machen. An den meisten Punkten wartet deshalb ein optionales Hinweisschild, das einen an den richtigen Anzug erinnert.
Raus aus Gotham, ab in die Welt
Quelle: Warner Bros.
Kommt euch bekannt vor? Ist auch eine Hommage an Arcade-Shooter.
Schon der Untertitel "Beyond Gotham" verrät es: In L EGO Batman 3 geht es über die Grenzen von Gotham hinaus. Batman und Robin kämpfen in Europa gegen Brainiac. Der will Großstädte schrumpfen und macht aus ihnen LEGO-Versionen. So kämpft man sich dann durch London, Paris und Pisa. Es ist eine amüsante Hatz durch Europa. Im Introvideo rückt Superman zum Beispiel den Schiefen Turm von Pisa wieder gerade, Brainiac rammt das Gebäude aber aus Versehen mit seinem Ufo und verleiht ihm wieder seine ursprüngliche Form – kurz, bevor er es in LEGO verwandelt.
Und das dynamische Duo geht noch weiter! Ein Level im Orbit wartet, dort liefern sich Batman und Robin Arcade-Gefechte in einer kreisrunden Shooterwelt, die frappierend an das Gameplay des PS4-Exclusives Resogun erinnert. Wie im Vorbild ballert man sich aus der Iso-Perspektive durch Gegnerreihen, sammelt Boni und muss einen riesigen Bossgegner mit taktischen Raketen ausschalten. Optisch ein Genuss, nur die Steuerung kommt nicht ans Original ran.
Quelle: Warner
Warum so einen hochroten Kopf, Sinestro?
Und der nahe Orbit soll nicht der letzte Stopp sein: Weiter geht es in den Weltall. Die beiden folgen Brainiac auf seiner Tour, beschützen zum Beispiel den Planeten der Lanterns. Ein besonderes Gimmick findet man dann aber wieder auf der Erde: Im 1960s-Modus ermittelt der klassische Adam-West-Batman wieder mit markigen Sprüchen. Ein bisschen pummeliger ist er, trägt seinen grauen Anzug und tauscht dämliche Witze mit Robin aus. Die Level-Intros werden im Comicstil erzählt, Warner konnte sogar die Originalstimme von damals engagieren. Adam West taucht sogar als eigene, spielbare Figur auf und verrät an ein paar Ecken eigene Geschichten. Hübsch ist auch die Umsetzung der 60er-Welt: Die Charaktere singen den Batman-Jingle ("Nananananananana, Batman!") und wenn man zuschlägt, ertönen absolut übertriebene BUMM, KRACH und PENG Laute. Sie werden lautmalerisch wie in Comics mit Sprechblasen untermalt, die den halben Bildschirm einnehmen – das freut diejenigen, die Batman aus der Zeit kennen (oder jetzt die Blu-Ray-Version des 60er-Batman bestellt haben!).
Disclaimer: Warner Bros. Entertainment hat die Kosten für die Anreise nach London bezahlt. Einfluss auf den Inhalt der Vorschau nahm dies nicht. Screenshots und Videos stammen von Warner. Eigenes Material konnten wir nicht aufnehmen.
