Back to the 80s! Nach den Partyklassikern widmet man sich bei Lips nun einem Jahrzehnt, das für viele prägend war.
"Leistungen aufzeichnen" - noch immer ein Geheimtipp?!
Lips: I Love The 80s
Die Möglichkeit, seine Gesangsleistungen aufzeichnen und später noch einmal anschauen zu können, ist in Lips tatsächlich vorhanden, aber viele wissen das nicht. Nun werden sich vermutlich 99% aller Lips-Fans fragen "Leistungen aufzeichnen? Wie soll das denn gehen?" Obwohl ich diese Frage bereits im letzten Lips-Test beantwortet habe, möchte ich an dieser Stelle noch einmal kurz darauf eingehen. Weder die Anleitung verliert auch nur ein Wort darüber, noch wird man nach dem Singen eines Titels darauf hingewiesen. Was hat es also mit diesem seltsamen Achievment auf sich? Bislang haben wir es schmerzlich vermisst, dass man nach einem besonders gut gemeisterten Titel kein Replay seiner eigenen Leistung anschauen konnte. Dieses gibt es noch immer nicht, aber es gibt tatsächlich die Möglichkeit seine Leistung aufzuzeichnen. Und das bereits seit "Lips Number 1 Hits". Das ist jedoch höllisch umständlich. Nachdem man seine Wertung für den Gesang erhalten hat (beispielsweise Universum, Urknall oder dergleichen) muss man die Start-Taste betätigen. Jetzt eröffnet sich die Möglichkeit, seine Leistung aufzuzeichnen. Der Satz "Leistung speichern" befindet sich aber ganz unscheinbar unter weiteren Optionen wie etwa "nochmal singen" und fällt damit kaum auf. Hat man ihn aber dennoch entdeckt und sich für diese Möglichkeit entschieden, darf man pro Song sogar gleich drei besonders schöne Interpretationen abspeichern. Um sich diese nun wieder anzuschauen muss man den Titel erneut anwählen und unter "Leistung" lässt sich dann das komplette Video mit dem abgespeicherten Gesang finden.
Viele wissen nichts von dieser Option, weil sie zum einen ganz gut versteckt ist und weil man offensichtlich nicht besonders viel nachgedacht hat, als man sich für diese Bezeichnung entschieden hat. "Leistung speichern" wird von den meisten Spielern eher so verstanden, dass die Punkte, Medaillen oder Pokale abgespeichert werden, aber dass dadurch quasi eine Wiederholung der erbrachten Gesangesleistung aufgezeichnet wird, erschließt sich den wenigsten. Andere preisen irgendwelche Features groß an - Microsoft versteckt diese (zumindest bei Lips).
Die beiden großen Konkurrenten
Lips: I Love The 80s
Das Buhlen um die Gunst der Karaokefreunde geht weiter. Diejenigen, die nur eine Xbox360 besitzen müssen sich natürlich fragen, ob "Singstar" nicht vielleicht mehr zu bieten hätte als Lips oder was das jeweilige Konkurrenzprodukt auszeichnet. Lips versucht zum Beispiel Partystimmung zu erzeugen, indem man den Mikros einen Schüttelsensor spendiert hat oder Minigames anbietet, bei denen man eine Bombe zum Platzen bringt oder ein Liebespaar zu seinem Glück führt. Das sind aber alles nur Spielereien. Lips fehlen unter anderem die "echten" Replays der Songs. Auf umständliche Weise kann man zwar seine Leistung noch einmal anhören, doch so etwas wie die "golden notes" gibt es nicht. Die sind exklusiv in "Singstar". Dabei werden bei besonders schweren Passagen einige Sekunden per EyeToy-Cam aufgenommen und am Ende kann man sich diese kurzen Highlights einzeln anschauen. Dass man sich dabei vor Lachen öfters auf dem Boden kugelt ist so gut wie garantiert. Die Möglichkeiten mit Freunden gemeinsam zu singen sind bei Lips bislang auch sehr beschränkt. Bei "Singstar" gibt es dafür zahlreiche Modi. Ob Duett, Duell, pass the mic. Es kommt einfach Laune auf, weil man ganze Teams gegeneinander antreten lassen kann, bei denen jeder immer nur kurze Passagen eines Songs singen muss, man Joker einsetzen kann, wenn einem der zufällig ausgewählte Herausforderungssong nicht passt und und und. Es wird einfach mehr für eine Gruppe von Spielern geboten, die Spaß daran haben gegeneinander anzutreten. Der "Singstore" ist natürlich auch deutlich umfangreicher und man kann seine eigenen Leistungen als Video uploaden (ähnlich wie bei "Youtube"). Dennoch ist auch Lips ein gelungenes Spiel für Singbegeisterte.
