Die wenigen positiven Momente des Drachenabenteuers können die massiven Mängel leider nicht vergessen machen.
Drachenschau mit anschließendem Konzertbesuch
Lair
Als Highlight hier kann man die Möglichkeit werten sich entspannt zurückzulehnen und den brillanten Soundtrack zu genießen. Großartiger, orchestraler Fantasy-Klassik-Pop vom Hollywood-Komponisten John Debney verwöhnt Eure Ohren, während Standbilder des Spiels zu bewundern sind. Und die Grafik ist es doch dann wenigstens, wo das Spiel so richtig glänzt, oder? Das lässt sich mit einem ganz eindeutigen Jein beantworten. Zunächst einmal werden Euch heutzutage sicher nicht mehr so leicht die Augen übergehen, wie es vielleicht noch vor einem Jahr der Fall gewesen wäre. Seitdem hatten wir Bioshock, Uncharted und Ratchet. Lair schafft es hier rein qualitativ nicht ganz mitzuziehen, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Feinste Fantasylandschaften und -architektur erfreuen das Auge und die eigentlichen Stars, die Drachen, sich einfach zu schick. Hier werden DRACHEN gezeigt und keine verkappten Knuddelsaurier. Groß, böse und sehr, sehr cool kommen sie in Lair daher. So wie es sein muss.
Lair
Unnötig wären dagegen die komplett generischen Armeen gewesen, die auf den Schachfeldern brav in Reihen marschieren und eigentlich nie in eine irgendwie glaubwürdige Kampfaktion verwickelt sind. Über ein Schlachtfeld zu fliegen, von dem einen eigentlich nur gesagt wurde, dass ein Kampf stattfindet, von dem man aber nichts zu sehen bekommt, senkt den Reiz. Großes Lob erfuhren auch die Wassereffekte und solange Ihr in relativer Nähe über die Fluten gleitet, sieht es auch gar phantastisch aus. Wehe, Ihr werft einen Blick aus großer Höhe darauf. Dann wirkt der vorher großartige Ozean nur noch wie eine Rasterwüste mit Quadratmuster.
Die Darstellung in 1080p lässt aber solche Kleinigkeiten schnell vergessen, zumindest solange alles halbwegs flüssig läuft. An einigen Stellen bricht die Framerate aber so gnadenlos weg, dass man sich fragt, ob die PS3 wirklich ein solches Powerhouse bietet, wie die Werbung versprach (Ja, tut sie - siehe wieder Ratchet und Uncharted). Auch scheint die Engine ernste Probleme zu haben, nahe Objekte vernünftig darzustellen und die Zahl der Texturfehler von Objekten in Bodennähe nimmt bedrohliche Ausmaße an.
